EHC Koppigen unschlagbar am 23. Senioren Hockeyturnier
20.01.2026 SportFünf Eishockeyteams – unter ihnen auch ein Team aus Kanada – verbrachten den vergangenen Samstag auf dem Gstaader Eisfeld und spielten am bereits traditionellen Senioren-Hockeyturnier. Die Herren vom EHC Koppigen, des Teams Uni Bern und des Canada Dre- am Teams standen ...
Fünf Eishockeyteams – unter ihnen auch ein Team aus Kanada – verbrachten den vergangenen Samstag auf dem Gstaader Eisfeld und spielten am bereits traditionellen Senioren-Hockeyturnier. Die Herren vom EHC Koppigen, des Teams Uni Bern und des Canada Dre- am Teams standen neben den einheimischen Clubs HC Gstaad-Saanenland und EHC Lenk-Zweisimmen im Einsatz. Sehenswerte und faire Matches holten die Passanten an die Bande sowie Fans und Familien auf die Tribüne.
JENNY STERCHI
«Ist ein Eishockeyspieler 30 Jahre alt geworden, gehört er schon zur Kategorie Senioren», erklärte Michael Wälchli, Seniorenobmann beim HC Gstaad-Saanenland. Das erklärte, warum die Dynamik und Bewegungen auf dem Eis von aussen betrachtet gar nichts mit «Seniorensport» zu tun hatten.
Senior, aber nicht alt
Scheinbar spielend glitten, sprinteten und flogen sie übers Eis, führten und jonglierten den Puck am Gegner vorbei und sprangen beim Auswechseln mitunter kühn über die Bande. Oftmals ausgeglichen machten jeweils beide Teams Druck vor dem gegnerischen Tor, boten spannendes Kombinationsspiel und die Torhüter tolle Paraden. Hier und da hatten die Teams etwas Mühe, ins Spiel zu finden. Beim letzten Turniereinsatz des Gastgebers HC Gstaad-Saanenland rief der Gstaader Spieler Marco von Allmen auf seiner Stürmerposition nach allzu gemächlichem Matchbeginn und zu viel Spielgeschehen vor dem eigenen Goal: «Chömmet, ich wott o mal!» Aber wenn es dann lief, dann lief es bei allen fünf Teams. Besonders aber bei den Herren vom EHC Koppigen – sie waren nicht aufzuhalten. Mit einigen ehemaligen Zweit- und Viertligaspielern waren sie gut aufgestellt und holten sich vier Siege in vier Spielen.
Hockeyexperte im Gstaader Team
In den Reihen des HC Gstaad-Saanenland tauchte Oliver Keller auf. Er spielte in der Vergangenheit in der Nationalliga A und war für das Schweizer Eishockeyteam an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin. Der 1,90 Meter grosse Keller ist heute vor allem als Funktionär für den Eishockeysport unterwegs. Dem Netzwerk seines Heimatclubs Genève-Servette HC, das bis nach Gstaad reicht, sei Dank, dass er an der Seite der Gstaader auflief und sich gut in das Miteinander hineinfand. Der Auftakt, ein 3:0 gegen die Herren vom EHC Lenk-Zweisimmen, machte Lust auf mehr. Doch leider gingen die drei übrigen Spiele für das Heimteam mit Niederlagen aus. Da nützte auch die temporeiche Aufholjagd im Spiel gegen Kanada nichts mehr.
Wettkampfgeist und Spass dabei
Manch ein Spieler fluchte, nicht laut, aber für den Zuschauenden dicht am Rand gut hörbar, wenn der Gegner getroffen hatte oder ein Spielzug nicht geglückt war. Doch die Atmosphäre war durch das gesamte Turnier nie aggressiv oder unfreundlich. Im Gegenteil, Schiedsrichter Marc Thibaud, den das kanadische Team mitgebracht hatte, ging auch in den letzten Partien mit Amüsement auf heitere «Sticheleien» der Spieler ein. So wurde auch nicht mit letzter Konsequenz der Körper eingesetzt, vielmehr wurde dem Spieler, der im Manöver zu Boden gegangen war, anschliessend wieder auf die Beine geholfen.
Viele dieser sogenannten Senioren sind Familienväter. Ihr Nachwuchs stand jubelnd auf der Tribüne und wartete nach Matchende ungeduldig an der Bande, um mit Papa abzuklatschen. Egal ob Sieg oder Niederlage.
Besuch aus Kanada
Das zu beobachten, verzauberte die Spieler des kanadischen Teams nachhaltig. «Es ist toll, hier spielen zu können, den Enthusiasmus bei all den anderen Teams zu spüren, auch wenn es gar nicht um Punkte oder Pokale geht», antwortete der Captain des kanadischen Teams, gefragt nach den Eindrücken des Tages.
Das Canada Dream Team ist eine Mannschaft aus leidenschaftlichen Hockeyspielern. Sie kommen aus einem Land, in dem Eishockey ein Volkssport und beinahe verpflichtend ist. Das Team ist derzeit auf einer Europatour, auf der sie an verschiedenen kleinen Turnieren teilnehmen. Dank dieser Reisefreude und einst geknüpften Verbindungen zwischen dem Canada Dream Team und dem HC Gstaad-Saanenland war es am Senioren Hockeyturnier, bei dem es ausschliesslich um Ruhm, Ehre und das Miteinander geht, dabei.








