D Weihnachtsgschicht wo i ar Weihnacht ir Chile erzelle - Am Grossvater sini Brille
23.12.2025 LeserbeiträgeAendlech hets gschneit und Kind cheu sech usse us tobe im Schnee. Macht das Spass uf em Bob z Börtli ab z suse un enand mit Schneeballe z bomardiere. Die Buebe überchöme richtigi roti Backe.
Sie setze sech i Schnee u überlege, was chönnte mer no mache. Der Peter ...
Aendlech hets gschneit und Kind cheu sech usse us tobe im Schnee. Macht das Spass uf em Bob z Börtli ab z suse un enand mit Schneeballe z bomardiere. Die Buebe überchöme richtigi roti Backe.
Sie setze sech i Schnee u überlege, was chönnte mer no mache. Der Peter het d Idee si chönnte e Schneema boue. Si tröle grossi Rolle u tische die ufe nand. Si hei scho rächt e grosse Hufe, jetzt müesse si ne no forme. Z letscht chunnt no der Kopf druf u fertig isch das Wunderwärk.
D Buebe stah stolz vor dra aber dä Schneema het ja kes Gsicht. Schnäll springe si hei ga luege, was si chönnte bruche um däm Schneema es Gsicht z mache. Eine holt es Rüebli usem Kühlschrank, der ander nimmt e Huet vom Vatter. Jetz gseht der Peter dert uf em Tisch d Brille vom Grossvater. Aer denkt, die chönnt i däm Schneema a lege, das gsäch doch prima us. Eigentlich weis är ganz genau, dass die Brille am Grossvater ghört u das är gar nüt me cha läse ohni sini Brille.. Aber paper la pap är nimmt se mit, da wird wohl nüt der mit passiere.
D Rüeblinase chunnt zmitts is Gsicht der Huet obe druf u d Brülle obs Rüebli. Richtig lustig gseht dä Schneema us mit dene runde Brüllegläser vom Grossvater. Jetzt faht Schneeballschlacht vo neuem a. Dummer wis flügt e Schneeballe diräkt am Schneema a Kopf, u usgrächnet uf Grossvaters Brülle. So nes Päch, si gheit abe und Gleser falle use.
Am Peterli siner rote Backe si verschwunde, was söll är jetz mache. Aer nimmt di Brille u wirft se sammt de Gleser ufe Schitterhufe, dert wird se niemer sueche u es hets ja niemer gseh was passiert isch u dass är d Brille het gno. Siner Fründe wärde ne sicher ou nid verrate.
Der Tag druf isch Wiehnachte gsi. Scho am z Nacht ässe, wos eigenlich z Lieblingmenü vom Peter het gäh, het är ke Hunger gha. D Mueter fragt der Peter „Bisch du chrank oder warum issisch du nüt?“ Aer meint är heig eifach ke Hunger. Oeppis liegt ihm uf em Härz, das isch schwär wi e Stei.
Ir Stube zündet d Mueter d Kerze a u der Grossvater wott d Wihnachtsgschicht us der Bible vorläse. Das macht är nämlech jedes Jahr. Aber wo isch jetz die verflixti Brille? Aer cha se nid finde. Sogar der Peter schlüft zum schien unter e Eckbank zum sueche, dass nid öppe no öpper uf di Idee chäm är wüsst wo si wär. Sie isch eifach nid uf z finde. Gschicht list du der Vatter.
Peterli gseht dass em Grossvater d Träne über d Backe rolle. Jetz wird sis Härz no schwärer, är liebt doch der Grossvater über alles. Jetz mues dä no pläre wäge ihm. D Kerze am Boum lüchte füre Peter überhoubt nüm. Aer gspürt nume sis Härz wo sech a fühlt wi e Stei u chlopfet wie wild.
Aer haltets nüme us, är geit zum Grossvater u seit ihm was mit der Brülle passiert isch. D Mueter u der Peter sueche am Tag druf uf der Schitterbiege nach der Brülle u de Gleser. Si hei se gfunde u Peter isch mit der Mueter i d Stadt di Brülle ga flicke. Jetz mag der Peter wieder gumpe u fröhlech si, sis Härz isch ke Stei me.
Z Jesuschind isch uf d Aerde cho um üs Mönsche z säge, machet Friede u tuet alles wäg wo eues
Härz schwär macht Friede unterenand, das wünsch i Euch allne zur Wiehnacht.
Lydia Reichenbach
