Die SVP St. Stephan sagt ja zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!»
27.05.2026 PolitikDie Schweiz hat derzeit fast 9,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die ständige Wohnbevölkerung hat innerhalb von zwölf Jahren um eine Million zugenommen – mit Folgen für Infrastruktur, Wohnraum und Landschaft. Diese Entwicklung müsse gebremst werden, ...
Die Schweiz hat derzeit fast 9,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die ständige Wohnbevölkerung hat innerhalb von zwölf Jahren um eine Million zugenommen – mit Folgen für Infrastruktur, Wohnraum und Landschaft. Diese Entwicklung müsse gebremst werden, schreibt die SVP St. Stephan in einer Medienmitteilung.
Die SVP St. Stephan fasste die Parolen für die Volksabstimmung vom 14. Juni 2026. «Die Schweiz ist bereits jetzt ein dicht besiedeltes Land mit begrenzten Ressourcen. Wenn wir so weitermachen, zerstören wir unsere Kulturlandschaft und damit unsere Versorgungssicherheit», sagt Kilian Wyssen, Präsident der SVP St. Stephan.
Die Ortspartei führt dazu folgende Zahlen und Berechnungen an: Die Schweiz wachse seit dem Jahr 2002 (seit der Einführung der Personenfreizügigkeit) 16 Mal schneller als Deutschland. In nur neun Jahren sei die Siedlungsfläche um die doppelte Fläche des Zürichsees gewachsen. Nach Darstellung der Partei wandern jährlich durchschnittlich 100’000 Personen netto in die Schweiz ein. Diese Zuwanderung erfordere zusätzlich 45’000 Wohnungen, rund 2500 Ärzte und Pflegekräfte, 53’000 Autos, rund 100 Schulhäuser, 600 Schulklassen und 780 Vollzeitlehrkräfte. Zudem würden zusätzlich 67’000 Tonnen Abfall produziert und gut 20 Prozent der Jahresproduktion des Kernkraftwerks Beznau I an Energie beansprucht.
«Wer auch morgen eine lebenswerte Schweiz mit einer vielfältigen Kulturlandschaft erhalten will, geht am 14. Juni an die Urne und stimmt Ja zur Nachhaltigkeits-Initiative ‹Keine 10-Millionen-Schweiz!›.».
Ja zum revidierten Zivildienstgesetz
«Wir leben in unsicheren Zeiten. Die Schweiz braucht eine einsatzfähige Armee und einen starken Zivilschutz. Die Bestände der Armee und der Zivilschutzorganisationen dürfen nicht weiter ausgehöhlt werden!», schreibt die SVP St. Stephan. Das revidierte Zivildienstgesetz korrigiere die Fehlentwicklungen der letzten Jahre. Es sichere die Bestände von Armee und Zivilschutz und sorge für Fairness. Das revidierte Gesetz stelle sicher, dass der Zivildienst wieder zur Ausnahme für Menschen mit Gewissenskonflikten werde. Nur so lasse sich langfristig die Sicherheit des Landes garantieren. Darum brauche es zum Schutz und zur Sicherheit der Schweiz ein kräftiges Ja zum revidierten Zivildienstgesetz.
Nein zum Millionen-Projekt «Kunstmuseum Bern»
«Ein Projekt von 147 Millionen Franken sprengt jedes vernünftige Mass. Allein schon der Planungskredit soll 15,7 Millionen Franken kosten!», schreibt die Ortspartei weiter. «Der Kanton trägt das Hauptrisiko, ohne verbindliche Garantie für mögliche Mehrkosten. Eine Annahme bedeutet, einen Blankoscheck für ein Fass ohne Boden auszustellen. Gleichzeitig wird behauptet, die Betriebskosten blieben stabil. Erfahrungen mit vergleichbaren Institutionen zeigen jedoch das Gegenteil. Die Betriebskosten steigen fast immer. Die Öffentlichkeit wird in falscher Sicherheit gewiegt, während zusätzliche Belastungen für die Steuerzahlenden absehbar sind.»
Zudem beteiligten sich die Standortgemeinde Stadt Bern und die Regionalkonferenz nicht an den Baukosten – zahlen solle vor allem der Kanton. Dieses Modell sei weder fair noch nachhaltig. «Während andere von Prestige und Strahlkraft profitieren, tragen die Steuerzahlenden die Hauptlast. Mit einem wuchtigen Nein ist es wichtig, ein klares Zeichen gegen dieses Luxus-Projekt zu setzen.»
PD SVP ST. STEPHAN/AMO
