Wetterfeste Biker und Helfer am Snow Bike Festival Gstaad
23.01.2018 SportVom 18. bis 21. Januar fand die vierte Austragung des Snow Bike Festivals statt. Der Event, welcher ursprünglich von Fredy Wälti (Fredy’s Bikewält) ins Saanenland gebracht wurde, ist perfekt organisiert. Das Snow Bike Festival wurde erneut durch die UCI (Union Cycliste Internationale) akkreditiert und sogar zum «Stage Race Class 1» aufgestuft. Dies lockte viele Medienschaffende und neben Profis auch viele internationale und nationale Biker an den Start ins Saanenland. Das Wetter stellte zusätzlich zu den ohnehin schon spannenden und kräfteraubenden Strecken eine weitere Herausforderung für alle Beteiligten.
OLIVER HERRMANN
Als eines von nur 13 Etappenrennen der Welt mit dieser UCI-Klassifizierung gingen Bilder und Berichte um den Globus. Am Start waren fast 20 verschiedene Nationen vertreten. Im durchwegs gut gelaunten Fahrerfeld musste man sich auf Englisch unterhalten – nicht selten stammten Fahrer/ innen aus Finnland, Belgien, Australien oder Südafrika. Hier in unserer einzigartigen Bergwelt kamen die Profis mit harten Duellen genau so auf ihre Rechnung wie die Amateure, welche sich mit ersteren vergleichen konnten oder die Abenteurer, welche sich die gewaltige Atmosphäre nicht entgehen lassen wollten.
Schweizer Siege im internationalen Fahrerfeld
An der Spitze entschied nach vier Renntagen Joris Ryf aus Täuffelen (BE) das Profirennen für sich. Bei den Frauen konnte Titelverteidigerin Kathrin Leumann aus Riehen (BS) aufs oberste Treppchen steigen. In der Amateurkategorie gewann David Zink aus den USA bei den Herren und Eva Carrer-Enz aus Hasle-Rüegsau (BE) bei den Damen. Auch waren mehrere Fahrer aus dem Saanenland unterwegs und konnten nebst den bekannten Winterwanderwegen und Trails für einmal die Ski- und Schlittelpisten unter die breiten Stollenräder nehmen. Die Ledigarage in der Feuterseoy stellte als einer der Hauptsponsoren in Zusammenarbeit mit Land Rover vier Startplätze für Einheimische zur Verfügung. Dominik Brand von der Ledigarage hatte grosse Freude am Event und dem Einsatz der Fahrer – er scheute keinen Aufwand, um selbst beim Verpflegungsposten isotonische Getränke zu verteilen oder mit seinem Team das Fahrerfeld an verschiedenen Punkten anzufeuern.
Zwischen dem Prolog der Amateure und der Profis konnten am Donnerstagnachmittag Schülerinnen und Schüler aus der Region auf einer verkürzten Strecke antreten. Die fröhlichen Gesichter liessen klar erkennen, dass biken auf Schnee ein grosser Spassfaktor ist. Wer kann, sollte dies selbst einmal ausprobieren!
Schwierige äussere Bedingungen
Das Wetter bot einige Herausforderungen für die Veranstalter, die Helfer und die Fahrer. So war der Schnee am Freitag soft und die Strecke musste teilweise angepasst werden – hier hat das Team um Eventmanager Maximilian Wussler schnell und gekonnt reagiert. Am Samstagmorgen konnten dann die Fahrer wieder auf einer perfekt präparierten Strecke gegen die Uhr fahren. Einige weniger Ambitionierte drehten am Lauenensee eine Extrarunde, da das Ambiente mit der tief verschneiten Winterlandschaft grandios war. In der Nacht auf Sonntag fiel leider Regen, welcher die Strecke erneut aufweichte. Doch Probleme sind zum Lösen da, und so konnten die Rennfahrer auf einer Ersatzstrecke noch einmal fest in die Pedale drücken. Der Regen schien flüssige Sonne zu sein und alle genossen trotz widriger Wetterbedingungen den letzten Renntag.
Auszug aus der Rangliste: im Overall Ranking Amateure: 8. Nicolas Reichenbach, 9. Oliver Herrmann, 18. Ruedi Kistler, 30. Stefan de Dycker, 65. (DNF) Martin Welten




