Mit einem zweiten Wettkampftag und trotz nicht ganz einfachen Bedingungen feierte der Banked Slalom im Chalberhöni vom 13. bis 15. März sein 10-Jahr-Jubiläum – in der familiären Atmosphäre, die das Rennen seit jeher auszeichnet.
MARIE-LINE ...
Mit einem zweiten Wettkampftag und trotz nicht ganz einfachen Bedingungen feierte der Banked Slalom im Chalberhöni vom 13. bis 15. März sein 10-Jahr-Jubiläum – in der familiären Atmosphäre, die das Rennen seit jeher auszeichnet.
MARIE-LINE MICHEL
«Nicht einfach…» Dieser Satz war am Samstag im Chalberhöni etliche Male zu hören. Einige Teilnehmende starteten gar nicht erst oder reisten sofort nach den beiden Durchgängen des Banked Slaloms wieder ab. Eine schwierige Unterlage und schlechte Sicht erschwerten den Run deutlich. «Normalerweise ist der zweite Run der schnellere, denn dann sind die Banks so richtig ausgefahren», erklärt Hauptorganisator Guido van Meel. «Dieses Jahr war es eher umgekehrt. Gerade in den flacheren Teilen nahm der Neuschnee viel Tempo raus.» Damit am Samstag alles bereit war für den Wettkampf, wurde bereits seit Mittwoch fleissig gebaut. «Am Freitag waren wir bis zu zwölf Leute, die mitgeholfen haben.» Alle arbeiten freiwillig und mit viel Herzblut.
Style zum Jubiläum
Zum Glück wurde das 10-Jahr-Jubiläum mit einem zweiten Wettkampftag gefeiert. Bei deutlich besserem Wetter zählte am Sonntag nicht mehr nur die Geschwindigkeit, sondern vor allem auch der Style. Der Slalom wurde durch Sprünge ergänzt, bei denen zusätzliche Punkte geholt werden konnten. Pünktlich zur Geburtstagsparty war der Run dann perfekt und bereitete sowohl den Teilnehmer:innen als auch dem Publikum viel Freude.
Spass steht im Vordergrund
Auch nach zehn Jahren ist Initiator Guido van Meel immer noch überzeugt von diesem Format: «Das Potenzial von Banked Slalom ist gross, denn es können auch nicht so wettkampforientierte Menschen teilnehmen, oder solche, die sich nicht klar auf eine Disziplin im Snowboarden festgelegt haben. Banked Slalom ist ein echter Breitensport, bei dem der Spass im Vordergrund steht.»
Die Spannbreite der Teilnehmenden war entsprechend gross; sie reichte von Jung bis Alt, von ehrgeizigen Punktesammler:innen bis zu Plauschfahrenden. Die Teilnehmenden kamen grösstenteils aus der Region und dem Kanton Bern. «Es kam auch schon vor, dass Teilnehmer:innen von ausserhalb der Schweiz anreisten», erinnert sich van Meel. So entstand auf und neben der Rennstrecke eine familiäre Atmosphäre, die auch beim Zmittag in der Waldmatte deutlich spürbar war.
Auf die nächsten zehn Jahre!
Der Peak des Banked-Slalom-Revivals sei ein bisschen vorbei, meint van Meel… Doch vielleicht hilft der Erfolg von Fabrice von Grünigen an den Paralympics, um der Sportart wieder ein wenig Schwung zu verleihen. «Wir werden das Rennen auch nächstes Jahr wieder durchführen. Ob mit oder ohne Style-Slalom, schauen wir dann», so van Meel.
BANKED SLALOM
Banked Slalom ist die älteste Wettkampfdisziplin beim Snowboarden überhaupt. Auf einem Kurs aus steilen Kurven und Bodenwellen geht es darum, möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Linienwahl, Speed und Technik spielen dabei eine grosse Rolle. Eine der Besonderheiten: Die Rennstrecke wird aus weichem Schnee gebaut. Erst durch das Fahren und das stetige Nachschaufeln formen sich Rillen und Steilwandkurven, die sogenannten «Banks».
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