Erfolge für das Saanenland am Bernischen Skilehrertreffen
13.03.2026 SportDer Tag war gerade erst erwacht, als bereits die ersten Autos auf dem Parkplatz der Talstation am Rinderberg anrollten. Wir erwarteten die motivierten Gäste und standen in unserem Skischulbüro parat mit sortierten Startnummern, einem gut gefüllten Goodie Bag und Festkarten ...
Der Tag war gerade erst erwacht, als bereits die ersten Autos auf dem Parkplatz der Talstation am Rinderberg anrollten. Wir erwarteten die motivierten Gäste und standen in unserem Skischulbüro parat mit sortierten Startnummern, einem gut gefüllten Goodie Bag und Festkarten für die Teilnehmenden. Endlich war der Tag da, auf den sich die Skischule Zweisimmen nun so lange vorbereitet hatte: Das 62. Bernische Skischulen- und Skilehrertreffen an unserem Hausberg stand vor der Tür!
Doch nicht nur die Zweisimmner Skilehrerinnen und Skilehrer mussten für einmal früher als gewohnt aus den Federn. Auch auf das Personal der Bergbahnen Destination Gstaad war Verlass, und sie machten sich eine Stunde vor dem gewöhnlichen Betriebsbeginn fleissig an die Arbeit, damit die Teilnehmenden schon um acht Uhr morgens auf den Rinderberg fahren konnten.
So konnte auf der frisch präparierten roten Piste schon bald der berüchtigte Riesenslalom starten, welcher sich im Verlauf der Startnummern immer mehr als spektakuläre Herausforderung entpuppte. Kaum war der letzte Fahrer über die Ziellinie gefahren, wurden die Zeitmessung und die Sitzgelegenheit für unsere etwas lädierten Starter zusammengepackt und zum Snowboard Cross auf das Rinderberg Läger gebracht.
Während nun die Snowboardlehrer:innen mit ihren Brettern über Wellen, Mulden und durch Steilwandkurven sausten, inspizierten die Demo-Teams bereits den Hang für das Formationsfahren. Der mittlerweile etwas sulzige Schnee hielt die Formationen nicht davon ab, der Jury und unseren Gästen ihr bestes Können und die einstudierten Programme zu präsentieren.
Diese wiederum machten es sich verdient in der Festwirtschaft im Zielgelände gemütlich. Mit von der Partie waren unsere Gold- sowaie Silbersponsoren, welchen wir mit dem Apéro schon ein erstes Mal Merci für die grosszügige Unterstützung sagen konnten. Ausserdem wurden fleissig Bratwürste gebraten, Cheesbrätel auf leckerem Brot serviert und Wein ausgeschenkt. Der eine oder die andere musste sich vielleicht noch etwas Mut antrinken, um sich dann noch bei einem weiteren Highlight des Tages anzumelden: dem Big-Foot-Cross. Hierbei genossen die legendären kurzen Ski, welche ein trauriges Dasein zuhinterst im Skischulchalet fristeten, ein wunderbares Comeback. Zu zweit stürzten sich die Schneesportlehrerinnen und Schneesportlehrer im Duell zur besten Unterhaltung von uns Organisatorinnen und dem Publikum durch den spektakulären Parcours.
So musste die Rangverkündigung zeitlich etwas nach hinten verschoben werden. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch und wir konnten unsere Siegerinnen und Sieger gebührend feiern. Nach einer feierlichen Abschlussrede von Skischulleiter Kurt Müller, welche auch die aktuelle Weltlage nicht ausser Acht liess, machten sich die Skischulen auf den Weg in die Restaurants Fang und Derby. Derweilen räumten unsere fleissigen Helferinnen und Helfer das ganze Festgelände im Nu auf.
Ein Abstecher in die Aprés-Ski-Bar unseres Vertrauens durfte natürlich auch nicht fehlen. Es wird gar gemunkelt, dass auch ein ominöses Kalb vom Rinderbergspitz seinen Weg in das bekannte Lokal gefunden habe. In der Lothar Bar wurde über den Wintersport gefachsimpelt, mit den gesponserten Karten gejasst und natürlich das Tanzbein geschwungen. Auch die jüngere Sektion des Organisationskomitees liess es sich nicht nehmen, auf diesen wunderbaren Anlass und dessen Gelingen anzustossen.
Ein grosser Dank geht an die grosszügigen Sponsoren, alle Teilnehmenden, welche für Stimmung gesorgt, und an die Zweisimmner Skilehrerinnen und Skilehrer, die diesen Anlass mit viel Engagement gestemmt haben.
