Drittes Clubrennen im 33. Clubjahr des Telemark Clubs Gstaad
04.02.2025 SportDer Telemark Club Gstaad führte am 18. Januar sein traditionelles Clubrennen in Lauenen durch.
Nachdem am Vortag Mike und die Baufraktion unserer Technikabteilung das Kernstück unseres traditionellen Clubrennens, nämlich die Schneebar, bereits ...
Der Telemark Club Gstaad führte am 18. Januar sein traditionelles Clubrennen in Lauenen durch.
Nachdem am Vortag Mike und die Baufraktion unserer Technikabteilung das Kernstück unseres traditionellen Clubrennens, nämlich die Schneebar, bereits fertiggestellt hatten, blieb dem bestens besetzten Helferteam am wunderschönen Renntag nur noch, die Rennstrecke zu vollenden. Das Pistenteam der Skiarena Lauenen hatte hier ebenfalls perfekte Vorarbeit geleistet und unter kundiger Leitung von Röschi konnte ein Lauf gesteckt werden, welcher demjenigen am Lauberhorn in nichts nachstand. Der halsbrecherische Sprung musste nach Einsprachen des BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt; Anm. des Schreiberlings) in letzter Minute noch etwas entschärft werden, trotzdem erhielt er von unserem Speakerteam Kürti (Oberstift) und Brändi (Unterstift) verdientermassen den Übernamen Hundschopf.
Die traditionelle Heinze ersetzte rotbeflaggt den obligatorischen 360-er, welcher jedoch in beide Richtungen nicht viel mehr als 180 Grad hergab. Die diesbezügliche Einsprache vom mit dem Reglement wedelnden Toni lehnte die Rennleitung mit dem Argument ab, dass die Anzahl Runden den Athlet:innen freigestellt sei (vgl. Rennreglement).
Nachdem unser Präsident die zahlreichen Teilnehmenden (unter anderem einen Vertreter des Telemark Clubs Thun), Helfer und Gaffer herzlich zum dritten Clubrennen im 33.Clubjahr willkommen geheissen hatte, gab er noch einmal alles, um allen Teilnehmenden das Rennreglement zu erläutern, da es im Vorjahr verschiedentlich wegen Missverständnissen zu wüsten Szenen mit Austrittsdrohungen gekommen war.
Ist eigentlich nicht kompliziert, aber wenn niemand zuhört: Die Zweierteams werden bei der Startnummernausgabe ausgelost. Die Strecke vom Start zum Ziel muss mindestens einmal um die Heinze herum auf den eigenen Beinen absolviert werden. Zwischenstops von mehr als fünf Minuten müssen zuvor bei der Rennleitung beantragt und die anfallende Bearbeitungsgebühr vor Rennantritt beim Kassier beglichen werden. Zwischen Start und Ziel ist alles erlaubt (sogar feste Bindungen). Pro Zweierteam gibts pro Lauf eine Zeitdifferenz – macht bei zwei Läufen eine Summe aus zwei Zeitdifferenzen. Das Zweierteam mit der kleinsten Zeitdifferenzsumme gewinnt. Wie gesagt, ist doch nicht kompliziert!
Nachdem die letzten Unklarheiten beseitigt waren, wurde der erste Lauf bei schönstem Wetter gestartet. Während in höheren Lagen der Föhn tobte, konnten beide Läufe ohne Unterbrüche gefahren werden. Hier sei auch das Catering am Start noch einmal herzlich verdankt, welches die Athlet:innen mit einem Gläschen Weisswein auf bisher unerreichte Motivationslevel hob.
Im Zielraum, mit bester Aussicht auf unseren Hundschopf, wurde unter kundigem Kommentar unserer Speaker angefeuert, gejohlt, geschnupft, plagiert und die Bombenstimmung genossen.
Zwischen den beiden Läufen wurden Nussgipfel- und Chiesbrägel-kauend Erfahrungen aus dem ersten Lauf ausgetauscht, die Geheimhaltung der Zeiten wurde aber bis zum Schluss grossgeschrieben, sodass der zweite Lauf in völliger Ungewissheit, dafür im Schatten und auf deutlich härterer Piste absolviert wurde.
Das Technikteam unseres Präsidenten hatte aus den Fehlern der letzten zwei Rennen gelernt: das Material hielt dieses Jahr hervorragend. Sein Sturz im Zielraum war denn auch Anlass zu wilden Verschwörungstheorien: War etwas im Schnupftabak? Oder war das Kafi-Lutz doch nur ein Punsch gewesen? Und warum waren die Wetterhorn-Freeheelers nicht gekommen?
Die sinkende Sonne verhinderte aber längere Diskussionen und das anschliessende Abräumen vollzog sich im Schnellzugtempo, da das Warten auf die Rangverkündigung alle Helfenden noch einmal zu Höchstleistungen anspornte.
Auf der Terasse des Hotels Wildhorn wurden unter donnerndem Applaus die Geschenkkörbe unter die Siegerteams verteilt. Etwas eigenartig mutete an, dass zwei Podestplätze von Lauenern besetzt waren, welche noch dazu der gleichen Firma angehören. Diesbezügliche Untersuchungen sind in die Wege geleitet.
Im Restaurant konnte anschliessend der in jeder Hinsicht gelungene Tag seinen gebührenden Ausklang finden.
Wir danken allen Unterstützenden, Helfenden, Vereinen, Sponsoren und Teilnehmenden.
TELEMARK CLUB GSTAAD/NICK HOYER