Vergangene Woche gab es im Saanenland aus ornithologischer Sicht einige Highlights zu entdecken: Nicht ansässige Zugvögel gaben sich die Ehre, bei uns einen kurzen Zwischenhalt auf ihrer langen Reise zu machen. So sah man im Gstaad einen Storch, in Schönried stocherte ein ...
Vergangene Woche gab es im Saanenland aus ornithologischer Sicht einige Highlights zu entdecken: Nicht ansässige Zugvögel gaben sich die Ehre, bei uns einen kurzen Zwischenhalt auf ihrer langen Reise zu machen. So sah man im Gstaad einen Storch, in Schönried stocherte ein schöner Wiedehopf im Gras herum und in unserem Garten war den ganzen Morgen über eine Nachtigall, die lautstark ihre wunderbar tönenden Strophen in die frühen Morgenstunden trällerte. Dies sind alles Zugvögel, die noch unterwegs in ihr Brutgebiet sind. Nachtigall und Wiedehopf beispielsweise sind nur noch in tieferen Lagen des Mittellandes, im Genferseebecken, im Tessin sowie im Unterwallis anzutreffen. Eine Besonderheit der Nachtigall ist, dass die Männchen oft die ganze Nacht durchsingen, um die Weibchen zum Brutgeschäft anzulocken. Die akustische Anwesenheit des Wiedehopfs erkennt man durch sein monotones «up up up», was seinem lateinischen Namen Upupa epops entspricht.
BERT INÄBNIT