Snow-Battle mit starken Gladiatoren

  20.02.2018 Sport

Die zweite Ausgabe der Snow-Battle sorgte am Samstagabend für beste Unterhaltung beim Publikum. Vier Teams traten in spektakulären Disziplinen gegeneinander an und kämpften um die Trophäe dieses Wettkampfes, den die Skischule Saanen-Schönried veranstaltete.

JENNY STERCHI
Pünktlich zu Beginn der Snow-Battle hörte es auf zu regnen, was sowohl Zuschauer als auch Akteure freute. Während die Zusammensetzung des Organisationskomitees die gleiche war wie bei der Erstausgabe der Snow-Battle im letzten Jahr, kämpften die Teams in völlig neuen Disziplinen gegeneinander.

Bungee-Bowling und Schneeballschlacht
Umgeben von einem grossen, luftgefüllten Reifen, liessen sich die Gladiatoren als eine Art lebende Bowlingkugel von einem gespannten Bungee-Seil mit viel Schwung in eine Menge von Plastikfässern katapultieren. Je mehr Fässer zu Fall kamen, umso höher war die Anzahl erreichter Punkte.

Eine andere Herausforderung bestand für die Teams darin, einen Traktorpneu über Wellen und Mulden und durch eine Steilwandkurve zu transportieren. Für den Spassfaktor in dieser Disziplin sorgte jeweils das Teammitglied, das sich im Traktorpneu befand und anschliessend schwindlig eine Strecke laufen musste.

«Blinde Kuh» und «Schneeballschlacht» hiessen die beiden übrigen Disziplinen, die allesamt zur Vorrunde gehörten. So mussten die Gladiatoren mit verbundenen Augen und auf Tourenski den Hang hinaufsteigen und von dort einen Verkehrskegel herunterbringen. Was die Teilnehmer nicht wussten, beim Publikum aber für beste Unterhaltung sorgte: Es wurden kurzfristig Zusatzhindernisse in den Weg gestellt. Bei der Schneeballschlacht waren auch die Zuschauer gefordert. Sie hatten es in der Hand, ihrem Favoritenteam möglichst viele Schneebälle zuzuspielen. Die Wettkämpfer, ausgestattet mit Plastikeimern auf dem Rücken, versuchten, sie einzufangen. Je mehr Schneebälle im Sammelbecken landeten, umso grösser war die Chance auf viele Punkte.

Hoher Unterhaltungswert
Der Auf- und Umbau zwischen den Wettkämpfen verlief dank vieler Helfer speditiv und sehr professionell. «Wir konnten uns besser vorbereiten, weil wir die Vergleichsmöglichkeit vom letzten Jahr hatten», freute sich Mike Haldi, OK-Präsident, über die nur sehr kurzen Pausen zwischen den Disziplinen und den so gewonnenen Unterhaltungswert der Veranstaltung. Dazu trug sicher auch die Co-Moderation von Speaker Simon Kunz und Wettkampfleiter Thomas Wyssmüller bei. Wichtig für die gen in der Vorrunde auch Kondition bei den Gladiatoren. Der Parcours, in dem um die Platzierungen gekämpft wurde, hatte es in sich. Mit Curlingschuhen an den Füssen mussten Streckenabschnitte zu Fuss, auf dem E-Bike und auf dem Schlitten absolviert werden. «Das Training und der Übungsdurchlauf für die Teams am vergangenen Donnerstagabend haben sich bezahlt gemacht», resümierte Mike Haldi. Man habe so die Zeit unter Kontrolle gehabt, denn der Wettkampf sollte mit Rücksicht auf das eventuell frierende Publikum nicht zwei oder mehr Stunden dauern. Und so blieben die Zuschauer bis zum Ende der Snow-Battle, an der die Gladiatoren alles gaben.

Anders als bei der Premiere starteten heuer auch Teams, die nichts mit Skischule zu tun hatten. So stellten der Turnverein Saanen-Gstaad, der Skiklub Gstaad und der Après-Ski-Verein Zweisimmen jeweils ein vierköpfiges Team zusammen. Sieger der zweiten Snow-Battle war das Skiklub-Team mit Janic und Oliver Hofmann sowie Mathias Häfeli und Fabrice Thomann als Captain.

Helfer und Unterstützung von aussen
Lukas Eggenschwiler, OK-Mitglied und Leiter der rund 50 Skilehrer, die für diesen Anlass als Helfer unterwegs waren, hatte seine Equipe sehr gut organisiert und instruiert. Helfende Hände brauchte es an verschiedenen Orten. So war Pascal Reichenbach, ebenfalls OK-Mitglied und verantwortlich für den Aufund Abbau des Wettkampfgeländes, dankbar für Unterstützung. Stefan Binggeli, OK-Mitglied, war neben der Materialbeschaffung – er sorgte dank guter Kontakte für die E-Bikes – als «Mann für alles» im Einsatz. der Zuschauer musste gesichert sein. Ein mobiler Glühweinausschank – Helfer mit Glühwein im Rucksack – und ein Hornschlitten als Taxi für Verpflegung sorgten für komfortable Versorgung bei den Zuschauern. Dazu kam der Betrieb einer Grillstation. Iris Lüthi, OK-Mitglied und verantwortlich für die Verpflegung derer, die nicht bis in den «Kuhstall» kamen, hatte an alles gedacht.

Am Ende begeisterte der Wettkampf mit Showcharakter rund 350 Leute, die sich dafür am Fusse des Horneggli versammelt hatten. Der «Kuhstall» war nach den Wettkämpfen voll von Menschen, die den Abend bei Live-Musik und guter Stimmung ausklingen liessen. Und so sind die Aussichten auf eine dritte Ausgabe der Snow-Battle im nächsten Jahr sehr gut.

Weitere Fotos unter

https://tinyurl.com/ya5kfcn2


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote