Viele kennen Philippe Chevalier durch seine jahrelange Tätigkeit im Skisport. Als junger Mann jedoch studierte er Trompete und alles deutete daraufhin, dass ihm eine erfolgreiche Musikerlaufbahn bevorstehen würde.
Stellvertreterjobs, welche dem frischgebackenen Trompetenspieler ...
Viele kennen Philippe Chevalier durch seine jahrelange Tätigkeit im Skisport. Als junger Mann jedoch studierte er Trompete und alles deutete daraufhin, dass ihm eine erfolgreiche Musikerlaufbahn bevorstehen würde.
Stellvertreterjobs, welche dem frischgebackenen Trompetenspieler den Alltag von Berufsorchestermusikern vor Augen führten, liessen ihn jedoch abrupt einen Branchenwechsel vollziehen. Solobläser haben manchmal nur wenige Takte an einem Konzert zu spielen. Diese müssen zwar sitzen – weil es eben Soli sind, die aus dem Orchesterklang heraustönen sollen. Davor und danach heisst es aber oftmals warten und Takte zählen, bis der Einsatz kommt. Philippe Chevalier konnte sich eine solche Berufszukunft nicht vorstellen. Also wandte er sich dem Sport zu, wobei die Musik immer wichtig für ihn geblieben ist.
Durch die Liebe zur Fotografie konnte er zudem eine weitere künstlerische Ader ausleben. Seine neuste Serie, «Les mains de la musique», ist nun im Heimatwerk Saanen ausgestellt. Wie der Ausstellungsname suggeriert, stehen Musikerhände im Fokus der Schwarz-Weiss-Fotografien, und wie im Orchester, sind die Geigen links, die Bläser in der Mitte und die Celli rechts im Raum platziert.
«Nichts gibt mehr Ausdruck und Leben als die Bewegung der Hände; im Affekte besonders ist das sprechendste Gesicht ohne sie unbedeutend.» (Gotthold Ephraim Lessing)
ÇETIN KÖKSAL
Die Ausstellung im Heimatwerk Saanen ist noch bis zum 2. September während der normalen Öffnungszeiten zu besichtigen. www.heimatwerk-saanen.ch