Dorforganisation Gstaad: Züglete wächst weiter
16.03.2026 GstaadMit einer positiven Bilanz, wachsendem Aufwand bei der Züglete und vielen unterstützten Anlässen blickte die Dorforganisation Gstaad an ihrer Versammlung am Freitag auf ein aktives Jahr 2025 zurück.
JONATHAN SCHOPFER
Letzten Freitag, 13. ...
Mit einer positiven Bilanz, wachsendem Aufwand bei der Züglete und vielen unterstützten Anlässen blickte die Dorforganisation Gstaad an ihrer Versammlung am Freitag auf ein aktives Jahr 2025 zurück.
JONATHAN SCHOPFER
Letzten Freitag, 13. März, führte die Dorforganisation (DO) Gstaad ihre 33. Dorfversammlung im Yacht Club durch. Die Veranstaltung stiess auf reges Interesse bei der Bevölkerung. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Engagement der DO in Gstaad ist: von der Weihnachtsbeleuchtung über den Blumenschmuck im Dorf bis zur Züglete. Letztere braucht Jahr für Jahr mehr Aufwand.
Zahlreiche Anlässe unterstützt
Die DO Gstaad beteiligte sich 2025 finanziell an einer Vielzahl von Anlässen und Projekten im Dorf, darunter Blumenschmuck, Weihnachtsbeleuchtung, Gstaad Alive, Fête de la Musique, das Oktoberfest sowie weitere kleinere und grössere Veranstaltungen. Dabei betonte die Organisation, dass die gesprochenen Beiträge nicht für den Eigenbedarf verwendet würden, sondern direkt ins Dorf zurückflössen, um Veranstaltungen und Projekte zu unterstützen.
«Die Züglete ist ein Topevent»
Ein besonderes Augenmerk galt den Züglete. «Die Züglete ist ein Topevent», sagte Präsident Sandro Reuteler an der Versammlung. Weil der Anlass stetig wachse, brauche es inzwischen zusätzliche Massnahmen wie ein Sicherheitskonzept, mehr Kadetten und zusätzliche Parkplätze, ergänzte Vorstandsmitglied Yvonne Reichenbach. Der Vorstand betonte, dass der Anlass auch unter diesen anspruchsvolleren Bedingungen erneut souverän über die Bühne gegangen sei. Reuteler sagte: «Es bleibt spannend. Traditionen sind im Trend. Wenn die Züglete noch grösser wird, wird es zur Herausforderung, dass das in einem Rahmen geschieht, der für alle vertretbar ist.»
An der Züglete habe die DO auch Neues ausprobiert, unter anderem mit einer Kegelaktion. Diese sei auf erfreuliches Interesse bei Gästen und Einheimischen gestossen. Besonders die Begegnungen und die Freude der Teilnehmenden seien in guter Erinnerung, so Reuteler.
130 Klausesäckli verteilt
Für Schmunzeln sorgte der Rückblick auf den Samichlaus-Anlass. Dieser sei so gut besucht gewesen, dass es zwischenzeitlich hektisch geworden sei, berichtete der Vorstand. Als der Samichlaus an einem Ort auftauchte, hätten die Kinder dort ihre Säckli rasch entgegengenommen, während andernorts noch Kinder warteten. Man habe die Situation spontan geklärt und die Kinder zur gleichen Stelle lotsen können. Der Vorstand zog am Ende ein positives Fazit: Insgesamt wurden 130 Säckli verteilt und nur noch zwei blieben übrig.
Sieben Eintritte und mehrere Austritte
Bei den Mitgliedermutationen vermeldete die Organisation sieben Eintritte und elf Austritte. Die Austritte seien vor allem durch vier Todesfälle, zwei Wegzüge und zwei wegen Geschäftsaufgaben zu erklären gewesen. Somit verzeichnete Ende 2025 die Dorforganisation 431 Mitglieder. Man sei bemüht, weiterhin neue Mitglieder zu gewinnen. Denn nur mit einer breiten Abstützung lasse sich das Ziel weiterverfolgen, das Dorfleben in Gstaad aktiv mitzugestalten und mitzutragen, so der Vorstand.
Weshalb braucht die DO keinen Revisionsbericht?
Bei «Verschiedenes» fragte eine Anwesende, weshalb die Dorforganisation keinen eigenen Revisionsbericht vorlegt. Oliver Waser, Präsident des Vorstands von Gstaad Saanenland Tourismus, erklärte dazu, die Dorforganisation Gstaad sei kein eigenständiger Verein mit eigener Rechnungslegung, sondern in Gstaad Saanenland Tourismus (GST) eingebettet. Deshalb werden die Rechnungen der Dorforganisation nicht separat geprüft, sondern von Revisoren als gesamte GST-Rechnung.
Zum Schluss meldeten sich nochmal Oliver Waser und Petra Schläppi, Gemeindepräsidetin von Saanen, zu Wort. Beide würdigten die DO Gstaad als Mitgestalterin eines lebendigen Dorfes.
Anschliessend folgte ein Vortrag von Matthias In-Albon zum Magic Pass. Zudem sprach Cindy Schönrich, Managing Director des Gstaad Yacht Club. Der Abend klang bei einem Apéro aus.
ZAHLEN UND FAKTEN
Die Anwesenden genehmigten das Protokoll der letzten Dorfversammlung und nahmen die Jahresrechnung 2025 an. Finanziell steht die Dorforganisation auf solidem Fundament. Im Jahr 2025 belief sich der Gesamtertrag auf gut 76’000 Franken. Das sind rund 6600 Franken mehr als im Vorjahr. Der Gesamtaufwand lag bei etwas mehr als 66’000 Franken. Zwar werden die Ergebnisse von Dorforganisation und Züglete in der Rechnung zusammengeführt. An der Versammlung wurde jedoch betont, dass die Einnahmen aus der Züglete zweckgebunden sind und nicht frei für andere Ausgaben der Dorforganisation eingesetzt werden können. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von über 9000 Franken. Das Vermögen der Dorforganisation betrug am 31. Dezember 2025 deshalb 47’932 Franken.
JSC


