Noch bis Ende August waren viele Pilzler:innen frustriert und kurz davor, den Pilzkorb für dieses Jahr zu versorgen, da der vergangene Tropensommer jegliche Hoffnungen auf eine schöne Pilzernte von Tag zu Tag schwinden liess… Die anhaltende Hitze trocknete den Boden extrem aus, ...
Noch bis Ende August waren viele Pilzler:innen frustriert und kurz davor, den Pilzkorb für dieses Jahr zu versorgen, da der vergangene Tropensommer jegliche Hoffnungen auf eine schöne Pilzernte von Tag zu Tag schwinden liess… Die anhaltende Hitze trocknete den Boden extrem aus, sodass das Mycel (Wurzelgeflecht der Pilze) kurz vor dem absterben war.
Nachdem es aber doch endlich geregnet hatte, explodierte die Pilzflora – insbesondere die der Steinpilze – in einem Ausmass, wie man es seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Ganz besonders die hellen Sommersteinpilze, welche normalerweise oft schon im Juni/Juli zu finden sind, schossen im wahrsten Sinne des Wortes «wie Pilze aus dem Boden», was die Herzen der Pilzsammler:innen höher schlagen liess! Gruppen von bis zu 20 Stück und mehr waren da plötzlich auf einer Fläche von fünf bis zehn Quadratmetern im mageren Gras zu finden, was innert kurzer Zeit den Pilzkorb füllte. Gar manche:r kam so in Versuchung, die gesetzliche Zwei-Kilogramm-Limite pro Tag zu überschreiten – insofern er keine Ausnahmebewilligung (sechs Kilogramm pro Tag) hatte.
Ein paar Tage später fand man dann schon die ersten dunkelhütigen Herbstund sogar die normalerweise noch später erscheinenden Kiefernsteinpilze. Der Spuk begann dann aber nach ca. 14 Tagen wie erwartet abzuflauen und endete vor Kurzem, wie man es schon in anderen Jahren beobachten konnte.
Sollte nun aber der Herbst mit kühleren Temperaturen und vermehrtem Regen kommen, könnte es noch einmal einen «Schub» geben, wodurch das Pilzjahr 2026 doch noch gebührend abgeschlossen werden könnte.
BERT INÄBNIT