Hymne, Lutz, Schnupf und Telemark
23.01.2026 SportSkiarena Lauenen, 17. Januar 2026: Die fleissigen Bienchen vom Pistenteam der Skiarena Lauenen und auch diejenigen der Bau- und Technikabteilung unseres Clubs hatten wieder einmal ganze Vorarbeit geleistet, sodass das Helferteam am Samstagmorgen nur noch ein paar gut überschaubare ...
Skiarena Lauenen, 17. Januar 2026: Die fleissigen Bienchen vom Pistenteam der Skiarena Lauenen und auch diejenigen der Bau- und Technikabteilung unseres Clubs hatten wieder einmal ganze Vorarbeit geleistet, sodass das Helferteam am Samstagmorgen nur noch ein paar gut überschaubare Restpendenzen zu erledigen hatte.
Die traditionell wunderschöne Schneebar wurde von Balu und seiner Crew eingerichtet und aufgefüllt, die Technik für Kafi Lutz, «Chiesbrägel», Musik, Speaker und Zeitmessung (in dieser Reihenfolge) installiert.
Die Tannenzweige zur Schanzenmarkierung wurden unter strengster Einhaltung der Vorgaben des BAFU (für die älteren Lesenden, zu denen die Mehrheit der Clubmitglieder gehört: Das hiess früher BUWAL) geerntet und am Ende des Tages umweltgerecht entsorgt. Ein grosser Dank geht hierbei an die Gemeinde Saanen, ihr Konzept der Weihnachtsbaumentsorgung war uns eine sehr hilfreiche Vorlage. Damit ich mal etwas Neues zu schreiben habe, beschriftete Mike die Schanze mit «HURRAROP». Das ist nicht der Seehund einer Sexarbeiterin, sondern ein traditioneller norwegischer Anfeuerungsruf. Warum norwegisch, kann im «Anzeiger von Saanen», 142. Jahrgang, Nr. 8 nachgelesen werden.
Röschi und seine Helfer steckten einen messerscharfen Lauf aus, was aber niemanden gross kümmerte, lässt doch unser Rennreglement individuelle Anpassungen in der Streckenwahl zu, solange die Start- und Ziellinie aus eigener Kraft überquert wird. (Details zum Rennreglement können im «Anzeiger von Saanen», 145. Jahrgang, Nr. 9 entnommen werden, das erkläre ich nicht noch einmal!)
Zwischenzeitlich trudelten immer mehr Athlet:innen und -draussen mit ihren Technikcrews und Fanclubs ein, die Festbänke im Zielgelände füllten sich und programmgerecht konnte das für die Startnummernausgabe und die Lutz-Qualitätsprüfung vorgesehene Zeitfenster eingehalten werden.
Brändi überraschte die Anwesenden mit der Erstveröffentlichung der neuen Clubhymne, welche er unter grösster Geheimhaltung mithilfe eines Komponisten, welcher anonym bleiben möchte, kreiert hatte. Dadurch wurde die Feststimmung dermassen aufgeheizt, dass unser Präsident Bruno die Ordnungskräfte rufen musste, welche sich aber zum Studium unseres Rennreglements zurückgezogen hatten und unauffindbar waren.
Nach einem halsbrecherischen Tanz zur Hymne begrüsste Bruno die zahlreich Erschienenen, insbesondere unsere Gäste aus dem Haslital und dem Kandertal. Die Einsprachen, Rekurse und Sammelklagen der vergangenen Rennen sitzen ihm offensichtlich noch immer tief in den Knochen, deshalb erklärte er noch einmal minutiös das Rennreglement, während die Anwesenden ihre Aktivitäten (Lutz, Schnupf, Nussgipfel, Skiservice, unterbrochene Gespräche usw.) unbeeindruckt wieder aufnahmen.
Der erste Lauf war geprägt von Sonnenschein und eher langsamen Pistenverhältnissen, sodass vereinzelt Tore ausgelassen werden mussten, um überhaupt in den Zielraum zu kommen. Leider war auch ein Ausfall nach einem unsanften Sturz zu verzeichnen – wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung! Die Kommentatoren Röschi und Brändi analysierten im Wechsel die Leistungen der Athlet:innen mit scharfem Blick und fundiertem Hintergrundwissen und die Zweierteams im Ziel zogen ihre Lehren aus dem ersten Lauf und legten sich bereits die Strategie für den zweiten zurecht.
Der zweite Lauf war durch die verschwundene Sonne deutlich schneller geworden und forderte den Rennfahrer:innen alles ab.
Da unser Club mit dem Abbau der Rennstrecke traditionellerweise wartet, bis die Letzten im Ziel sind, blieb noch genug Zeit zum «Chiesbrägel» vernichten, den Fan-Shop (speziell zu erwähnen der/die neue TCG-Flachmann:frau) zu besuchen und auf alles Mögliche anzustossen oder zu schnupfen.
Die Helfer:innen zeigten nach den vergangenen Jahren eine dermassen steile Lernkurve, dass die Aufräumarbeiten äusserst zügig vonstatten gingen und manch eine:r sich plötzlich ohne Glas in der Hand und ohne Bank unter dem Hintern wiederfand.
Dadurch konnte auch das Programm planmässig mit der Rangverkündigung und Siegerehrung auf der Terrasse des Hotels Wildhorn weitergehen. Bruno konnte seine Freude über den gelungenen Tag nur schwer im Zaum halten und er dankte allen Beteiligten. Damit endete der offizielle Teil des Renntags und es ging zum Ausklang ins Wildhorn zum Znacht, wo man den Tag nicht ohne die eine oder andere Übertreibung Revue passieren liess.
Mal sehen, obs die Hymne bis zum fünften Clubrennen in die Charts schafft…
TELEMARKCLUB GSTAAD/NICK HOYER
Bildergalerie, Hymne und Lyrics unter: https://telemarkgstaad.ch/der-club/media




