Die touristischen Auswirkungen der Coronamassnahmen, die im beschaulichen Lauenen punktuell zu Overtourism führte, hat die Gemeinde nicht nur nachhaltig geprägt, sondern auch ermutigt, neue Wege zu gehen. «Auf der Suche nach sanften Angeboten sind wir auf die Initiative ...
Die touristischen Auswirkungen der Coronamassnahmen, die im beschaulichen Lauenen punktuell zu Overtourism führte, hat die Gemeinde nicht nur nachhaltig geprägt, sondern auch ermutigt, neue Wege zu gehen. «Auf der Suche nach sanften Angeboten sind wir auf die Initiative Bergsteigerdörfer gestossen», sagt Lauenens Gemeindepräsidentin Ruth Oehrli auf Anfrage. Laut der Website des SAC zeichnet die Initiative kleine, ruhige Orte aus, die sich dem naturnahen Tourismus verschrieben haben. In Lauenen habe man sich mit der Initiative auseinandergesetzt und deren Kriterien – Anregung ohne Hektik, Belebtheit ohne Lärm, Nähe ohne Respektlosigkeit, Genuss auf hohem Niveau und Bewegung aus eigener Kraft – für gut befunden. «Wir haben nach reiflicher Überlegung ein Bewerbungsdossier zusammengestellt und eingereicht», sagt Oehrli.
Am 10. Dezember reiste ein Ausschuss der Gemeinde um Ruth Oehrli nach Innsbruck, um das Dossier zusammen mit jenen von Campo (Valle Maggia TI) und einer Ortschaft aus Slowenien zu präsentieren. Und diese Präsentation war erfolgreich. «Wir sind sehr erfreut, dass unser Bewerbungsdossier positiv angenommen worden ist», berichtet Ruth Oehrli. Jetzt freue man sich natürlich, dass Lauenen in den auserlesenen Klub der Bergsteigerdörfer aufgenommen werde und das Label erhalte.
Vom Label verspricht sich die Gemeinderätin eine Weiterentwicklung des Dorfes im Sinne der erwähnten Kriterien. Eigentlich so, wie man das in Lauenen bereits macht. Dazu erhofft man sich eine weitere Vernetzung im Alpenraum.
Der Beitritt zum Netzwerk ist für den kommenden Sommer geplant.
KMA