Alles hat ein Ende
27.02.2026 RegionZwar nicht mit schwarzer Krawatte, aber doch etwas bedrückt trafen wir uns wie gewohnt im «Del Gusto» zur Hauptversammlung des Saanervereins am 18. Februar. Grund war Traktandum 7: Zukunft des Vereins/Auflösung.
Präsident Heini Welten ...
Zwar nicht mit schwarzer Krawatte, aber doch etwas bedrückt trafen wir uns wie gewohnt im «Del Gusto» zur Hauptversammlung des Saanervereins am 18. Februar. Grund war Traktandum 7: Zukunft des Vereins/Auflösung.
Präsident Heini Welten begrüsste die 20 Anwesenden, nannte die sechs Entschuldigten unseres geschrumpften Bestandes von 34 Verbliebenen. Das sah 2007 ganz anders aus. Auf meiner Namensliste zähle ich 106.
Das Protokoll 2025 wurde genehmigt. Im Jahresbericht 2025 waren die letzten Anlässe wie Hauptversammlung, Brätlen im Buchsiwald und Familienabend mit Lotto erwähnt. Ferner gab es sieben Austritte zu verzeichnen. Zu Ehren der verstorbenen Heidi Hans und Sigi Amstutz erhoben wir uns. Seit Corona unternimmt der Verein keine Besichtigungsreisen mehr wie früher. Erinnern wir uns an den Besuch der Glockengiesserei Uetendorf, bei Zweifel Chips, des «Lac Souterrain» St. Leonard, der Schokoladenfabrik Camille Bloch, bei der Migros Schönbühl, des Charly-Chaplin-Museums und andere.
Auch Referenten wie Pfarrer Robert Schneiter, Bergführer Armin Oehrli, Verleger Frank Müller, Vreni Müllener zum «Bärgsummer», Ruth Annen zum Funi, Dr. Walter Raaflaub, Hanspeter Grundisch zu seiner Reise nach Jerusalem, der frühere Dorfpolizist Urs Bach und andere haben uns früher unterhalten.
Margrit Monnier erläuterte die Jahresrechnung mit einem Vermögen von über 2000 Franken. Ihre Arbeit wurde mit grossem Applaus verdankt.
Jetzt zum Traktandum 7. Der Präsident erläuterte die Gründe, die den Vorstand dazu brachten, den seit Jahrzehnten bestehenden Verein einerseits aufgrund Mitgliederschwunds und andererseits fehlenden Personen, die das Amt des Präsidenten und Vorstands übernehmen wollen, aufzulösen. Begreiflich, sind wir doch alle nicht nur ältere, sondern schon alte Semester. Einstimmig wurde die Auflösung des Vereins beschlossen. Alles hat ein Ende. Noch werden wir uns ein letztes Mal alle am Brätliabend im Buchsiwald an Housis Grill versammeln. Was passiert mit dem Vermögen? Margrits Kommentar: «Gäbet doch dä Chlotz us.» Falls noch ein Saldo übrig bleibt, wird er an die Stiftung Alpenruhe Saanen überwiesen werden.
Auf einem vergilbten Informationsblatt des Vereins finde ich unter «Weshalb entstand der Saanerverein Bern und Thun»: «Vor Jahrzehnten wanderten die Saaner oftmals aus ihrem schönen Heimatland aus, weil sie dort keine Beschäftigung fanden. Dieser Auswanderungsgrund trifft teilweise noch heute zu. Im Gegensatz zu heute hatten die damaligen Auswanderer aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit, nach Belieben das Saanenland und ihre Freunde zu besuchen. Um trotzdem den Kontakt nicht ganz zu verlieren, wurde in den Dreissigerjahren der Saanerverein Bern gegründet.» Im Nachtrag noch:«Übrigens ergeben sich aus freundschaftlichen Kontakten oft geschäftliche Kontakte»…
Zum besseren Verdauen des doch traurigen Auflösungsbeschlusses wurden noch «Züpfe und Hobelchees» aus der Molkerei Gstaad spendiert. So gab es doch noch ein gutes Ende.
SAANERVEREIN BERN/WILLY U. LOOSLI
Langjährige Vorstandsmitglieder des Saanervereins Bern: Spiri Bach (54 Jahre im Amt), Bernhard Mösching (50), Madeleine Krebs (50), Paul Schopfer (35), Peter Flückiger (50), Greta Kübli (45), Margrit Monnier (über 60), Doris und Roland Monti (4), Godi Aegerter (35).


