Der Saanerverein Bern wurde aufgelöst (siehe AvS vom 27. Februar 2026). Wir trafen uns nochmals zum traditionellen Grillieren – wegen Waldbrandgefahr vom August verschoben – im Buchsiwald.
Housis Glut perfekt, die Stimmung gut, nur Petrus liess ein paar ...
Der Saanerverein Bern wurde aufgelöst (siehe AvS vom 27. Februar 2026). Wir trafen uns nochmals zum traditionellen Grillieren – wegen Waldbrandgefahr vom August verschoben – im Buchsiwald.
Housis Glut perfekt, die Stimmung gut, nur Petrus liess ein paar Trauertränen vom Himmel fallen. Präsident Heini Welten begrüsste die 17 Anwesenden, verlas zehn Entschuldigungen und liess die 75 Jahre seit der Gründung Revue passieren mit einer Aufzählung der damals Aktiven, und schon begann ein Palaver: «Ja, die bkenne n iech doch och… das isch d Schweschter vom Gottliebi… cha doch nit sy…»
Es wurde kühler, wir zügelten ins Haus, zum Grillierten und dem vom Vorstand zubereiteten Buffet mit Salaten und Desserts, dazu Mireks Gambrinus-Bier. Man sprach über die Züglete, den drohenden Overtourism und betrachtete ein Video in Zeitlupe, wo sanft, ja elegant, die massigen Kühe ihre Hufe auf den Boden stellten und wieder zierlich abhoben. Nur der Glockenton war verzerrt.
Zu reden gab der «Beobachter»-Bericht über den Verkauf fast des ganzen Oberborts in Gstaad an Ausländer, belegt durch einen Plan der aufzeigt, wo nur ganz wenige Parzellen den Einheimischen oder Schweizern gehören. Zu spät, die kraftlose Lex Furgler zu verschärfen. Positiv der Artikel zu Andrea Scherz und die Geschichte des Gstaad Palace, die Würdigung von Franz Faeh im «Anzeiger von Saanen». «Weisch no..?» Lehrer wurden genannt, Papa Schär, Blaser, Fränzi Würsten, Marti in Anekdoten, die Schulwege im Winter, die Kopfnüsse, die Schulreisli und mehr.
Überraschend tauchte noch «ds Schörschi» Fleuti auf, um sich kurz von uns zu verabschieden. Und ich leite auf diesem Weg einen Gruss an Bänz Hählen ins Altersheim Aeschi weiter.
Ein kleiner Witz bleibt mir in Erinnerung: Erbost wegen etwas rief Ernstli «Heiterefahne!» Ein Anwesender erwiderte: «Ja, sogar zwei. Eine Schweizerfahne für mich, eine Österreicher für meine Frau aus dem Tirol.» Es ist eine Sache der Aussprache: «Heiterefahne» oder «Heiter e Fahne?».
Der Vorstand erhielt zum Dank noch ein Sonnenblumenarrangement mit einer Flasche «Giesswasser». Der leider nicht anwesenden, jahrzehntelangen Kassierin Margrit Monnier durfte ich das Präsent später überbringen. Eine Anregung noch: Könnten wir nicht jedes Jahr ein- oder zweimal einen Stammtisch organisieren, um weiterhin den Austausch zu pflegen? Damit die «heruntergekommenen» Saaner:innen doch mit der Heimat verbunden bleiben.
SAANERVEREIN BERN/WILLY U. LOOSLI