Z‘Wiehnachtschind im Himmel obe het es Wülchli vürezoge, luegt uf d’Ärde ache u seit; soo, jtz het es aafe gschneit. U im Wald die grosse Tanne hei dr Wintermantel anne. S’isch jtz wäger a der Zyt, der Wiehnachtstag isch nimme wit. Es geit zum Samichlous ga ...
Z‘Wiehnachtschind im Himmel obe het es Wülchli vürezoge, luegt uf d’Ärde ache u seit; soo, jtz het es aafe gschneit. U im Wald die grosse Tanne hei dr Wintermantel anne. S’isch jtz wäger a der Zyt, der Wiehnachtstag isch nimme wit. Es geit zum Samichlous ga chlopfe, dää tuet grad sis Pfyffli stopfe, brummlet öppis i si Bart, das isch öppe sini Art.
Grüess di wohl, seit d’s Wiehnachtschindli, hättisch Zyt es Viertelstündli? Möchter gärn es Bsüechli mache, es wär drum wäg de Wiehnachts - Sache. Ui, faht da der Samichlous a piischte, Gsüchti plaget mi gar grüüsli, d’s Chrütz tut mer weh, u i de Beine hangets mer wie Zentnersteine. Es isch eifach nümm zum Ushalte, los i bi eifach z Alte u möchti hüür deheime blibe, söttisch das de Chinder schribe.
Ee mi Troscht, seit d’s Wiehnachtschindli; ohni di es Wiehnachtsfescht, was du für Gedanke hesch. Dänk a d’Chinder im Spital, ir Stadt u Land u überall. Die tüe itze Värsli lehre, Liedli singe, dich vereehre, schlafe z Nacht fasch nümme iih, will si voll Erwartig si.
U das arme, blinde Käthi, we das hüür di Bsuech nid hätti, es chönnt sich d’s ganze Jahr nümm fröie, u o du müesst isches bereue. Da isch der Samichlous grad wiene Junge us sim grosse Sässel gsprunge u het gseit; nei das miech sech wäger schlächt.
No hüt mues i derhinder, wott zu mine liebe Chinder. Hilf mer d’Gsüchti schnell vertrybe, tue der Rügge fescht iirybe. U usem Gütterli, du weisch, gits e Schluck Wachholdergeischt.
Gib der Mantel u Kabutze. Tue mer nid der Bart verchutze, gimer d’Hutte u der Stäcke, u i Sack tue viil zum Schläcke, u so gö mer mitenand gmüetlich bis zum Himmelsrand.
Wo der Samichlous ganz froh der Wäg het under d Holzschueh gnoo isch d’s Wiehnachtschindli blibe schtah, luegt ihm no es Rüngli naa, het vor Rüehrig zwüü Mal gschlückt u nes Freudetränli no vertrückt.
Druf schiebts z’Wülchli wider füür, u bschliesst di grossi Himmelstür.
Marlise Stryffeler