Fortschritt Neubau Pfarrhaus Gstaad: Untergeschoss ist fertiggestellt
19.06.2026 ZweisimmenNach der Eucharistiefeier am letzten Sonntag, 14. Juni, kam die römisch-katholische Kirchgemeinde Gstaad – zu der die Standorte Lenk, Zweisimmen und Gstaad gehören – in der Kirche St. Franziskus in Zweisimmen zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung zusammen. Nach ...
Nach der Eucharistiefeier am letzten Sonntag, 14. Juni, kam die römisch-katholische Kirchgemeinde Gstaad – zu der die Standorte Lenk, Zweisimmen und Gstaad gehören – in der Kirche St. Franziskus in Zweisimmen zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung zusammen. Nach der Genehmigung der Jahresrechnung 2025 wurde Hanspeter Marggi als neuer Leiter Personalwesen vorgestellt und Kirchgemeinderat Guido Fässler erläuterte unter Verschiedenem den Fortschritt des Neubaus des Pfarrhauses in Gstaad und die Dachsanierung der Kirche Zweisimmen.
Präsident Felix Neff konnte am letzten Sonntagvormittag eine überschaubare Anzahl Stimmberechtigter im Saal des Gemeindezentrums in Zweisimmen begrüssen. Die für die Frühjahrsversammlung üblichen, vorgesehenen Traktanden wurden einstimmig genehmigt. So das Protokoll vom 16. November 2025 und auch die Jahresrechnung 2025, welche Finanzverwalterin Eva Regli erläuterte.
Ausgeglichene Jahresrechnung und Genehmigung eines Nachkredits
Die Jahresrechnung schliesst ausgeglichen mit 0 Franken ab. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 177’300 Franken. Die Schlechterstellung begründet sich durch die Einlage in die finanzpolitische Reserve des Bilanzüberschusses im Betrag von 818’235.47 Franken. Nach der Zuweisung des Ertragsüberschusses in die finanzpolitische Reserve ist das Eigenkapital neu auf 8’362’086.26 Franken angestiegen.
Bezüglich der Erfolgsrechnung konnte Eva Regli feststellen, dass fast überall tiefere Zahlen erreicht wurden, als budgetiert. So sind die Personalkosten in 2025 tiefer (Abweichung von –122’207.07 Franken zum Budget), da leider immer noch keine Gemeindeleitung gefunden werden konnte. Die Vakanzaushilfen können über die Landeskirche abgerechnet werden und Gastpriester haben an allen drei Orten Gottesdienste übernommen. Im Gegenzug durften sie dafür die Wohnung an der Lenk unentgeltlich für Ferien nutzen.
Auch der Sach- und Betriebsaufwand ist mit –210’134.86 Franken niedriger als das Budget ausgefallen, unter anderem aufgrund der Rückstellung einer Broschüre. Ebenso konnte mit dem Anschluss des kirchlichen Gebäudes in Zweisimmen an die Fernwärme das verbliebene Heizöl für das Begegnungszentrum St. Anna an der Lenk verwendet werden. Lediglich ein Nachkredit von 10’350 Franken musste von der Versammlung genehmigt werden. Bis zum Bezug des Pfarrhaus-Neubaus in Gstaad wird für das Pfarramts-Sekretariat und die Wohnung für Pfarrer und Gemeindeleitung ein Chalet am Gschwendmatteweg 23 angemietet. Bei Erstellung des Budgets 2025 war der Mietzins noch nicht bekannt und dieser ist nun höher ausgefallen.
Neuer Leiter Personalwesen
Die länger schon bestehende Vakanz in der Gemeindeleitung bedeutet auch für den Kirchgemeinderat einen Mehraufwand. Darum wurde entschieden, mit Hanspeter Marggi, Zweisimmen, einen Leiter Personalwesen einzustellen. Als Kirchgemeinderatspräsident bleibt Felix Neff weiter für das Personal verantwortlich, er erhält aber nun Unterstützung bei der Rekrutierung, dem Erstellen von Arbeitsverträgen etc. Hanspeter Marggi ist in Gsteig aufgewachsen und lebt seit 46 Jahren in Zweisimmen. Als Teamleiter bei der BLS in Spiez und ehemaligem Kirchgemeinderatspräsident bringt er sehr gute Voraussetzungen für diese Position mit.
Thermische Sanierung Kirchenzentrum Zweisimmen
Unter Verschiedenem orientierte Kirchgemeinderat Guido Fässler, Zweisimmen, über die aktuellen Sanierungsarbeiten in Zweisimmen und den Neubau des Pfarrhauses in Gstaad. Beide Projekte laufen sehr zufriedenstellend.
Für die thermische Sanierung des Kirchenzentrums in Zweisimmen wurde an der Versammlung vom 17. November 2024 ein Verpflichtungskredit von 600’000 Franken gesprochen. Im Jahr 2025 wurden 113’744.90 Franken für das Projekt in der Investitionsrechnung verbucht. Die Sanierung ist sehr gut vorangeschritten, mittlerweile sind 80 Prozent der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kirche montiert. Ziel ist es, dass im Juli das Gerüst abgebaut wird, sodass nach der gesamten Installation der elektrischen Anlage die Anlage im August mit 63 Ampere Leistung in Betrieb gehen kann. Nach Erweiterung der Zuleitung ist geplant, dass im Januar 2027 dann die volle Leistung, 100 Ampere, genutzt werden kann.
Neubau in Gstaad schreitet voran
Nach dem Winterunterbruch wird seit Februar fleissig an dem Neubau des Pfarrhauses in Gstaad weitergearbeitet. Mittlerweile ist das gesamte Untergeschoss fertig. Der Betondeckel, welcher bodenerdig mit der Strasse abschliesst, ist gemacht. Eventuell muss der Bau wegen verschiedener Sommeranlässe in Gstaad unterbrochen werden. Das Ziel, bis Ende September den Holzaufbau zu stellen, wird weiter anvisiert.
Im Jahr 2025 wurden Ausgaben von 106’903.95 Franken für die Planung des Neubaus und 1’034’506.05 Franken für den Neubau selbst über die Investitionsrechnung verbucht. Die gesamte Kreditsumme beträgt 400’000 (KGV vom 29. November 2020) für die Planung und 8’161’640 Franken (KGV vom 18. Juni 2024) für den Neubau. Präsident Felix Neff erwähnte schmunzelnd nebenbei, dass sie gerade die 58. Bausitzung durchgeführt hätten, aber für solch ein freudiges Projekt nehme man den Zeitaufwand gerne in Kauf.
Zukunft mit Aussicht
… unsere Pfarrei neu denken: Für die Zukunft der Pfarreien im Fokus wurde vor allem auch, weil immer weniger Theologen ausgebildet werden, eine Arbeitsgruppe gebildet. Kaplane zu finden, gestaltet sich einfacher, aber die römisch-katholische Kirche im Obersimmental-Saanenland braucht einen Theologen, der auch die Gemeinde leiten kann. Eine weitaus umfangreichere Tätigkeit. Die Arbeitsgruppe möchte darum Ideen für eine zukunftsfähige Pfarrei erarbeiten und freut sich über Inputs der Kirchgemeindemitglieder, die alle mit einem Pfarreibrief und einer Antwortkarte angeschrieben wurden.
«SIMMENTAL ZEITUNG»/KERSTIN KOPP




