Stefanos Tsitsipas gewinnt das EFG Swiss Open Gstaad. Der Grieche bezwang am Sonntag, 19. Juli, den belgischen Überraschungsfinalisten Raphaël Collignon in drei Sätzen.
JONATHAN SCHOPFER
Bevor Stefanos Tsitsipas in der ausverkauften Roy Emerson Arena in Gstaad ...
Stefanos Tsitsipas gewinnt das EFG Swiss Open Gstaad. Der Grieche bezwang am Sonntag, 19. Juli, den belgischen Überraschungsfinalisten Raphaël Collignon in drei Sätzen.
JONATHAN SCHOPFER
Bevor Stefanos Tsitsipas in der ausverkauften Roy Emerson Arena in Gstaad die Granit-Trophäe in die Höhe stemmen konnte, durchlebten er und sein Finalgegner Raphaël Collignon ein Wechselbad der Gefühle.
Der erste Satz war bis zum Stand von 4:4 umkämpft, ging schliesslich aber mit 6:4 an Tsitsipas. Der zweite Durchgang erreichte seinen Höhepunkt im Tiebreak. Der Grieche wirkte zunehmend angespannt und wandte sich mehrfach emotional an seine Angehörigen auf den Sitzplätzen. Raphaël Collignon blieb dagegen nervenstark, setzte Tsitsipas mit seinen langen Schlägen unter Druck und entschied den Tiebreak mit 7:3 für sich.
Im dritten Satz fand Tsitsipas zu seiner Linie zurück, während Collignon zunehmend Fehler unterliefen. Nach 2 Stunden und 17 Minuten gewann der Grieche mit 6:4, 6:7 (3:7) und 6:3.
Lob für den Finalgegner
Bei der Siegerehrung lobte Tsitsipas seinen Finalgegner. Er habe Collignons Entwicklung in den vergangenen Jahren verfolgt. «Ich bin überzeugt, dass du künftig zahlreiche Titel gewinnen wirst», sagte er zu ihm. Ausserdem dankte Tsitsipas den Ballkindern und erinnerte daran, dass er einst selbst eines gewesen sei.
Für den ehemaligen Weltranglistendritten ist es der 13. Titel auf der ATP-Tour und das Ende einer längeren Durststrecke. Seit seinem Triumph in Dubai im März 2025 hatte er kein Turnier mehr gewonnen. Auch für den 24-jährigen Collignon war es eine besondere Woche: Er erreichte in Gstaad erstmals einen ATP-Final.
Collignon kämpft sich in seinen ersten ATP-Tour-Final
Dem Final war eine spannende Turnierwoche mit zahlreichen Dreisatzpartien vorausgegangen, bei denen die Tennisfans voll auf ihre Kosten kamen. Gleichzeitig schieden mehrere Turnierfavoriten frühzeitig aus.
Collignon erwischte im Halbfinal gegen Juan Manuel Cerúndolo einen schlechten Start und verlor den ersten Satz mit 1:6. Danach wehrte der Belgier einen Matchball ab und drehte die Partie noch. Nach 2 Stunden und 26 Minuten gewann er mit 1:6, 7:6 (7:5) und 7:5.
Im zweiten Halbfinal setzte sich Tsitsipas gegen Aleksandr Shevchenko mit 6:4, 3:6 und 6:3 durch.
Regen unterbricht die Schweizer Hoffnungen
Der wegen Regens unterbrochene Achtelfinal zwischen Dominic Stricker und Aleksandr Shevchenko wurde am Freitag fortgesetzt. Stricker unterlag mit 6:7 (5:7), 2:6. Nach dem Ausscheiden von Jérôme Kym war damit kein Schweizer mehr im Einzel vertreten.
Auch im Doppel endet der Schweizer Lauf
In der Doppelkonkurrenz scheiterten Dominic Stricker und Dylan Dietrich im Viertelfinal an Sander Gille und Sem Verbeek. Das Schweizer Duo verlor mit 7:5, 3:6 und 5:10.
Den Titel sicherten sich der Österreicher Lucas Miedler und der Australier Marc Polmans. Das topgesetzte Duo bezwang Marcelo Demoliner und Robert Galloway im Final mit 6:3 und 6:4. Für Miedler war es der zweite Gstaader Turniersieg in Folge. Im Vorjahr hatte er den Titel an der Seite von Francisco Cabral gewonnen.
Hüsler gibt Update zu seine Karriere
Marc-Andrea Hüsler scheiterte in Gstaad in der zweiten Qualifikationsrunde an Clément Tabur. Wie der 30-jährige Zürcher am Samstag, 18. Juli, auf Instagram bekannt gab, bestreitet er in dieser Woche noch das ATP-Challenger-125-Turnier in Zug. Danach beendet er seine Karriere. Hüsler gewann 2022 in Sofia seinen einzigen ATP-Einzeltitel und erreichte in der Weltrangliste Platz 47.