Am 10. und 11. Oktober 2026 organisierte der Reit- und Fahrverein Gstaad-Saanenland im Reitzentrum Gstaad einen Extreme-Trail-Kurs unter der bewährten Leitung von Reto Moor. Zwei Tage lang standen Vertrauen, Gelassenheit und Geschicklichkeit im Mittelpunkt und die Frage, wie Mensch ...
Am 10. und 11. Oktober 2026 organisierte der Reit- und Fahrverein Gstaad-Saanenland im Reitzentrum Gstaad einen Extreme-Trail-Kurs unter der bewährten Leitung von Reto Moor. Zwei Tage lang standen Vertrauen, Gelassenheit und Geschicklichkeit im Mittelpunkt und die Frage, wie Mensch und Pferd gemeinsam an neuen Herausforderungen wachsen können.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Extreme Trail eine besondere Abwechslung in den Trainingsalltag gebracht. Auch dieses Mal entstand im Reitzentrum Gstaad ein vielseitiger Parcours, der Pferd und Mensch auf unterschiedliche Weise forderte. Die Hindernisse boten Gelegenheit, gewohnte Bewegungsabläufe zu verlassen, neue Aufgaben kennenzulernen und dabei die Verständigung miteinander zu verfeinern.
Beim Extreme Trail geht es um das ruhige und bewusste Bewältigen naturnaher Hindernisse. Das Pferd soll aufmerksam hinschauen, seine Schritte gezielt setzen und lernen, sich mit einer ungewohnten Situation auseinanderzusetzen. Dafür braucht es Zeit, eine verständliche Anleitung und einen Menschen, der Sicherheit vermittelt. Jede gemeinsam gelöste Aufgabe kann dazu beitragen, das Selbstvertrauen des Pferdes und das gegenseitige Vertrauen zu stärken.
Individuelle Begleitung für Mensch und Pferd
Reto Moor von Moor & More begleitete die Teilnehmenden fachkundig durch die verschiedenen Aufgaben. Die Anforderungen wurden dem jeweiligen Ausbildungsstand von Mensch und Pferd angepasst. Dadurch fanden sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene passende Herausforderungen und konnten an ihren individuellen Themen arbeiten.
Eine zentrale Rolle spielte die Bodenarbeit. Vom Boden aus lassen sich die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis gezielt entwickeln. Wie deutlich ist ein Signal? Wann braucht das Pferd Unterstützung, wann etwas mehr Zeit? Und wann ist es sinnvoll, ihm Raum zu geben, damit es selbstständig eine Lösung finden kann? Solche Fragen gehören wesentlich zur Arbeit im Trail und machen sie auch für den Menschen zu einer wertvollen Lernaufgabe.
Dabei ist genaues Beobachten gefragt. Wer sein Pferd aufmerksam begleitet, kann Unsicherheiten früher erkennen und die eigene Hilfengebung besser abstimmen. Eine ruhig und verständlich gestellte Aufgabe schafft die Voraussetzung dafür, dass das Pferd mitdenken und zunehmend sicherer handeln kann.
Wertvolle Grundlagen für den Alltag
Extreme Trail ist unabhängig von Pferderasse und Reitweise eine vielseitige Ergänzung der Ausbildung. Die Arbeit an den Hindernissen fördert Koordination, Balance und Trittsicherheit. Gleichzeitig üben sich die Menschen in Geduld, Klarheit und einer bewussten Körpersprache.
Diese Fähigkeiten sind auch ausserhalb des Parcours von Bedeutung. Auf einem Ausritt können ungewohnte Untergründe, schmale Durchgänge oder andere neue Situationen auftauchen. Ein Pferd, das gelernt hat, sich ruhig mit einer Aufgabe auseinanderzusetzen und sich an seinem Menschen zu orientieren, bringt dafür eine wertvolle Grundlage mit. Ebenso profitiert der Mensch davon, die Reaktionen seines Pferdes besser einschätzen zu können.
Das erfolgreiche Kurswochenende in Gstaad bot Raum, diese Grundlagen zu vertiefen und neue Anregungen für die weitere Arbeit mitzunehmen. Im Zentrum stand dabei stets die Partnerschaft: Gemeinsam eine Herausforderung anzugehen und Schritt für Schritt zu bewältigen, verbindet.
REIT- UND FAHRVEREIN GSTAAD-SAANENLAND