Die Bergbahnen im Berner Oberland haben einen aussergewöhnlich guten Start in die Sommersaison hingelegt. Bis Ende Juli stiegen die Ersteintritte gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent und damit deutlich stärker als im Schweizer Durchschnitt.
Die Sommerhitze ...
Die Bergbahnen im Berner Oberland haben einen aussergewöhnlich guten Start in die Sommersaison hingelegt. Bis Ende Juli stiegen die Ersteintritte gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent und damit deutlich stärker als im Schweizer Durchschnitt.
Die Sommerhitze hat den Bergbahnen im Berner Oberland zahlreiche zusätzliche Gäste beschert. Wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) mitteilt, lagen die Ersteintritte von Saisonbeginn bis Ende Juli 24 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit entwickelte sich das Berner Oberland deutlich besser als der Schweizer Durchschnitt, der ein Plus von sieben Prozent verzeichnete.
Die Zahlen basieren auf dem Saison-Monitoring von über 140 Bergbahnunternehmen aus der ganzen Schweiz. Laut Seilbahnen Schweiz suchten viele Menschen wegen der aussergewöhnlich hohen Temperaturen und der lang anhaltenden Trockenheit Abkühlung in den Bergen. Das vielfältige Freizeit- und Sportangebot der Bergbahnen habe zusätzlich zur positiven Entwicklung beigetragen.
Sondereffekt: Schilthornbahn
Der Branchenverband weist allerdings darauf hin, dass das Ergebnis im Berner Oberland auch durch einen Sondereffekt beeinflusst wird. Nachdem die Schilthornbahn im Vorjahr wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt betrieben werden konnte, war sie in diesem Sommer wieder vollständig in Betrieb. Dies wirkte sich positiv auf die regionalen Gästezahlen aus.
Berner Oberland: schweizweit höchster Zuwachs
Auch im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre schneidet das Berner Oberland hervorragend ab. Mit einem Plus von 63 Prozent weist die Region schweizweit den höchsten Zuwachs aus. Über dem Fünfjahresdurchschnitt liegen auch Graubünden (+11 Prozent), das Wallis (+14 Prozent), die Zentralschweiz (+19 Prozent), das Tessin (+12 Prozent) sowie die Waadtländer und Freiburger Alpen (+17 Prozent).
Schweizweit beträgt das Plus 29 Prozent.
Wallis und Zentralschweiz verzeichnen Rückgang
Während das Berner Oberland und Graubünden zulegten, entwickelten sich andere Regionen weniger dynamisch. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten das Wallis und die Zentralschweiz je einen Rückgang von zwei Prozent, die Ostschweiz von drei Prozent und die Waadtländer sowie Freiburger Alpen von zehn Prozent.
Bei den Herkunftsmärkten beobachtet Seilbahnen Schweiz eine Verschiebung. Während die Zahl der Gäste aus Indien, Südkorea, Südostasien und dem Nahen Osten aufgrund der geopolitischen Lage zurückgegangen sei, hätten Schweizer und europäische Gäste die Einbussen mehr als kompensiert. Auch Nordamerika bleibe ein wichtiger Markt.
«Die Entwicklung im Juli zeigt, dass die Schweizer Bergbahnen auf eine vielfältige Nachfrage zählen können», wird Direktor Berno Stoffel in der Mitteilung zitiert. Die Kombination aus Schweizer Gästen, europäischen Märkten und Fernmärkten trage dazu bei, dass sich das Sommergeschäft trotz eines anspruchsvollen Umfelds positiv entwickle.
PD/JOP