Nach fünf Jahren zieht der Kanton Bern eine positive Bilanz zur zweiten Berner Bio-Offensive. Laut den Verantwortlichen wurden zusätzliche Bio-Produkte in regionale Wertschöpfungsketten integriert und neue Partnerschaften aufgebaut.
Die zweite Berner ...
Nach fünf Jahren zieht der Kanton Bern eine positive Bilanz zur zweiten Berner Bio-Offensive. Laut den Verantwortlichen wurden zusätzliche Bio-Produkte in regionale Wertschöpfungsketten integriert und neue Partnerschaften aufgebaut.
Die zweite Berner Bio-Offensive des Kantons Bern ist abgeschlossen. Das Projekt sollte Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Gastronomie stärker vernetzen und die Wertschöpfung regionaler Bio-Produkte fördern. Nun ziehen die Verantwortlichen Bilanz.
Gemäss der Wirtschafts-, Energieund Umweltdirektion konnten in den vergangenen fünf Jahren 300 Tonnen zusätzliche Berner Bio-Rohware in regionale Wertschöpfungsketten integriert werden. Zudem entstanden 35 neue Lieferbeziehungen. In der Gemeinschaftsgastronomie werden laut Mitteilung inzwischen täglich rund 4400 Bio-Mahlzeiten angeboten. Insgesamt seien rund 650 Akteurinnen und Akteure miteinander vernetzt worden.
Gesamte Wertschöpfungskette mit Kooperation versehen
Die Verantwortlichen sprechen von neuen Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom landwirtschaftlichen Betrieb über Verarbeitung und Handel bis zur Gastronomie. Unterstützt wurden unter anderem Projekte, Bildungsangebote und neue Geschäftsmodelle. Ziel sei gewesen, Angebot und Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten näher zusammenzubringen.
Ammann von Zusammenarbeit überzeugt
Regierungsrat Christoph Ammann zieht eine positive Bilanz. «Wir haben gezeigt, dass mehr Berner Bio auf die Teller kommt, wenn die richtigen Leute zusammenarbeiten», wird der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektor in der Mitteilung zitiert. Das aufgebaute Netzwerk solle nun auch ohne direkte Unterstützung des Kantons weiter bestehen.
Die Initiative «Bern ist Bio» wird künftig von Organisationen aus der Berner Bio-Szene weitergeführt. Dazu gehören unter anderem das Inforama und Bio Bern. Der Fokus liege darauf, bestehende Kooperationen weiter auszubauen und zusätzliche Marktpotenziale zu erschliessen.
Zwei Projektphasen während der letzten zehn Jahre
Die Berner Bio-Offensive bestand aus zwei Projektphasen. In der ersten Phase zwischen 2016 und 2020 stand die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf Bio-Landwirtschaft im Zentrum. Laut Mitteilung wurden damals rund 2000 Hektaren Ackerfläche auf biologische Bewirtschaftung umgestellt. Die zweite Phase von 2021 bis 2025 konzentrierte sich stärker auf Absatz und Nachfrage von Bio-Produkten.
Die zweite Phase war Teil der Regierungsrichtlinie «Engagement 2030» und wurde vom Grossen Rat mit 2,5 Millionen Franken unterstützt. Hinter dem Projekt standen Mitarbeitende der Berner Fachhochschule, der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL sowie des Inforamas.
PD/JOP
Weitere Informationen: www.bernistbio.ch