Die Schweizer Bergbahnen ziehen eine positive Bilanz der Sommersaison. Besonders stark entwickelte sich das Berner Oberland: Hier nahmen die Gästezahlen schweizweit am deutlichsten zu.
Nach einer starken Sommersaison ziehen die Schweizer Bergbahnen auch bis Ende ...
Die Schweizer Bergbahnen ziehen eine positive Bilanz der Sommersaison. Besonders stark entwickelte sich das Berner Oberland: Hier nahmen die Gästezahlen schweizweit am deutlichsten zu.
Nach einer starken Sommersaison ziehen die Schweizer Bergbahnen auch bis Ende September eine positive Bilanz. Wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz mitteilt, wurden von Saisonbeginn im Mai bis Ende September schweizweit zehn Prozent mehr Ersteintritte gezählt als im Vorjahr.
Besonders deutlich fällt der Zuwachs im Berner Oberland aus. Mit 22 Prozent mehr Ersteintritten gegenüber dem Vorjahr weist die Region schweizweit den stärksten Anstieg auf. Dahinter folgen Graubünden mit 13 Prozent sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen mit zehn Prozent.
Noch klarer zeigt sich die Entwicklung im längerfristigen Vergleich. Schweizweit liegen die Ersteintritte 28 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Berner Oberland beträgt das Plus sogar 59 Prozent – ebenfalls der höchste Wert aller erfassten Regionen.
Die Zahlen bestätigen laut Seilbahnen Schweiz zugleich einen längerfristigen Trend: Das Sommergeschäft gewinnt für viele Bergbahnunternehmen zunehmend an Bedeutung.
Unterschiede zeigen sich auch je nach Höhenlage. Den grössten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Bergbahnen zwischen 1000 und 2000 Metern über Meer mit einem Plus von 15 Prozent. Anlagen unter 1000 Metern kamen auf ein Plus von drei Prozent, hochalpine Anlagen über 2000 Metern auf zwei Prozent.
Als einen Grund für die positive Entwicklung nennt der Branchenverband das Wetter. Auf einen aussergewöhnlich heissen und trockenen Sommer folgte ein freundlicher und stabiler September. Die guten Bedingungen für Wanderungen, Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten in den Bergen hätten sich positiv auf die Nachfrage ausgewirkt. Die längerfristige Entwicklung lasse sich laut Seilbahnen Schweiz jedoch nicht allein mit dem Wetter erklären. Dazu hätten auch kontinuierliche Investitionen in Freizeit-, Erlebnis-, Wander- und Bikeangebote beigetragen.
PD/MAV