Damit am Beach Pro Gstaad niemand durstig bleibt
03.07.2026 SportWenn beim Swatch Beach Pro Gstaad die Sportelite im Sand um den Sieg kämpft, wird im Hintergrund eine logistische Meisterleistung erbracht: Der Lysser Rolf Freiburghaus und sein Team sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden und Athletinnen und Athleten bei sommerlichen Temperaturen mit ...
Wenn beim Swatch Beach Pro Gstaad die Sportelite im Sand um den Sieg kämpft, wird im Hintergrund eine logistische Meisterleistung erbracht: Der Lysser Rolf Freiburghaus und sein Team sorgen dafür, dass die Mitarbeitenden und Athletinnen und Athleten bei sommerlichen Temperaturen mit genügend Flüssigkeit versorgt werden.
JONATHAN SCHOPFER
Am 2. Juli um 9 Uhr steht Rolf Freiburghaus telefonierend – wie könnte es anders sein – neben dem Kühlcontainer hinter den Tribünen des Beachvolleyballturniers in Gstaad. Darin lagern zahlreiche Getränke für die verschiedenen Bereiche des Turniergeländes.
«Ist gut, ich bringe noch mehr Wein hinauf», sagt er ins Telefon. Wenig später folgt bereits der nächste Anruf wegen eines defekten Wasserspenders: «Was, da kommt nichts? Ich komme schnell.» Solche Meldungen erreichen Freiburghaus und seinen Stellvertreter Patrick Beying während des Turniers laufend.
Die Getränke im Blick
Rund 35 Personen arbeiten im Team für die Getränkeversorgung am Beach. Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Volle Harassen müssen vom Kühlcontainer zu den verschiedenen Stationen gebracht werden. Dazu gehören neben dem Center-Court auch die Aussenfelder, die Side Courts, die sich beim Sportzentrum Gstaad befinden, und die VIP-Bereiche.
«Unsere Mitarbeitenden müssen mindestens 16 Jahre alt sein, weil sie den ganzen Tag Getränke herumschleppen», sagt Freiburghaus. «Es ist Knochenarbeit.» Die Getränke werden für die 500 Mitarbeitenden, die Athletinnen und Athleten, Physiotherapeut:innen und Schiedsrichter:innen, und den VIP-Bereich bereitgestellt. Die Getränke an den Verkaufsständen hingegen gehören nicht zu ihrem Aufgabenbereich.
Laufend neue Bestellungen
«An diesem Donnerstag ist es noch vergleichsweise ruhig», sagt Freiburghaus. Besonders intensiv wird die Arbeit jeweils von Freitag bis Sonntag. «Dann sind die VIP-Bereiche gut gefüllt.»
Wie viele Getränke benötigt werden, lässt sich nur bedingt im Voraus planen. «Es kommt darauf an, wie das Wetter mitspielt», sagt Freiburghaus. Wie viele Liter während des gesamten Turniers verbraucht werden, sei auch schwierig zu beziffern. Für die Wasserspender werden in diesem Jahr rund 15’500 Liter Wasser benötigt. Beim Bier dürfte sich der Verbrauch laut seiner Schätzung in einer ähnlichen Grössenordnung bewegen.
Nie auf dem Trockenen sitzen
Eine der grössten Herausforderungen ist, die verschiedenen Stationen auch bei grossem Andrang rechtzeitig zu erreichen. Den ganzen Tag über prüft das Team, wo Nachschub benötigt wird.
Gibt es zuwenig Reserve im Kühlcontainer, wird beim lokalen Getränkehändler nachbestellt.
Rund eine bis eineinhalb Stunden nach der Bestellung treffen die Lieferungen auf dem Gelände ein. «Wir machen eigentlich nichts anderes, als zu schauen, dass alle genug trinken», sagt Freiburghaus.
«Heute ist alles grösser und besser organisiert»
Rolf Freiburghaus koordiniert mit seinem Team die Getränkeversorgung beim Swatch Beach Pro Gstaad. Im Kurzinterview spricht er über Veränderungen hinter den Kulissen, sein persönliches Highlight und das Getränk nach einem langen Arbeitstag.
JONATHAN SCHOPFER
Rolf Freiburghaus, Sie sind seit 2003 beim Swatch Beach Pro Gstaad dabei. Gab es in dieser Zeit auch lustige Erlebnisse?
Einmal war ich bei den Side Courts, als Noah von Pegasus einen Shuttlebus nehmen wollte, der für die Spieler vorgesehen war. Ich ging zu ihm und sagte: «Sorry, Sie müssen das Beachzügli nehmen.» Ich hatte überhaupt nicht erkannt, wer er war. Am Abend trat er mit Pegasus auf, und wir waren für die Betreuung rund um die Bühne zuständig. Danach konnten wir gemeinsam darüber lachen. Er sagte, das sei das Beste gewesen, was ihm an diesem Tag passiert sei. Er ist sympathisch.
Was hat sich seit Ihren Anfängen verändert?
Früher waren wir vier bis fünf Personen und mussten die Getränke teilweise mühsam in den VIP-Bereich hinauftragen. Heute haben wir dafür einen Lift. Auch die Wasserspender sind neu. Dadurch benötigen wir weniger Wasserflaschen als früher. Insgesamt ist heute alles grösser und besser organisiert.
Bekommen Sie während Ihres Einsatzes überhaupt etwas von den Spielen mit?
Nicht viel. Wenn es die Zeit erlaubt, schauen wir zwischendurch kurz zu. Vielleicht reicht es auch einmal für ein Finalspiel. Meistens sind wir aber mit der Getränkeversorgung beschäftigt.
Was ist für Sie persönlich das Highlight?
Es ist schön, wenn die gleichen Leute jedes Jahr wiederkommen. Dadurch entsteht ein eingespieltes Team, ohne das es nicht funktionieren würde! Ein besonderes Highlight sind für mich auch die Schweizer Mannschaften.
Was trinken Sie selbst eigentlich am liebsten?
Während der Arbeit trinke ich Wasser oder ein Sportgetränk. Das Bier gibt es erst nach Feierabend.










