LESERBRIEF zum Artikel «Was beim Brandschutz zählt – und wer dafür verantwortlich ist» in der Ausgabe vom 6. Januar 2026 des «Anzeigers von Saanen».
Brandschutz: Entscheidend ist die konsequente Umsetzung Das furchtbare Ereignis von ...
LESERBRIEF zum Artikel «Was beim Brandschutz zählt – und wer dafür verantwortlich ist» in der Ausgabe vom 6. Januar 2026 des «Anzeigers von Saanen».
Brandschutz: Entscheidend ist die konsequente Umsetzung Das furchtbare Ereignis von Crans-Montana macht mich sehr betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, den Verletzten und ihren Familien.
Im Artikel «Was beim Brandschutz zählt – und wer dafür verantwortlich ist» wird korrekt darauf hingewiesen, dass die Brandschutzvorschriften in der Schweiz einheitlich geregelt sind. Das bedeutet, sie gelten in allen Kantonen, unabhängig davon, ob es sich um ein Monopol mit Versicherungsobligatorium oder um private Versicherungslösungen handelt.
Die Umsetzung und Kontrolle dieser Vorschriften liegt in der Verantwortung der Kantone, die diese Aufgabe teilweise an die Gemeinden delegieren. Die letztendliche Verantwortung tragen jedoch primär die Eigentümer und Betreiber der Gebäude. Im Kanton Bern finden die Kontrollen alle fünf bis zehn Jahre statt – und damit in grösseren Abständen als etwa im Kanton Wallis.
Die Aussage, dass die Überwachung in Kantonen mit einer kantonalen Gebäudeversicherung besser funktioniert, ist meiner Meinung nach so nicht haltbar. Auch im Wallis, wo es kein Versicherungsobligatorium gibt, sind praktisch alle Gebäude versichert. Dies zeigte die effiziente und rasche Schadenerledigung durch die privaten Versicherer beim Ereignis von Blatten.
In der aktuellen öffentlichen Diskussion wird wiederholt ein Systemwechsel hin zu einer Monopollösung mit Versicherungsobligatorium gefordert. Diese Diskussion ist zum jetzigen Zeitpunkt meines Erachtens nicht angebracht. Was es braucht, ist eine konsequente Umsetzung der geltenden Vorschriften.
THOMAS TRACHSLER, KIRCHBERG