Die Helikoptergesellschaft Air-Glaciers SA hat im Jahr 2025 ihren Umsatz gesteigert und ihre Flugaktivitäten ausgebaut. Das Unternehmen spricht trotz steigender Kosten und starkem Konkurrenzdruck von einer stabilen finanziellen Situation.
Die Helikoptergesellschaft ...
Die Helikoptergesellschaft Air-Glaciers SA hat im Jahr 2025 ihren Umsatz gesteigert und ihre Flugaktivitäten ausgebaut. Das Unternehmen spricht trotz steigender Kosten und starkem Konkurrenzdruck von einer stabilen finanziellen Situation.
Die Helikoptergesellschaft Air-Glaciers SA hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz um 5,6 Prozent gesteigert. Das Unternehmen mit Sitz in Sitten und unter anderem einer Helikopterbasis auf dem Flugplatz Saanen blickt damit im Jahr seines 60-jährigen Bestehens auf weiteres Wachstum zurück. Gleichzeitig blieb das Ebitda mit über drei Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres.
Vier Prozent mehr Rettungseinsätze
Besonders zugenommen haben laut Medienmitteilung die Flugaktivitäten. Die Zahl der Flugstunden stieg laut Unternehmen um 5,19 Prozent auf 7523 Stunden. Auch die Zahl der Rettungseinsätze nahm zu. Insgesamt führte Air-Glaciers 3169 Helikopter-Rettungseinsätze durch. Das entspricht einem Plus von 4,14 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 3043 Einsätzen. Deutlich gewachsen ist zudem der Bereich Filmproduktionen.
Hier verzeichnete das Unternehmen laut Mitteilung einen Anstieg von 154 Prozent. Air-Glaciers war unter anderem am Flying-Theatre-Projekt des geplanten Cailler-Schokoladenparks in Broc beteiligt und arbeitete mit internationalen Marken wie Red Bull zusammen.
Flotte wurde modernisiert
Im vergangenen Jahr investierte Air-Glaciers zudem in die Modernisierung der Flotte. Neu in Betrieb genommen wurde ein zusätzlicher Rettungshelikopter vom Typ EC135 T3. Damit verfügt das Unternehmen nun über vier zweimotorige Maschinen. Im August 2025 kam ausserdem ein neuer H125-Helikopter hinzu, der für kommerzielle Einsätze genutzt wird.
Stark entwickelt hat sich laut Mitteilung auch das Training Center von Air-Glaciers. Nach einer Umstrukturierung im Jahr 2024 stieg der Umsatz im Ausbildungsbereich um fast 50 Prozent. Das Zentrum bietet Kurse für Fachpersonen und die breite Öffentlichkeit an.
Finanzielle Talsohle nach 2020 scheint überwunden
Air-Glaciers verweist zudem auf die Entwicklung seit 2020. Damals befand sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in finanziellen Schwierigkeiten. Unter der Leitung von CEO Bernard Vogel seien seither verschiedene Restrukturierungs- und Rationalisierungsmassnahmen umgesetzt worden. Diese hätten zur Stabilisierung des Unternehmens beigetragen. «Heute erfüllt es mich mit grossem Stolz, dass Air-Glaciers das 60-jährige Bestehen mit solidem Wachstum und einem stabilen Ebitda feiert», wird Vogel in der Mitteilung zitiert. Sicherheit müsse weiterhin bei jedem Einsatz im Zentrum stehen. Gleichzeitig wolle das Unternehmen weiter in Innovationen investieren und den Rettungs- sowie Transportdienst ausbauen.
PD/JOP