Vom 20. bis 23. August wurde im Walliser Dorf Champéry um Schweizermeistertitel im Lawn Bowls gekämpft. Für die Pairs-Meisterschaft, bei der jeweils zwei Spielerinnen oder Spieler ein Team bilden, hatten sich gleich fünf Damen- und sieben Herrenteams des Bowls Club ...
Vom 20. bis 23. August wurde im Walliser Dorf Champéry um Schweizermeistertitel im Lawn Bowls gekämpft. Für die Pairs-Meisterschaft, bei der jeweils zwei Spielerinnen oder Spieler ein Team bilden, hatten sich gleich fünf Damen- und sieben Herrenteams des Bowls Club Gstaad qualifiziert. Damit war der Club in Champéry erfreulich stark vertreten.
In der Round Robin kämpften insgesamt zehn Damenteams, aufgeteilt in zwei Gruppen, sowie 24 Herrenteams in sechs Gruppen um den Einzug in die entscheidende Phase des Turniers. Nach dieser ersten Runde war die Spannung gross – mit einem Damenund zwei Herrenteams war der Bowls Club Gstaad weiterhin bestens vertreten.
Bei den Damen schaffte es Gstaad 1 mit Simone Iseli und Renate Mayor bis in den Halbfinal. Dort mussten sich die beiden leider geschlagen geben. Ganz ohne Podestplatz ging es aber nicht nach Hause: Da kein Spiel um Platz 3 ausgetragen wurde, durften sich gleich zwei Teams über den dritten Rang freuen.
Bei den Herren musste vor dem Halbfinal zunächst noch der Viertelfinal überstanden werden. Gstaad 7 mit Beat Matti und Ruedi Oehrli musste sich dabei leider geschlagen geben. Dafür sorgten Christian Gafner und Markus Merz für Jubel: Gstaad 1 setzte sich im Viertelfinal gegen Aarau 1 durch und behielt auch im anschliessenden Halbfinal die Oberhand.
Damit war der Weg ins grosse Finale frei. Dort wartete mit Jungfrau 1 mit Thomas Wälti und Ueli Häusler ein starkes Team. Was folgte, war ein packendes Duell, in dem sich die beiden Teams nichts schenkten. Das Spiel wogte hin und her und war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen – leider mit dem besseren Ende für Jungfrau 1.
Auch wenn der ganz grosse Triumph damit knapp verpasst wurde, dürfen Christian Gafner und Markus Merz stolz auf ihre Leistung sein. Der Finaleinzug zeigt einmal mehr, dass beim Lawn Bowls nicht nur eine ruhige Hand gefragt ist: Konzentration, Taktik, Nervenstärke und Ausdauer werden gleichermassen gefordert.
Nun kehrt beim Bowls Club Gstaad vorerst etwas Ruhe ein. Mit dem Beginn der Winterpause wird die Curlinghalle wieder für andere Veranstaltungen genutzt und anschliessend mit Eis belegt. Damit verabschiedet sich der Bowls Club vorübergehend von der Bahn – mit vielen spannenden Spielen und hoffentlich genauso viel Vorfreude auf die nächste Indoor- und Outdoorsaison.
BOWLS CLUB GSTAAD/ERICH KÄSER