Action und Spektakel am Hublot Polo Gold Cup Gstaad

  21.08.2017 Sport

Das Team «Banque Eric Sturdza» gewann vergangenen Sonntag den 22. Hublot Polo Gold Cup Gstaad gegen das Team «Riva». «Gstaad Palace» sicherte sich im kleinen Final gegen «Hublot» den dritten Platz. Turnierdirektor Pierre E. Genecand resümierte: «Viel Sonne, viele Zuschauer, kein Unfall – besser gehts nicht!»

PATRIZIA MESSMER
Es begann verheissungsvoll – kein Wölkchen trübte den Start des 22. Hublot Polo Gold Cup Gstaad, der am Donnerstag mit zwei spektakulären Qualifikationsspielen eröffnet wurde. Die Bedingungen waren ideal, entsprechend schnell waren die Spiele. Am Schluss gingen die Teams «Banque Eric Sturdza» und «Gstaad Palace» als Sieger vom Platz. Doch das sollte noch nichts heissen, denn am Samstag folgten die Halbfinalspiele.

Die 121 Poloponies, welche die Spieler nach Saanen mitbrachten, hatten am Freitag spielfrei. Nur einige von ihnen waren im Einsatz am traditionellen Umzug durch die Promenade in Gstaad, der noch vor den Gewittern am Freitag vonstattengegangen war.

15 Jahre im Sport
Alle Hände voll zu tun hatten dafür die Grooms. Sie reisen zusammen mit den Spielern und deren Pferden, die mehrheitlich in Europa stationiert sind, von Poloturnier zu Poloturnier. Morgens um sechs sind sie in den Stallzelten und machen die Pferde bereit für das erste Training. Auf einem Pferd reitend und vier oder fünf weiter Pferde an der Hand, sorgen sie dafür, dass die Pferde genügend Kondition haben für die anstrengenden Spiele. Danach geht es zurück in den Stall, die Grooms füttern und putzen die Pferde und misten die Boxen. Am Nachmittag folgt dann ein weiteres Konditionstraining, ausser es gibt Spiele, erklärte der Groom RamÓn. Und danach werden die weiteren Stallarbeiten erledigt.

Die Pferde, die mehrheitlich in Argentinien gezüchtet sind, werden dreijährig angeritten und auf den Sport vorbereitet. «Dann bleiben sie bis 15 oder 16 Jahre im Polosport. Danach gehen sie in Rente, die Stuten gehen in die Zucht, und die Wallache werden von den Kindern geritten», so RamÓn. Wie die meisten Grooms stammt er aus Argentinien und betreut während der Saison die Pferde der Polospieler hier in Europa.

Hitzige Spiele am Samstag
Trotz einigem Regen in der Nacht auf Samstag konnten die Organisatoren am Wochenende den normalen Spielplan einhalten. Der Regen schien dem Rasen überraschenderweise nicht allzu sehr zugesetzt zu haben. Die Spieler jedenfalls liessen sich nichts anmerken – im Gegenteil, im ersten Halbfinal ging es zwischen «Hublot» und «Banque Eric Sturdza» ziemlich hitzig zu und her, so dass die Schiedsrichter gar zwei Verwarnungen aussprechen mussten. «Banque Eric Sturdza» dominierte das Spiel von Beginn weg und siegte schliesslich mit 11:6. Damit standen sie für den grossen Final am Sonntag fest.

Auch im zweiten Spiel zwischen «Gstaad Palace» und «Riva» wurden die Bälle hart umkämpft, doch das Spiel blieb während den ersten beiden Chukkers (Spielabschnitte) unentschieden. Erst durch die Goals von Captain Mohamed El Sewedy und Marcelo Pascual konnte sich «Riva», das zum ersten Mal am Hublot Polo Gold Cup dabei war, absetzen und siegte am Ende mit 7:5. Damit war klar, dass das Team «Banque Eric Sturdza» im grossen Final auf «Riva» treffen und «Hublot» im kleinen Final gegen «Gstaad Palace» um Rang 3 spielen wird.

«Banque Eric Sturdza» siegt in spektakulärem Final
Nach den spannenden Spielen am Donnerstag und Samstag waren die Erwartungen hoch für die Finalspiele am Sonntag. Im kleinen Final traten «Hublot» gegen «Gstaad Palace» an. Wie schon am Donnerstag ging der Sieg an das Team «Gstaad Palace», das damit den dritten Platz im Hublot Polo Gold Cup belegte.

Im grossen Final um die Trophäe ging es spektakulär zu und her. Harte Zweikämpfe und waghalsige Aktionen der Spieler forderten zwei Stürze des Argentiniers Marcos Riglos und des Brasilianers Joao Novaes, die jedoch unverletzt blieben und sofort zurück auf dem Pferd waren. Cedric Schweri, der Captain des Teams «Banque Eric Sturdza», wurde durch einen Ball am Ellbogen getroffen. Nach einer kurzen Unterbrechung war Schweri, der bereits viermal in Gstaad gespielt hatte, aber gleich wieder zurück auf der «cancha». Und der volle Einsatz lohnte sich für die Spieler vom Team «Banque Eric Sturdza», sie gewannen nämlich 8:5 gegen «Riva» und holten sich die grosse Hublot-Trophäe.

«Besser gehts nicht»
Den Zuschauern wurde neben spannendem Polosport feine Verpflegung vom Gstaad Palace geboten. Für die Kleinsten durfte natürlich auch das Kinderparadies nicht fehlen, das mit Streichelzoo, Kletterwand, Schminkecke und einem Popcorn- und Zuckerwattestand für einiges an Unterhaltung sorgte.

Turnierdirektor Pierre E. Genecand war rundum zufrieden mit der 22. Ausgabe des Hublot Polo Gold Cup Gstaad: «Viel Sonne, viele Zuschauer, kein Unfall und ein Top-Final – besser gehts nicht!»

 


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