«SIMMENTAL ZEITUNG»/RAHEL MÜLLER
Auszug aus den Ranglisten
Riesenslalom
Men 70+ Jg. 1955 und älter: 1. Kari Eggen, Swiss Snowsports, 48.64; 2. Hannes Stähli, Grindelwald, +4.15; 3. Hämpu Iseli, +5.54. Men 5 Jg. 1956–1960: 1. Ernst Sahli, Diemtigtal, 55.84; 2. Beni Courvoisier, Adelboden, +3.04; 3. Ueli Thormann, Saanen-Schönried, +3.37. Women 4 Jg. 1970 und älter: 1. Ruth Oehrli, Gstaad, 49.72; 2. Veronika Pfulg-Famiglietti, Wengen, +0.39; 3. Dori Burri, Saanen-Schönried, +6.62; 4. Barbara Wyssmüller, Saanen-Schönried. Men 4 Jg. 1961– 1970: 1. Othmar Suter, Mürren-Schilthorn, 48.20;
2. Martin von Siebenthal, Gstaad, +0.46; 3. Rolf Kiegler, Saanen-Schönried, +2.73; 4. Emmanuel Raaflaub, Gstaad. Women 3 Jg. 1971–1980: 1. Sabine Forderkunz, Meiringen-Hasliberg, 54.73;
2. Esther Aebi, Meiringen-Hasliberg, +5.71. Men 3 Jg. 1971–1980: 1. Reto Mani, Diemtigtal, 45.74;
2. Marcel Homberger, Kleine Scheidegg, +0.51;
3. Reto von Siebenthal, Gstaad, +2.22; 4. Christian Bigler, Saanen-Schönried. Women 2 Jg. 1981– 1990: 1. Claudia Ramseier, Zweisimmen, 47.59;
2. Pamela Uhlmann, Diemtigtal, +0.51; 3. Bettina Ogi, Saanen-Schönried, +0.84. Men 2 Jg. 1981–1990: 1. Benz Reichenbach, Gstaad, 43.98;
2. Bruno Dänzer, Adelboden, +3.54; 3. Peter Furler, Zweisimmen, +3.68; 4. Michael Zimmermann, Gstaad; ferner: 7. Fabian Hauswirth, Alpinzentrum Saanenmöser. Women 1 Jg. 1991 und jünger: 1. Alissa Müller, Adelboden, 45.23; 2. Belinda Schwenter, Alpinzentrum Saanenmöser, +0.57; 3. Julie Trummer, Alpinzentrum Saanenmöser, +0.66; 4. Natalie Hauswirth, Alpinzentrum Saanenmöser; 5. Laura Annen, Alpinzentrum Saanenmöser; 6. Bigna Däpp, Alpinzentrum Saanenmöser; ferner: 8. Francine Annen, Saanen-Schönried; 9. Celine Solenthaler, Alpinzentrum Saanenmöser; 11. Anna Locher, Saanen-Schönried; 17. Magali Thormann, Saanen-Schönried;
21. Chantal Reichenbach, Saanen-Schönried; 23. Luciana Falquemberg, Saanen-Schönried; 24. Anna Frei, Saanen-Schönried; 30. Vera Bitterlin, Saanen-Schönried. Men 1 Jg. 1991 und jünger:
1. Joel Oehrli, Gstaad, 43.78; 2. Yani Mani, Saanen-Schönried, +0.12; 3. Janic Hofmann, Saanen-Schönried, +0.49; ferner: 6. Lucien Blum, Alpinzentrum Saanenmöser; 7. Marco Haldi, Saanen-Schönried; 9. Fabrice Thormann, Saanen-Schönried; 11. Hannes Reusser, Saanen-Schönried; 15. Louis Marmet, Saanen-Schönried; 22. Pascal Frei, Saanen-Schönried; 25. Ruben Leuenberger, Saanen-Schönried; 29. Silvan Binggeli, Saanen-Schönried.
Snowboardcross
Snowboard Women: 1. Liv Staub, Alpinzentrum Saanenmöser, 34.16; 2. Steffi Kolb, Wengen, +0.17; 3. Yasmin Gobeli, Lenk Sport und Events AG, +2.26; 4. Andrea Kunz, Alpinzentrum Saanenmöser; 5. Frederike Eichner, Saanen-Schönried; 9. Giulia Allegrezza, Alpinzentrum Saanenmöser. Snowboard Men: 1. Andreas Oester, Adelboden, 30.81; 2. Roman Müller, Mürren-Schilthorn, +0.45; 3. Nathan Zangger, Adelboden, +0.53.
