Martin Göschel kehrt für vier Monate nach Gstaad zurück und kocht gemeinsam mit Tom Walter im The Mansard. Gleichzeitig steht beim Ultima ein Namenswechsel bevor: Das Luxushotel wird ab Dezember unter der Marke Fouquet’s geführt.
SONJA WOLF
Der ehemalige Küchenchef des The Alpina Gstaad ist zurück im Saanenland: Vom 1. Dezember bis Ende März wird Martin Göschel im Restaurant des The Mansard an der Gstaader Promenade kochen. Dort arbeitet der mit 18 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin-Stern ausgezeichnete Koch mit Küchenchef Tom Walter zusammen. Walter bleibt für die Küche verantwortlich, Göschel ergänzt das Team als Gastkoch. Gemeinsam wollen sie das bestehende Angebot um neue Gerichte erweitern. «Tom ist sehr jung, aber auch schon sehr erfahren und mit seinem eigenen Stil. Ich denke, das ergibt eine sehr gute Kombi», sagt Göschel auf Anfrage.
Eine Pop-up-Idee
Woher die Idee kam? «Es war wie ein Geistesblitz, als wir von Martins Rückkehr erfahren haben», berichtet General Manager Stefan Ludwig auf Anfrage. Das Hotel wolle sein kulinarisches Angebot im Winter erweitern, um immer wiederkehrenden Gästen etwas Neues zu bieten und mit einem bekannten Namen auch neue Gäste anzusprechen. «Für ein separates Pop-up-Restaurant fehlt es in unserem kleinen Hotel allerdings an Platz.» Deshalb hole man sich mit Göschel das Pop-up gewissermassen in die bestehende Küche – für vier Monate.
Dabei war Ludwig wichtig, einen Koch mit Bezug zur Region zu gewinnen. «Einfach einen sternedekorierten grossen Namen nach Gstaad zu bringen, wäre nicht in unserem Sinn», sagt er. Göschel, der nach einem sechsmonatigen Australienaufenthalt ins Saanenland zurückkehrt, sei dafür ideal. «Wir wollen ihn mit dem Engagement auch wieder hier in der Region willkommen heissen», sagt Ludwig.
Für Tom Walter, der kürzlich mit dem «Next Gen Rockstar Award» für sein innovatives Führungsmodell ausgezeichnet wurde (wir haben berichtet), bietet die Zusammenarbeit die Gelegenheit, von Göschels langjähriger Erfahrung zu profitieren. Walter freue sich sehr darauf, sagt Ludwig. Die beiden Köche seien zwar im gleichen kulinarischen Bereich tätig, verfolgten aber unterschiedliche Ansätze. Gerade das mache die Zusammenarbeit interessant. Am bisherigen Konzept des The Mansard soll sich nichts Grundsätzliches ändern: Das Restaurant soll weiterhin ein unkomplizierter Treffpunkt bleiben und kein Fine-Dining-Lokal werden.
Aus Ultima wird Fouquet’s Gstaad
Die berühmte Brasserie Fouquet’s an den Pariser Champs-Élysées besteht seit 1899. Heute ist Fouquet’s auch der Name einer internationalen Luxushotelmarke der französischen Groupe Barrière. Ab dem 4. Dezember ist sie ebenfalls in Gstaad vertreten.
Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen werden das Ultima Hotel Gstaad und das Ultima Promenade Gstaad unter dem Namen Fouquet’s Gstaad auftreten. Dahinter steht gemäss einer Medienmitteilung eine Partnerschaft zwischen Ultima Capital und der Groupe Barrière. Die Eigentumsverhältnisse ändern sich nicht: Beide Liegenschaften bleiben vollständig im Besitz von Ultima Capital.
Auch das bisherige Hotelteam bleibt bestehen. Gastronomisch setzt das Hotel weiterhin auf das japanische Zuma-Pop-up, das bereits im vergangenen Winter in Gstaad zu Gast war.
Mit dem Markenwechsel reiht sich Gstaad in eine Reihe internationaler Fouquet’s-Standorte ein, zu denen unter anderem Paris, New York, Courchevel und Saint-Barthélemy gehören.