Saanenland Tourismus (GST) hat die Auszeichnung «Leistungssportfreundlicher Arbeitgeber» von Swiss Olympic erhalten. Damit wird jungen Talenten die Möglichkeit geboten, ihre berufliche Ausbildung mit den hohen Anforderungen des Leistungssports zu verbinden. Wie dies ...
Saanenland Tourismus (GST) hat die Auszeichnung «Leistungssportfreundlicher Arbeitgeber» von Swiss Olympic erhalten. Damit wird jungen Talenten die Möglichkeit geboten, ihre berufliche Ausbildung mit den hohen Anforderungen des Leistungssports zu verbinden. Wie dies tatsächlich gelingt, zeigen laut GST zwei persönliche Beispiele aus unterschiedlichen Phasen der Berufsausbildung.
Das Label «Leistungssportfreundlicher Arbeitgeber» wird von Swiss Olympic vergeben. Mit dem Programm möchte Swiss Olympic das Bewusstsein in der Schweizer Wirtschaft für die Qualitäten und das berufliche Potenzial von Spitzenathlet:innen stärken und ihnen den Zugang zu Anstellungen und wertvoller Berufserfahrung erleichtern. Damit sich Beruf und die hohen Anforderungen des Leistungssports miteinander vereinbaren lassen, braucht es Arbeitgeber, die flexible Rahmenbedingungen schaffen und Arbeitsmodelle auf die zeitliche und örtliche Verfügbarkeit der Athlet:innen abstimmen. Mit dem Label zeichnet Swiss Olympic Arbeitgeber aus, die entsprechende Voraussetzungen schaffen und damit einen Beitrag zum Schweizer Leistungssport leisten, wie GST in einer Medienmitteilung schreibt.
Für Flurin Riedi, Tourismusdirektor/ CEO von Gstaad Saanenland Tourismus, passt dieses Engagement auch zur Identität der Ferienregion Gstaad: «Der Ski- und Wintersport gehört seit jeher zur Identität unserer Region. Deshalb ist es für uns naheliegend, junge Sporttalente nicht nur im Sport, sondern auch auf ihrem beruflichen Weg zu unterstützen. Als Arbeitgeber möchten wir Rahmenbedingungen schaffen, die es ermöglichen, Leistungssport und Beruf miteinander zu verbinden und den jungen Athletinnen und Athleten Perspektiven in beiden Bereichen zu eröffnen.»
Wie diese Vereinbarkeit von Ausbildung und Leistungssport konkret aussieht, zeigt laut GST das Beispiel von Charline Haumont. Die Skirennfahrerin hat im August 2026 ihre Lehre bei GST begonnen und fährt aktuell im BOSV-FIS-Kader. Bereits seit ihrem zweiten Lebensjahr steht sie auf den Ski und bestreitet heute während einer Wintersaison rund 55 Rennen. Umso wichtiger sei es, Arbeit, Schule, Trainings und Wettkämpfe im Alltag gut aufeinander abzustimmen, wie GST schreibt. «Sport auf hohem Niveau zu machen und gleichzeitig eine Ausbildung zu absolvieren, erfordert viel Organisation, Selbstständigkeit und vor allem Flexibilität, da sich die Pläne oft ändern», erzählt Charline.
Auch Lara Marti zeigt laut GST, wie die Verbindung von Beruf und Leistungssport langfristig gelingen kann.
Von 2022 bis 2025 absolvierte sie ihre Lehre bei GST und konnte diese dank eines reduzierten Arbeitspensums und flexibler Rahmenbedingungen mit ihrer Karriere als Biathletin verbinden. Trainings, Trainingslager und Wettkämpfe liessen sich so mit ihrer beruflichen Ausbildung vereinbaren. Auch nach ihrem Lehrabschluss bleibt Lara dem Unternehmen erhalten und ist heute im Destination Center im Bereich Beratung & Service tätig. Gleichzeitig betreibt sie weiterhin Biathlon auf Leistungssportniveau und arbeitet in einem 80-Prozent-Pensum. «Für mich ist es sehr wertvoll, dass ich auch nach meinem Lehrabschluss meine berufliche Tätigkeit und den Leistungssport miteinander verbinden kann. Dank meines reduzierten Pensums bleibt mir die notwendige Zeit für Trainings und Wettkämpfe. Gleichzeitig kann ich mich beruflich weiterentwickeln», erzählt Lara Marti.
PD/AMO