Ab 1. Oktober: Ivo Paroni wird neuer Geschäftsführer
12.09.2023 InterviewIvo Paroni spricht im Interview über seine Motivation, den neuen Job in Angriff zu nehmen. Und Verwaltungsratsmitglied Eric Werren erzählt, wieso er Paroni für diese Position vorgeschlagen hat.
INTERVIEW: JOCELYNE PAGE
Ivo Paroni, ab dem 1. Oktober sind Sie offiziell Geschäftsführer der Wasserngrat 2000 AG. Wie kam es dazu?
Ivo Paroni: Ich wurde von Eric Werren angefragt, und ehrlich gesagt, das wäre mir nie selbst in den Sinn gekommen, es kam ziemlich überraschend. Ich denke, sie haben mich gefragt, weil ich einer bin, der schlecht Nein sagen kann (lacht). Ich bin eigentlich ein absoluter Quereinsteiger. Ursprünglich habe ich Koch gelernt, dann war ich 18 Jahre lang im Baugewerbe tätig. Vor fünf Jahren habe ich eine Wanderleiterausbildung gemacht und im Winter arbeite ich in der Skischule Gstaad als Platzwart beim Skischulplatz Wispile. Ich bin im Rüebeldorf aufgewachsen und bin daher eher ein Eggli-Kind. Jetzt bin ich 47 Jahre alt und dachte mir, warum nicht noch mal etwas Neues ausprobieren? Manchmal muss man einfach Chancen ergreifen und schauen, wohin sie führen. Hier sind wir jetzt, und ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.
Welche Herausforderungen erwarten Sie in Ihrer neuen Position?
Ivo Paroni: Eine grosse Herausforderung wird sicherlich sein, genügend Personal zu finden. Wir beschäftigen Personen, die oft auch abends im Einsatz sein werden, besonders während Events. Und wir haben auch verschiedene Projekte wie die Erweiterung der Beschneiung und eine neue Piste (wir haben berichtet).
Was hat Sie dazu motiviert, diese Aufgabe anzunehmen?
Ivo Paroni: Es ist eine völlig neue Herausforderung, die sehr spannend ist. Ich werde viel Neues lernen müssen. Ausserdem finde ich es faszinierend, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich habe das Gefühl, dass hier am Wasserngrat ein riesiges Potenzial schlummert, welches wir nach und nach zum Vorschein bringen können. Wir werden sehen, was machbar ist und wie sich die Dinge entwickeln. In meiner Position werde ich auch mit verschiedenen Interessengruppen zu tun haben, beispielsweise mit Mitgliedern des Eagle Clubs, Chaletbesitzenden, Bauern, Einheimischen und so weiter. Durch meine Tätigkeit als Wanderleiter hatte ich bereits Kontakt zu den Leuten vom Eagle Club und auf diese Zusammenarbeit freue ich mich. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im Baugewerbe kenne ich auch das einheimische Gewerbe und die Landwirte.
Eric Werren, Sie haben Ivo Paroni als Nachfolger von Hans-Ruedi Steiner vorgeschlagen. Was waren Ihre Beweggründe?
Eric Werren: Die Hauptmotivation bestand darin, jemanden zu finden, der mit der Region vertraut ist. Als zweite Priorität war es wichtig, jemanden im richtigen Alter zu haben, der eher langfristig und mit Ehrgeiz dabei ist. Ich kenne Ivo schon seit geraumer Zeit und ich bin überzeugt, dass seine Art die richtige ist, die wir benötigen. Er kennt die Leute und weiss, wohin er sich wenden muss, wenn er etwas benötigt. Seine Art ist direkt, offen und ehrlich. Auch wenn er als Geschäftsführer vielleicht noch nicht so viel Erfahrung hat, stehe ich ihm mit meinem Erfahrungsschatz unterstützend zur Seite. Genau aus diesem Grund denke ich, dass seine offene und zielstrebige Natur perfekt zu diesem Job passt. Er verkörpert einen authentischen Saaner, der versteht, dass es eine Vielfalt an Perspektiven braucht, von Einheimischen über Bauern bis hin zu Zweitheimischen.

