Ein überraschender Titel: Wie lässt sich ein Instrument mit einer Turteltaube vereinen? Genau diese Kunst ist Etienne Roch gelungen – in einer 182 Seiten langen Erzählung, die vollständig seiner Fantasie entspringt. Mit einer schlichten, poetischen und harmonischen ...
Ein überraschender Titel: Wie lässt sich ein Instrument mit einer Turteltaube vereinen? Genau diese Kunst ist Etienne Roch gelungen – in einer 182 Seiten langen Erzählung, die vollständig seiner Fantasie entspringt. Mit einer schlichten, poetischen und harmonischen Sprache nimmt er seine Leserschaft subtil mit auf eine Reise von Polen über Deutschland bis nach Schottland. Sein Protagonist, ein Bewerber für eine Stelle als Journalist, bewegt sich von einer Handlung zur nächsten und greift dabei ebenso schmerzhafte wie ungewöhnliche Ereignisse des Zweiten Weltkriegs auf.
Die Handlung
Zwar schreibt er die Geschichte nicht neu – ganz im Gegenteil. Doch er hebt einen unerwarteten Schleier, den der Lauf der Zeit hätte verschwinden lassen können: Zwischen Kriminalroman und Familienchronik, zwischen Freundschaften und Feindschaften, zwischen flachen Landschaften und schroffen Inselküsten entwirrt der Ermittler mit methodischer Sorgfalt, Höflichkeit und Feingefühl die Verstrickungen menschlicher Feigheit und seelischer Grösse.
Der Autor
Der aus Sainte-Croix im Jura stammende und in Château-d’Oex wohnhafte Etienne Roch lebt seit 35 Jahren im Pays-d’Enhaut. Tief in der Region verwurzelt, beschreibt er diese in Gedichten und Prosatexten, die sich mit Reiseberichten abwechseln. Als versierter Musikliebhaber widmet er sich zudem der Musikkritik – eine vielseitige Tätigkeit, die regelmässig im «Journal du Pays-d’Enhaut» erscheint.
INÈS MOTTIER
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