Am Samstag, 21.März, folgten viele Auswärtige und Einheimische der Einladung des gemischten Chors Lauenen. Die geräumige Mehrzweckhalle füllte sich bis auf den letzten Platz.
MARIANNA BETTLER
Volksliederliebhaber:innen und Theaterbegeisterte ...
Am Samstag, 21.März, folgten viele Auswärtige und Einheimische der Einladung des gemischten Chors Lauenen. Die geräumige Mehrzweckhalle füllte sich bis auf den letzten Platz.
MARIANNA BETTLER
Volksliederliebhaber:innen und Theaterbegeisterte warteten gespannt auf die Darbietungen. Präsidentin Kathrin Bohren begrüsste das Publikum in humorvoller Weise und gab wichtige Informationen über die Infrastruktur der Halle bekannt.
Der Vorhang öffnet sich
Neun Sänger und dreizehn Sängerinnen in ihren schmucken Trachten aus dem Saanenland und der übrigen Schweiz sangen zur Eröffnung unter der kundigen Leitung der Dirigentin Erika Reichenbach das Lied «Bärgwanderig» von Ueli Moor.
Es folgten «Der Spycherbärg Jutz» (Adolf Stähli), «E Jutz für ds Härz (Erwin Mani) und «Wenn d’ am Morge früeh ufsteisch» (Klaus Rubin). Die hellen, klaren Singstimmen erfreuten die Anwesenden, welche mit lang anhaltendem Applaus ihre Begeisterung ausdrückten und mit der Zugabe «Im Fründeskreis» belohnt wurden. Während des Bühnenumbaus klangen die Lieder in der Erinnerung weiter.
«Spääti Nachwee»
Szenenwechsel: Die Theaterkulisse stand bereit. Die Wohnstube der Familie Müller versank buchstäblich im Chaos. Nach einer durchzechten Nacht mit vielen Freunden lag und hing alles schief und wild durcheinander. Papierschlangen zierten Wände und Möbel. Schmutzige Wäsche türmte sich auf Stühlen und überall lagen leere Schnaps- und Weinflaschen herum. Auf dem Sofa erholte sich der Hausherr Hans vom nächtlichen Saufgelage und versuchte einen klaren Kopf zu bekommen. Heute würde seine Ehefrau aus den Ferien heimkehren, da sollte die Wohnung doch unbedingt auf Vordermann gebracht werden. Aber wie?
Gemeinsam mit Sohn Kurt nahm er einen ersten Anlauf. Flaschen einsammeln, Papierschlangen entsorgen, Sofa herrichten… Aber wer kam denn da unter der Wolldecke zum Vorschein?
Nach dem ersten Schock wackelte die nächste böse Überraschung mit Sack und Pack zur Türe herein. Es war Tante Olga, deren Besuch im Trubel vergessen gegangen war. Die alte Frau liess sich durch die Unordnung nicht aus dem Konzept bringen. Gemütlich richtete sie sich auf dem Lehnstuhl ein und packte ihr Strickzeug aus.
Wenn Hans und Kurt glaubten, ein Problem gelöst zu haben, tauchte schon das nächste auf. Was die Nachbarin Frau Nasenbein oder der Tierarzt Dr. Binggeli für eine Rolle spielten und wie Mutter Vreni mit dem Wirrwarr zurechtkam, sei an dieser Stelle nicht verraten.
Nach der Aufführung wurde die Halle zügig in eine Festwirtschaft umgebaut. Wer den Heimweg noch nicht antreten wollte, konnte sich mit Speis und Trank verwöhnen lassen und die rassige Musik von der Kapelle «Lauenengruss» geniessen oder gar ein Tänzlein wagen.
Ein Lob an die Theaterleute
MARIANNA BETTLER
Es lohnt sich auf jeden Fall eine der nächsten Aufführungen zu besuchen. Schmunzeln und fröhliches Lachen sind garantiert. Es ist köstlich, dem Treiben auf der Bühne zuzuschauen. Die Spieler:innen leben ihre Rolle vorzüglich. Die Regisseurin Fabienne Reichenbach hat es verstanden, die Rollen passend zu verteilen, die verschiedenen Personen zu charakterisieren und sie den Darstellenden näherzubringen. Auch die Bühne wusste sie gut zu nutzen. Alles ist ihr ausgezeichnet gelungen. Regie und Theaterleute verdienen ein grosses Kompliment.