«Hopp Schwyz»: Die Chancen für zwei Damenteams auf die Achtelfinals sind intakt

  08.07.2016 Sport

SPORT Die zwei Schweizer Damenteams Hüberli/Betschart und Forrer/VergéDépré konnten ihre letzten Gruppenspiele gewinnen und bewahren sich so die Chance für den Einzug in die Achtelfinals.

JENNY STERCHI
Bei sommerlichen Temperaturen haben die Schweizer Damen am Mittwoch ins Turnier gefunden. Während sie am Morgen ihre Spiele verloren hatten, starteten Hüberli/Betschart die Sieges-Serie der Schweizer Damen am Mittwochnachmittag. Die beiden Athletinnen, die erst seit dieser Saison zusammen im Sand stehen, zeigten ein gut abgestimmtes Spiel. Sie besiegten die Brasilianerinnen Elize Maia/Duda in zwei Sätzen. Sie schenkten einander nichts und so brauchten die jungen Schweizerinnen ganze 31 Punkte, um den zweiten Satz für sich zu entscheiden.

Aussichten der Schweizer Damen Die Stimmung in der Beacharena war dank zahlreicher Zuschauer sehr gut. Das bemerkten sogar die Athletinnen und Nina Betschart sagte im anschliessenden Interview, dass das Turnier in Gstaad das einzige sei, bei dem schon am Mittwoch tolle Stimmung auf der Tribüne herrsche und sie diese Unterstützung dankend entgegengenommen hätten. Ein schöneres Kompliment kann man dem Publikum und dem gesamten Turnier nicht machen.
Das Duo Zumkehr/Heidrich nahm die Stimmung auf den Zuschauerrängen mit in sein Spiel gegen die Griechinnen Arvaniti/Karagkouni und gewann schliesslich nach drei Sätzen.
Die Schweizer Sieges-Serie schlossen Forrer/Vergé-Dépré mit dem letzten Match des Tages ab. Sie bezwangen die Kanadierinnen Gordon/Wilkerson ebenfalls in drei Sätzen.
Die jeweils Erstplatzierten kommen direkt ins Achtelfinale. Die Zweit- und Drittplatzierten spielen heute Vormittag in der «Round of 24» um den Einzug ins Achtelfinale. Der Freitagnachmittag fordert die Athletinnen mit der Austragung des Achtel- und des Viertelfinals.
Mit drei verlorenen Pool-Matches haben sich die Schweizerinnen Eiholzer/Gerson bereits gestern aus dem Turnier verabschiedet. Auch das Duo Zumkehr/Heidrich landete mit zwei von drei verlorenen Gruppenspielen auf Rang 4 in seiner Gruppe. Es verlor gestern Nachmittag gegen die Deutschen Borger/Büthe in zwei Sätzen und kann somit in das weitere Turniergeschehen nicht mehr eingreifen.
Mit dem Sieg am Donnerstagnachmittag über das deutsche Team Mersmann/Schneider in drei Sätzen haben sich Hüberli/Betschart eine Runde weitergearbeitet und greifen morgen nach einem Startplatz im Achtelfinal. Sie sind das erste und hoffentlich nicht einzige Schweizer Beachvolleyball-Team in der Endrunde des Turniers. Forrer/VergéDépré mussten den Match gegen das Top-Team Pavan/Bansley gewinnen, um sich die Tür zu den Achtelfinals noch offen zu halten. Und das machten die beiden Damen aus der Schweiz. Nachdem sie im zweiten Satz ins Spiel gefunden hatten, entschieden sie den dritten Satz für sich. Nach Abschluss der Main Draw Matches (Spiele des Haupttableaus) sind sie Gruppenzweite.

Was machen die Schweizer Herren? Während die Damen ihre Gruppenspiele gestern abschlossen, kämpfen heute die Herren noch um den direkten Einzug ins Achtelfinale.
Leider ging für das Duo Krattiger/ Kissling das erste Gruppenspiel gegen die favorisierten Brasilianer Alison/ Bruno Schmidt gestern verloren. Im zweiten Spiel trafen sie auf das italienische Top-Team Ranghieri/Carambula, das erst nach Redaktionsschluss stattfand.
Auch der Auftakt des Duos Beeler/ Strasser misslang und es musste sich in zwei Sätzen dem amerikanischen Brüder-Team Taylor und Trevor Crabb in zwei Sätzen geschlagen geben. Im zweiten Gruppenspiel standen die beiden Schweizer gestern Abend dem Überraschungsteam Hordvik/Usken aus Norwegen gegenüber. Diese beiden Herren aus Skandinavien überraschten wahrhaftig, nachdem sie an den Country Quotas verloren hatten, sich jedoch als «Lucky Looser» in der Qualifikationsrunde einen Startplatz im Hauptfeld erkämpfen konnten.
Das dritte Herrenteam der Schweiz, Philip Gabathuler und Mirco Gerson, spielte in seinem ersten Gruppenspiel gestern gegen die Herren Smedins/Samoilovs aus Lettland. Es musste sich in zwei Sätzen geschlagen geben. Und auch im zweiten Match waren die Schweizer gefordert, standen sie doch den Brasilianern Pedro Solberg/ Evandro gegenüber.
Für den 33-jährigen Philip Gabathuler wird es der letzte Einsatz in Gstaad sein. Er verkündete seinen Rücktritt vom Profisport ganz bewusst in Gstaad, denn er habe 2003 sein erstes internationales Turnier in Gstaad gespielt und so schliesse sich der Kreis. Er tritt zum 13. Mal in Gstaad an und spricht vom Gstaad Major als speziellstem Turnier für ihn. Nach der verpassten OlympiaQualifikation und ersten Ermüdungserscheinungen seines Körpers habe er sich für den Rückzug aus dem Spitzensport nach Ende dieser Saison entschieden. Mit wem sein langjähriger Partner Mirco Gerson in Zukunft zusammenspielt, sei noch offen.

Titelverteidiger werden ihrer Favoritenrolle gerecht
Bei den Damen führen die letztjährigen Siegerinnen Larissa/Talita aus Brasilien ihre Gruppe klar an. Aber auch die beiden deutschen Paare Ludwig/Walkenhorst und Laboureur/Sude, die bisher eine fantastische Saison spielten, liegen auf Rang 1 und 2 ihrer Gruppe. Nicht zu unterschätzen sind die finnischen Damen Lahti/Lehtonen, die vor dem kanadischen Top-Team Pavan/ Bansley in der Gruppenwertung liegen.
Die brasilianischen Herren Alison/ Bruno Schmidt sind mit dem Sieg ihres ersten Gruppenspiels auf bestem Weg in Richtung Endrunden des Turniers. Das amerikanische Team Lucena/Dalhausser gewann ebenfalls erwartungsgemäss das erste Gruppenspiel.
Mit Wetteraussichten, die für das Wochenende hochsommerliche Temperaturen versprechen, steht einem heissen und spannenden Turnierfinale nichts im Weg.


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