Abstimmungsempfehlungen des Parteivorstands der SVP Saanen
27.02.2026 PolitikAn seiner ersten Sitzung 2026 diskutierte der Vorstand der SVP Saanen die nicht ganz unumstrittenen Abstimmungsvorlagen vom 8. März 2026.
Die eidgenössischen Parlamentarier sprechen sich gegen die Bargeldinitiative aus, da sie ungeeignete Formulierungen ...
An seiner ersten Sitzung 2026 diskutierte der Vorstand der SVP Saanen die nicht ganz unumstrittenen Abstimmungsvorlagen vom 8. März 2026.
Die eidgenössischen Parlamentarier sprechen sich gegen die Bargeldinitiative aus, da sie ungeeignete Formulierungen verwendet. Obwohl ein Gegenvorschlag zur Abstimmung kommt, sprachen sich alle Anwesenden für die Initiative aus, wie die Ortspartei in einer Medienmitteilung schreibt. Sie befürworteten auch den Gegenentwurf von Bundesrat und Parlament. Bei der Stichfrage obsiegte die Initiative gegenüber dem Gegenvorschlag.
Mehr zu diskutieren habe die SRG-Initiative gegeben. Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab und setzen auf das bereits beschlossene Gegenprojekt des Bundesrates. Da es nicht klar sei, wie die Sparpläne bei der SRG aussehen werden, falls ihr die Mittel zur Hälfte gekürzt werden, seien die Voten kontrovers ausgefallen. Entgegen der Meinung der kantonalen SVP-Delegierten beschlossen die Anwesenden Stimmfreigabe.
Die Klimafondsinitiative möchte gezielte Investitionen in erneuerbare Energien, Gebäudesanierungen und klimafreundliche Technologien ermöglichen. Die Initiative setzt einseitig auf Subventionen und würde den Bundeshaushalt stark belasten. Bereits jetzt stehen dem Bund jährlich 2 Mia. Franken für den Klimaschutz zur Verfügung. Der Vorstand schloss sich der Empfehlung von Bundesrat und Parlament sowie der Kantonalpartei an und lehnte diese einstimmig ab.
Das Gesetz über die Individualbesteuerung soll dafür sorgen, dass Verheiratete und Unverheiratete steuerlich gleichbehandelt werden. Anstatt, dass es die finanzielle Unabhängigkeit von Eheleuten stärke, schaffe es neue Ungleichheiten. Ehepaare mit nur einem Einkommen würden stärker belastet, Doppelverdienerpaare würden profitieren. Die Sitzungsteilnehmenden hinterfragten auch den enorm grösseren Verwaltungsaufwand und lehnten das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung grossmehrheitlich ab.
«Mit einer regen Stimmbeteiligung am bevorstehenden Abstimmungssonntag und an den kantonalen Wahlen Ende März können wir unserer Region in der Politik Gehör verschaffen», schreibt die SVP Saanen. «Machen wir doch Gebrauch von diesem Privileg und gehen an die Urne!» Mit diesem Wunsch und zugleich Auftrag schloss der Präsident Mario Hählen den Abend.
PD SVP SAANEN/AMO
