Rund 50 Helferinnen und Helfer haben beim fünften Summit Foundation Clean-Up Day in der Ferienregion Gstaad insgesamt 38,25 Kilo Abfall eingesammelt. Besonders häufig gefunden wurden Zigarettenstummel und Snusbeutel. Eine Tatsache, die gravierende Folgen für Mensch und ...
Rund 50 Helferinnen und Helfer haben beim fünften Summit Foundation Clean-Up Day in der Ferienregion Gstaad insgesamt 38,25 Kilo Abfall eingesammelt. Besonders häufig gefunden wurden Zigarettenstummel und Snusbeutel. Eine Tatsache, die gravierende Folgen für Mensch und Natur haben kann.
Der Schnee ist weg, die Wiesen wieder frei. Und es kommt das hervor, was verloren oder unerlaubterweise entsorgt wurde. «Was im Gras und zwischen Steinen zurückbleibt, belastet Natur und Tierwelt – und gelangt teils als Mikroplastik oder über Schadstoffe in den Boden», schreiben die Organisatoren des fünften Summit Foundation Clean-Up Day in einer Medienmitteilung. Am vergangenen Sonntag haben rund 50 Freiwillige Abfall entlang von Pisten, Wegen und Liftanlagen gesammelt. Die Aktion fand rund um das Eggli statt und wurde gemeinsam von der Summit Foundation, Gstaad Saanenland Tourismus und den Bergbahnen Destination Gstaad AG organisiert.
Insgesamt kamen laut den Organisatoren 38,25 Kilo Abfall beziehungsweise 185 Volumenliter zusammen. Besonders häufig fanden die Helferinnen und Helfer Zigarettenstummel, Snusbeutel, Getränkedosen und Kaugummi. Allein von Zigarettenstummeln und Snuspäckchen wurden über 2000 Stück eingesammelt. Eine Entwicklung, welche die Organisatoren sichtlich mit Sorge erfüllt. «Viele Raucher:innen und Snuser:innen entsorgen ihre Stummel und Beutel leider noch immer direkt in die Natur – und verschmutzen die Umwelt nicht nur mit Nikotin, sondern auch mit Arsen und anderen Schwermetallen, von denen viele als krebserregend gelten.»
Neben den üblichen Abfällen fanden die Teams auch ungewöhnliche Gegenstände. Darunter waren laut Mitteilung ein fast neues USB-Kabel, ein originalverpacktes Biskuit, eine alte SwissPass-Karte, einzelne Baggerteile, ein Handschuh sowie mehrere Glasflaschen.
Unterstützung durch externe Helfende und Le Rosey
Ein grosser Teil der Helferinnen und Helfer reiste aus dem Raum Bern-Thun oder aus der Genferseeregion an. Die Hälfte der Teilnehmenden stammte von der Privatschule Le Rosey, die mit einer Gruppe aus ihrem Sommercampus in Rolle nach Gstaad anreiste. Ziel sei es gewesen, den Einfluss des Wintertourismus auf die Natur direkt zu erleben. Unterstützt wurde die Aktion auch von Einheimischen. «Es ist schön zu sehen, wie Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrunds sich vereinten, um einen positiven Beitrag zur Umwelt und zur Lebensqualität in unserer Ferienregion zu leisten», meint Patrick Bauer, Leiter Destinationsentwicklung und Nachhaltigkeit. Floris Hofer, Vertreter der Bergbahnen Destination Gstaad AG, sieht in der Aktion einen Mehrwert, der hoffentlich lange nachhallt: «Diese Erfahrung wird nicht nur dazu beitragen, das Umweltbewusstsein bei den jüngeren Generationen zu stärken, sondern auch wichtige Werte wie Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein zu fördern.»
Zum Abschluss wurde der gesammelte Abfall bei der Talstation Eggli gemeinsam sortiert und für die Entsorgung vorbereitet. Die Bergbahnen Destination Gstaad AG organisierte anschliessend ein Mittagessen für die freiwilligen Helferinnen und Helfer. Die Aktion fand bereits zum fünften Mal in der Region statt. Nach der Schneeschmelze werden in verschiedenen Schweizer Ski- und Berggebieten liegengebliebene Abfälle entlang von Pisten und Lifttrassen eingesammelt.
PD/JOP