Stimmungsvoller Start in die Adventszeit
06.12.2024 KulturAm letzten Samstag lud der Frauenchor Gstaad-Saanen zur Einstimmung in die bevorstehende Adventszeit ein. Mit gesanglicher Unterstützung vom Jungjodlerchörli Saanenland, dem Jodlerklub «Bärgfriede» und «Uelis Zithergruppe» aus dem Unterland, mit einheimischer Beteiligung, wurde es ein stimmiger Konzertabend.
Zum Eingangs-Zitherstück «Hört der Engel grosse Freud» «schwebte» der Frauenchor durch den Mittelgang ein und stellte sich, mit elektrischen Kerzen ausgerüstet, für das Lied «Advänt» auf. Dirigentin Rosmarie Aellen hat dieses Lied eigens für den Chor komponiert. Die Darbietung glückte wunschgemäss. Daraufhin erschallten die klaren Frauenstimmen zur «Hymne» von Friedrich Silcher. Die Präsidentin Yvonne Haldi führte souverän durch den Abend und kündigte die jeweiligen Titel an.
Nach einem Weihnachtslied auf den vier Zithern wurden vom Jungjodlerchörli erst die zwei Stücke «Bärgwanderig» von Ueli Moor und «S’isch Herbscht» von Jakob Ummel vorgetragen, gefolgt vom Jodlerklub «Bärgfriede» mit «Bärgandacht» von Reto Stadelmann und «Der Wägbegleiter» von Adrian Ettlin. Esther Yersin erzählte eine schöne Sterngeschichte und daraufhin tönten die Kinderstimmen der Jungjodler mit dem «Chilchlijutz» von Söpp Zihlmann und «Danke säge» von Tobias und Sepp Herger durch die Kirche. Die beiden Weihnachtsstücke «Fröhliche Weihnacht überall» und «Stille Nacht» auf den Zithern brachten sanfte und besinnliche Töne, der Jodlerklub folgte mit den beiden Jodelliedern «Zum Neue Jahr» von Walter Siegenthaler und «E Gruess i ds Tal» von Erwin Mani. Beim zweiten Auftritt trug der Frauenchor die Lieder «Verzage nicht» von S. Müller und die Deutsche Volksweise «O selige Nacht» vor.
Dank und Ehre
Bei den Verdankungen und Mitteilungen wurden die beiden Sängerinnen Heidi Reichenbach und Vreni Frautschi mit einem feinen Lebkuchen für ihr treues und fleissiges Singen während mehr als 50 Jahren überrascht. Seit 25 Jahren dirigiert Rosmarie Aellen den Frauenchor mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl. Mit herzlichen Gratulations- und Dankesworten wurde sie mit einem persönlichen Adventskalender überrascht. Jedes Chormitglied steuerte etwas bei, in der Hoffnung, dass sie ihnen noch lange als Dirigentin erhalten bleibt. Die Sängerinnen glauben an eine Zukunft, auch wenn es in einer musikalischen Landschaft, die vor allem von Jodelklängen dominiert wird, schwer ist, junge Sängerinnen zu gewinnen.
Der Frauenchor schloss das Konzert mit dem «Abschiedslied» von Manfred Bühler und einer Zugabe ab. Das Lied «Advänt» aus der Feder der Dirigentin ertönte noch besser als am Anfang – der ganze Chor wirkte entspannter.
Das Konzert war ein gelungener Start in die Adventszeit und hat mit seinen feinen, schönen und kraftvollen Tönen gelegentliche Hühnerhautmomente beschert.
RUTH AELLEN





