Ein Paradies für Gross und Klein auf dem Pfarrmätteli im Gsteig
14.04.2026 GsteigAm vergangenen Samstag verwandelten sich die Gartenanlage des Pfarrhauses und der Kinderspielplatz in Gsteig in einen Ort voller Lachen, Musik und Gemeinschaft. Unter dem Motto «Frühlingsfest» luden die Dorforganisation Gsteig-Feutersoey und das Spielteam ...
Am vergangenen Samstag verwandelten sich die Gartenanlage des Pfarrhauses und der Kinderspielplatz in Gsteig in einen Ort voller Lachen, Musik und Gemeinschaft. Unter dem Motto «Frühlingsfest» luden die Dorforganisation Gsteig-Feutersoey und das Spielteam Chäfer-Fäscht zu einem Fest ein, das den Frühling gebührend willkommen hiess.
EUGEN DORNBIERER-HAUSWIRTH
Grossartig, was die Teams der beiden Organisationen aufblühen liessen. Mit der meteorologischen Sonne und jener in ihren Herzen entstand im historischen Dorfzentrum ein kleines Paradies. Von 11 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm, das Jung und Alt gleichermassen begeisterte.
Ein Fest der Begegnung
Für die Kinder und Jugendlichen gab es viel zu entdecken. Während die Kleinsten sich bei verschiedenen Aktivitäten austoben konnten, genossen die Erwachsenen das gemütliche Beisammensein bei Speis und Trank.
Ein Tag wie aus dem Bilderbuch, der Gross und Klein mit einem Lächeln nach Hause verabschiedete.
In der Welt des Hasen Hibiskus
Ein ganz besonderer Programmpunkt sorgte für leuchtende Kinderaugen: Die meisterhafte Erzählstunde von Nicole Schopfer. Mit viel Herzblut und erzählerischem Geschick erweckte sie die Abenteuer von «Hase Hibiskus» zum Leben. Die neugierigen und erwartungsfrohen Kinder hingen der Erzählerin förmlich an den Lippen und liessen sich bereitwillig in die Welt des tollpatschigen, aber überaus liebenswerten Langohrs entführen.
«In Zeiten von Tablets und Fernsehen ist es wunderschön, wenn Kinder noch so für das geschriebene Wort und das reine Erzählen begeistert werden können. Die leuchtenden Augen der Kleinen sagen eigentlich alles», bemerkte eine Besucherin am Rande der Veranstaltung.
Gehen auf dem schwankenden Textilband
Möglicherweise war der Vater des vierjährigen Alfred ein geübter Tänzer auf der Slackline. Er half seinem Sohn bei den ersten Schritten auf dem wackeligen Band. Während der Vater mit geschultem Blick und stützender Hand assistierte, lernte der Junge spielerisch, die ständigen Schwingungen auszugleichen. Die Gesichtsfarbe Alfreds veränderte sich zusehends: von blass zu leuchtendem Rot.
Der spielerische Einsatz zahlte sich aus: Mit jedem Schritt gelang es dem Jungen besser, die Schwingungen auszugleichen und das Gleichgewicht zu halten. Eine gelungene Erfahrung für Vater und Sohn.
Harassenklettern…
… war die grosse Attraktion. Mit einer ordentlichen Portion Mut versuchten die jungen Teilnehmenden, sich Kiste für Kiste in die Höhe zu arbeiten. Die Nachfrage war riesig: Geduldig warteten Mädchen und Knaben in der Kolonne, bis sie wetteifern durften. Gesichert durch Klettergurt und Seil, war das Ziel klar: Wer baut den höchsten Turm, bevor das wackelige Gebilde einstürzt? Die Mischung aus Geschicklichkeit und Nervenkitzel sorgte nicht nur bei den Kletterinnen und Kletterern, sondern auch bei den Bezugspersonen der Kids für Begeisterung.
Farbe, Glitzer und Fantasie
Grosser Andrang herrschte auch am Schminktisch. Mit feinen Pinseln und leuchtenden Farben verwandelten kreative Visagistinnen bleiche Gesichter in farbenfrohe Fabelwesen. Binnen weniger Minuten spazierten glitzernde Schmetterlinge und wilde Tiger über das Gelände und verliehen der Veranstaltung eine zusätzliche Prise Magie. Die langen Warteschlangen vor den Spiegeln zeigten deutlich, dass dieses Angebot eines der heimlichen Highlights des Nachmittags war.
Evergreens und Pop-Rock
Die Musikband «Deep» aus dem benachbarten Bulle begeisterte Jung und Alt. Das Quartett ist für seine energiegeladenen Kompositionen bekannt. Der Sänger Flavio, die Gitarristen Maxim und Contan sowie der Perkussionist Theo kombinieren klassischen Rock’n’Roll mit modernen Pop-Rhythmen. Es brauchte nicht viel, um den Funken überspringen zu lassen. Besondere Freude bereiteten die aufgestellten Jungs mit dem Evergreen «99 Luftballons» von Nena – ein Moment purer Nostalgie, der «everybody» zum rhythmischen Klatschen motivierte.
FOTOS: EUGEN DORNBIERER-HAUSWIRTH