Formationsfahren
1. Demoteam Saanenland, Gstaad/Saanenmöser, 57.5; 2. Nüschti Synchro, Saanen-Schönried & Saanenmöser, 56.0; 3. Demoteam Schönried, Saanen-Schönried, 55.7.
«Wir haben ein paar junge, sehr engagierte Leute»
Bei Sonnenschein und guten Pistenverhältnissen trafen sich am Rinderberg rund 300 Schneesportlehrer und Gäste zum bernischen Skischulen- und Schneesportlehrer-Treffen. Im Interview zeigt sich Skischulleiter Kurt Müller zufrieden und dabei insbesondere beeindruckt vom Engagement der jungen Helferinnen und Helfer.
JOCELYNE PAGE
Sonnenschein, eine griffige Piste am Rinderberg und zahlreiche wetteifrige Schneesportlehrer:innen am Start: Wie haben Sie das bernische Skischulen- und Schneesportlehrer-Treffen in Zweisimmen erlebt?
Es war ein cooler Tag. Das Wichtigste war natürlich das Wetter und das hat perfekt mitgespielt. Auch die Konditionen der Rennpiste und des Snowboardcross waren gut. Und so hatten wir eine tolle Stimmung vor Ort, während den Wettkämpfen als auch danach beim geselligen Zusammensein.
Und am Abend lud die Lothar Bar noch zum Feiern ein, wie ich hörte.
Genau, da herrschte erst recht gute Stimmung. Man hat die feiernden Schneesportlehrer zumindest bis ins Dorf gehört (lacht).
Wie viele Schneesportlehrer und Besuchende waren denn vor Ort?
Wir hatten rund 300 Besucherinnen und Besucher hier. Darunter etwa 150 Teilnehmende beim Riesenslalom und rund 20 Snowboarder beim Snowboardcross. Insgesamt waren 13 Demoteams dabei.
Sie und Ihre Frau Ursula Müller sind seit über 35 Jahren für die Leitung der Skiund Snowboardschule Zweisimmen zuständig. Beide sind Sie somit lange im Business und haben so manch ein kantonales und nationales Skilehrertreffen erlebt. Wie haben sich diese über die Jahre verändert?
Früher stand der sportliche Teil stärker im Vordergrund. Wer angereist ist, nahm in der Regel auch am Rennen teil. Danach ging man gemeinsam noch Ski fahren, bevor das Apéro begann. Heute reisen auch viele Zuschauerinnen und Zuschauer an. Sie feuern ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Skischule an oder verfolgen das Demofahren. Neben dem Sport steht heute stärker das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Das ist schön zu sehen. Beide Formen haben ihre Berechtigung.
Sind alle Teilnehmenden gesund im Ziel angekommen
Während der Wettkämpfe gab es keine Unfälle. Auch glücklicherweise nicht während des Demofahrens. Oftmals fahren die Teams ja gewagte Formationen wie beispielsweise den Crash.
Wie gross war der organisatorische Aufwand für diesen Anlass?
Die definitive Zusage für die Durchführung kam im Oktober, mit den Vorbereitungen haben wir im November begonnen. Wir haben ein paar junge, sehr engagierte Leute, die diesen Anlass mit viel Motivation und Einsatz auf die Beine gestellt haben. Sie waren voll dabei und haben viel Verantwortung übernommen. Oftmals hört man, dass sich die jüngere Generation nicht mehr engagieren will. Diese Erfahrung habe ich bisher nicht gemacht, im Gegenteil: Es war beeindruckend zu sehen, mit wie viel Tatendrang sie die Dinge angegangen sind.
Wie viele tatkräftige Hände waren denn vor Ort?
Insgesamt waren rund 35 Helferinnen und Helfer im Einsatz, für die Organisation der Wettkämpfe, aber auch für das Catering im Zielgelände, welches den ganzen Tag sehr gut lief. Wir durften einen erfreulichen Umsatz erwirtschaften.
Wie kam es dazu, dass die kantonale Veranstaltung bei Ihnen stattfand?
Grundsätzlich wird das bernische Treffen jedes Jahr im Turnus an verschiedene Schneesportschulen vergeben. Da unsere letzte Durchführung schon einige Jahre zurückliegt, wurden wir vom Verband angefragt, wieder einmal das Treffen in Zweisimmen durchzuführen. Wir haben im Moment ein gut durchmischtes Team und fanden den Zeitpunkt günstig, um den Anlass dieses Jahr zu organisieren. Sicher auch ein guter Zeitpunkt, damit wir Älteren noch mal unser Wissen beitragen konnten.




