Gstaad Palace erneut an der Spitze des «Bilanz»-Rankings
04.08.2026 WirtschaftDas Saanenland ist im aktuellen Hotel-Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» erneut stark vertreten. Fünf Hotels schafften den Sprung unter die 50 besten Schweizer Ferienhotels. Das Gstaad Palace führt die Rangliste zum vierten Mal in Folge an, während The Alpina Gstaad auf Platz ...
Das Saanenland ist im aktuellen Hotel-Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» erneut stark vertreten. Fünf Hotels schafften den Sprung unter die 50 besten Schweizer Ferienhotels. Das Gstaad Palace führt die Rangliste zum vierten Mal in Folge an, während The Alpina Gstaad auf Platz drei vorrückt.
MAXIME VÖGELE
Das Gstaad Palace bleibt die Nummer eins unter den Schweizer Ferienhotels. Im aktuellen Hotel-Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» belegt das Traditionshaus bereits zum vierten Mal in Folge den ersten Platz. Ebenfalls in der Spitzengruppe vertreten ist das The Alpina Gstaad, das sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang verbessert und neu Platz drei belegt.
Service vor Inszenierung
Als entscheidenden Grund für den langjährigen Erfolg des Gstaad Palace nennt Claus Schweitzer, Autor des Hotel-Rankings, die konsequent gelebte Servicekultur. Das Palace sei ein «organisch gewachsenes Haus in Familienhand», dessen Qualität über Jahre hinweg konstant geblieben sei.
Diese Einschätzung ordnet Schweitzer in einen grösseren Zusammenhang ein. Zwar investierten viele Hotels heute in auffälliges Design, Spitzenrestaurants oder technologisch hochgerüstete Wellnessbereiche. Solche Konzepte könnten einen erstklassigen Service jedoch nicht ersetzen oder kompensieren. Entscheidend bleibe, wie Gäste betreut würden und welche Atmosphäre ein Hotel vermittle.
Auch Andrea Scherz, Eigentümer und General Manager des Gstaad Palace, sieht den Erfolg vor allem im Team und in der langjährigen Treue der Gäste. In einer Medienmitteilung sagt er: «Diese Auszeichnung ist einerseits nur dank unseren treuen Gästen möglich. Andererseits verfügen wir über ein starkes, konstant engagiertes Team, das sich mit Leidenschaft dafür einsetzt, jeden Aufenthalt bei uns im Saanenland zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.»
Weitere Topplatzierungen
Neben dem Gstaad Palace und The Alpina Gstaad sind drei weitere Hotels aus dem Saanenland unter den 50 besten Schweizer Ferienhotels vertreten.
Das Maison Hornberg verbessert sich um zwei Plätze auf Rang 22. Das Le Grand Bellevue belegt Rang 26, das Ermitage in Schönried Rang 39.
Im Gegensatz zum Vorjahr verzichtet «Bilanz» dieses Jahr auf eine gemeinsame Rangliste der Schweizer und europäischen Ferienhotels. Die beiden Rankings werden neu getrennt geführt.
Hotels mit Charakter
Neben dem Stellenwert von erstklassigem Service erkennt Claus Schweitzer einen weiteren Trend: In einer zunehmend digitalen Welt gewinnen Hotels mit einer eigenen Geschichte an Bedeutung. Häuser mit Charakter und einer gewachsenen Identität könnten sich von einer Hotellerie abheben, die oft auf spektakuläres Design und möglichst fotogene Erlebnisse setze.
Davon profitierten nicht nur traditionsreiche Grandhotels wie das Gstaad Palace. Auch neu eröffnete Hotels könnten sich erfolgreich positionieren – insbesondere dann, wenn sie historische Gebäude mit einer eigenen Vergangenheit neu nutzen. Ehemalige Banken, Regierungsgebäude oder Fabriken verfügten laut Schweitzer über eine Geschichte und eine Atmosphäre, die sich nicht künstlich schaffen lasse.
Gerade im Kontrast zur digitalen Welt seien solche authentischen Orte gefragt. Historische Gebäude lieferten «sofort ein Narrativ» und besässen eine «Aura», die Gäste anziehe und sich zugleich in digitalen Bildwelten besonders wirkungsvoll vermitteln lasse.
DIE METHODIK
Das Hotel-Ranking des Wirtschaftsmagazins «Bilanz» basiert auf vier Säulen: 400 Testbesuchen innerhalb der vergangenen 18 Monate, einer schriftlichen Umfrage unter 74 Schweizer Top-Hoteliers, Bewertungen aus Reisepublikationen und Online-Portalen sowie den Einschätzungen von 120 Hotelkenner:innen und Reiseprofis aus der Schweiz und Europa. Alle Ergebnisse fliessen in ein 100-Punkte-System ein, das die Gesamtbewertung und die Platzierung der Hotels bestimmt.
MAV

