3 Starts – 3 Siege: Franjo von Allmen gelingt der Gold-Hattrick
13.02.2026 Sport3 Starts – 3 Siege: Franjo von Allmen gelingt der Gold-Hattrick
Franjo von Allmen gewinnt in Bormio auch den Super-G und schreibt mit seiner dritten Goldmedaille Olympia-Geschichte. Nicht so gut lief es bei ihren ersten Einsätzen Skispringer Sandro Hauswirth und ...
3 Starts – 3 Siege: Franjo von Allmen gelingt der Gold-Hattrick
Franjo von Allmen gewinnt in Bormio auch den Super-G und schreibt mit seiner dritten Goldmedaille Olympia-Geschichte. Nicht so gut lief es bei ihren ersten Einsätzen Skispringer Sandro Hauswirth und Biathlet Joscha Burkhalter.
ANITA MOSER
«Jetz gö mer z Bode!» oder anders gesagt: «Jetzt wird gefeiert!», lachte Franjo von Allmen nach dem Rennen in die Mikrofone. Der 24-jährige Boltiger hat auch allen Grund dazu. Er gewann am 11. Februar in Bormio auch den Super-G und ist damit der erste Schweizer Olympiasieger in dieser Disziplin. Der Superlative aber nicht genug: Für von Allmen ist es nach Gold in der Abfahrt am 7. Februar und Gold beim Team-Event am 9. Februar die dritte Goldmedaille innerhalb von fünf Tagen. Zudem ist er der erste Schweizer, der an denselben Olympischen Spielen drei Goldmedaillen gewinnt. Auf internationaler Ebene gelang dies bei den Männern erst dem Österreicher Toni Sailer und dem Franzosen Jean-Claude Killy – zwei Legenden des Skisports. Und: Franjo von Allmen ist der erste männliche olympische Speed-Doppelsieger (Abfahrt und Super-G).
Mitfavorit Marco Odermatt wurde hinter seinem Teamkollegen und hinter dem US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle Dritter und gewann nach Silber in der Team-Kombi mit der Bronzemedaille im Super-G seine zweite Olympiamedaille.
«Äs ungloublichs Märli!»
Am Mittwochabend hat nicht nur Franjo von Allmen gefeiert, auch in der Lotharbar in Zweisimmen ging die Post ab. Er habe das Rennen zu Hause geschaut, sagt Götti Klaus Eschler. Er sei unglaublich stolz und könne es kaum glauben. «Äs ungloublichs Märli!»
Franjo sei ein sehr ruhiger, angenehmer, zurückhaltender, aber auch ein verschmitzter Schüler mit viel Humor gewesen, sagt seine ehemalige Lehrerin Rahel Trachsel. «Er war locker, aber auch sehr zielstrebig, im sportlichen wie auch im schulischen Bereich.» Gross verändert habe er sich nicht. Auch wenn sie ihn jetzt «nur» noch vom Fernsehen kenne, denke sie, dass er es bis heute geschafft habe, sich selber zu bleiben. «Er war stets sehr bescheiden und ich hätte nie mitbekommen, dass er seine Erfolge an die grosse Glocke gehängt hätte.»
Auf die Frage, was er Franjo jetzt sagen würde, meinte sein ehemaliger Arbeitskollege Yves Perren: «Chum guet heeme, wir gsehn is umhi.» Und was ging ihm durch den Kopf, als sein Kollege die dritte Goldmedaille auf sicher hatte? Perren grinst: «Nid scho wider, dä ‹Souhund›». (Anmerkung: Ist natürlich als Kompliment unter Kollegen gemeint.) Was Franjo geleistet habe, sei nicht zu unterschätzen, er sei auch mental sehr stark. Und was unterscheidet den Skirennfahrer Franjo vom privaten Franjo? «Nicht viel. Er ist wie er ist, spricht von der Leber weg», so Perren und schiebt lachend nach: «Aber zum Glück sagt er nicht immer alles, was im Privaten so abgeht…»
Sandro Hauswirth mit Rang 29 auf der Normalschanze
Am 9. Februar kam auch der Saaner Skispringer Sandro Hauswirth auf der Normalschanze zu seinem ersten Einsatz. Nach dem ersten Durchgang Normalschanze lag er auf dem vielversprechenden 20. Rang. Der zweite Durchgang verlief nicht nach Wunsch und so beendete er den Wettkampf auf Rang 29. «Ich wollte angreifen, es haben sich aber ein, zwei Fehler zu viel eingeschlichen», sagte Sandro Hauswirth gegenüber dem Fernsehen SRF nach seinem zweiten Sprung. Positiv für ihn sei, dass der Flug «eigentlich gut ist, das ist, was mich positiv stimmt.» Die grosse Schanze sei sicher eher nach dem Schnittmuster von Sandro Hauswirth, so Kommentator Beat Sprecher. «Den Kopf nicht hängen lassen. Es kann nur noch besser werden.» Sandro Hauswirth sei der «Flieger», ergänzte Marco Grigoli, Skisprungexperte bei SRF. «Wenn es um das Element Luft geht in Kombination mit Fliegen, dann haben wir Sandro Hauswirth sicher eher auf der Rechnung auf der grösseren Schanze.»
Besser lief es Gregor Deschwanden. Der Teamkollege von Sandro Hauswirth sprang in beiden Durchgängen Schanzenrekord und gewann am Schluss die Bronzemedaille.
Das Skispringen auf der Grossschanze findet morgen Samstag, 14. Februar, ab 18.45 Uhr statt. Sie hoffe, dass sich Sandro am Samstag für den zweiten Durchgang qualifizieren könne, das sei ihr «grösstes Bibere», sagt seine Mutter Nicole Hauswirth auf telefonische Nachfrage. «Ich hoffe, er kann gute Sprünge zeigen und mit einem guten Gefühl noch die restlichen Wettkämpfe dieser Saison bestreiten.»
Biathlon: Joscha Burkhalter auf Rang 36
Der Zweisimmner Biathlet Joscha Burkhalter klassierte sich im Einzelwettkampf über 20km als bester Schweizer im auf Rang 36.
Zu seinem zweiten Einsatz – 10km Sprint – kommt Joscha Burkhalter heute Freitag, 13. Februar, ab 14 Uhr.



