Der Snowboardcross-Fahrer Fabrice von Grünigen hat sich seinen Traum erfüllt: Er wurde selektioniert für die Paralympics Milano Cortina 2026. Der junge Saaner war von klein auf Wintersportler. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für das ...
«Als Sportler meine beste Leistung zeigen zu können, bedeutet mir viel»
19.02.2026 SportDer Snowboardcross-Fahrer Fabrice von Grünigen hat sich seinen Traum erfüllt: Er wurde selektioniert für die Paralympics Milano Cortina 2026. Der junge Saaner war von klein auf Wintersportler. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Snowboardfahren. Zuerst war er als Hobbysportler unterwegs, heute gehört er zum Para-Snowboard-Nationalteam.
PAULA H. MITTAG
Es war ein grosses Ziel von Ihnen bei den Paralympics teilzunehmen und Sie haben es letztendlich geschafft. Wie fühlen Sie sich?
Es wurde mit der Zeit immer mehr zu einem konkreten Ziel. Es ist sehr schön, dass ich es geschafft habe. Trainieren zu dürfen und als Sportler hoffentlich meine beste Leistung zeigen zu können, bedeutet mir viel. Es ist ein gutes Gefühl, dabei zu sein, etwas ganz Spezielles.
Wie haben Sie sich vorbereitet?
Olympia, beziehungsweise die Paralympics, sind natürlich immer etwas Besonderes. Weil es um so viel geht, sind alle etwas nervös, auch die Leute im Hintergrund. Aber schlussendlich denke ich, dass wir uns gut vorbereitet haben. Wir haben intensiv im Sommer trainiert und waren früh auf der Piste.
Wer hat Sie am meisten unterstützt?
Ich denke, das Team – und vor allem der Trainer – spielen eine grosse Rolle. Ohne ihn gäbe es das Team in dieser Form gar nicht und auch nicht das Training, wie wir es machen. Er bringt viel Energie mit und hat grosse Mühen auf sich genommen, damit wir optimal vorbereitet sind. Für die mentale Unterstützung neben dem Sport ist meine Freundin sehr wichtig für mich.
Wie gehen Sie mit Ihrer Nervosität um?
Natürlich gehört eine gewisse Nervosität dazu. Momentan bin ich noch nicht nervös, aber das wird vor Ort sicher kommen. Ich versuche, die Nervosität positiv zu nutzen und suche nach Wegen, um mich etwas herunterzufahren. Ich denke auch, dass Nervosität bis zu einem gewissen Grad sehr gut sein kann – sie kann mich pushen. Ich versuche, immer besser darin zu werden, mit ihr umzugehen. Atemübungen und Selbstgespräche helfen mir dabei. Diese Techniken wende ich bewusst schon vor dem Renntag an, damit ich am Wettkampftag bereit bin.
Wen sehen Sie als stärkste Konkurrenz?
Momentan ist es in meiner Kategorie der Italiener Manuel Perratone. Er ist derjenige, den es zu schlagen gilt. Er ist früher auch bei den Nichtbehinderten mitgefahren und bringt deshalb sehr viel Vorwissen und Erfahrung mit Dinge, die mir vielleicht noch ein bisschen fehlen. Für mich ist es spannend, so jemanden als Konkurrenten zu haben, der extrem stark ist und so viel Erfahrung mitbringt. Es ist schön, sich mit den Besten der Welt zu messen.
Haben Sie mittlerweile Sponsoren, oder werden Sie weiterhin einen Teilzeitjob als Mechaniker ausführen?
Momentan kann ich das noch nicht sagen. Ich habe Unterstützer, wofür ich sehr dankbar bin – ohne sie würde es gar nicht funktionieren. Leider reicht es derzeit noch nicht aus, um voll auf den Sport setzen zu können. Deshalb werde ich im Sommer voraussichtlich wieder einen Nebenjob annehmen.



