Am 19. März 2026 versammelten sich in der alten Reithalle in Thun die Mitglieder der CasAlp, Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP, zur 32. Generalversammlung. Zudem wurden 44 Sennerinnen und Sennen geehrt.
Wie die CasAlp in ihrer Medienmitteilung ...
Am 19. März 2026 versammelten sich in der alten Reithalle in Thun die Mitglieder der CasAlp, Sortenorganisation Berner Alp- und Hobelkäse AOP, zur 32. Generalversammlung. Zudem wurden 44 Sennerinnen und Sennen geehrt.
Wie die CasAlp in ihrer Medienmitteilung schreibt, blickte Präsident Marcel Rubin in seiner Ansprache auf einen insgesamt erfreulichen Alpsommer zurück. Gute Wetterbedingungen hätten für eine zufriedenstellende Wasserversorgung und reichlich Futter gesorgt, was sich auch in der erneut sehr hohen Käsequalität widerspiegelte. Diese sei das Resultat von grossem Fachwissen, Sorgfalt und täglichem Einsatz der Älplerinnen und Älpler.
Gleichzeitig habe der Präsident die Herausforderungen im Käsemarkt angesprochen. Veränderungen im Konsumverhalten und schwierige Marktbedingungen hätten im vergangenen Jahr zu weniger verkäster Milch geführt. Umso wichtiger sei es, den Wert der beiden AOP-Produkte zu stärken und auf faire Preise zu setzen. «Mit gezielten Vermarktungsmassnahmen und der stärkeren Nähe zu den Konsumentinnen und Konsumenten will CasAlp den Absatz langfristig sichern», heisst es in der Mitteilung.
Solide Finanzen trotz Einbruch der Mitgliederbeiträge
Die Jahresrechnung 2025, die mit einem Defizit von 5349,67 Franken abschloss, wurde einstimmig genehmigt, das Budget 2026 mit 99 Jastimmen und einer Enthaltung. Die Mitglieder- und Selbsthilfebeiträge bleiben unverändert.
Gezielte Vermarktung für ein Spitzenprodukt
Auch im vergangenen Jahr habe die CasAlp auf eine gezielte Vermarktung des Berner Alp- und Hobelkäses AOP gesetzt. Marisa Pfander, Leiterin Marketing & Kommunikation, habe aufgezeigt, mit welchen Massnahmen die Absatzförderung künftig weiter gestärkt werden soll. Dazu zählen unter anderem fürs Jahr 2026 Gastauftritte am Fête de la Tête de Moine in Bellelay sowie am Marché Concours in Saignelégier. Ein wichtiger Bestandteil bleibe zudem die Unterstützung der Direktvermarktung. Ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres sei die OHA-Sonderschau zum Thema «Mir burä» gewesen, die gemeinsam mit dem BEBV, der VSA und dem VAB organisiert und durchgeführt wurde. Auch die Alpkäsemeisterschaft in Saanen habe sich wiederum als gelungener Anlass erwiesen. Künftig plane die Sortenorganisation, die Alpkäsemeisterschaft an die OHA zu koppeln. «Dadurch sollen die Ziele der Absatzförderung und der Konsumentennähe in einem etablierten, mehrtägigen Format gebündelt werden», heisst es in der Mitteilung. So habe sich auch Gerhard Engemann, Geschäftsführer EXPO Thun, für die Zusammenarbeit und das Engagement ausgesprochen.
Auszeichnung für herausragende Sennerinnen und Sennen
Ein besonderer Moment der Generalversammlung sei die Ehrung von 44 Sennerinnen und Sennen für ihre herausragende Käsequalität gewesen. Wer in sechs Alpkäse-Taxationen mindestens 118 Punkte erreichte, erhielt eine Urkunde sowie eine Prämie – eine verdiente Anerkennung für Spitzenleistungen und ein Ansporn für die kommende Saison. Unter den Geehrten waren auch Sennerinnen und Senner aus dem Saanenland.
PD/MOA