Gstaader Messe mit Neuerungen und Optimierungen
27.03.2024 GstaadDie Gstaader Messe Genossenschaft hat ihren Webauftritt neugestaltet und verspricht mehr Präsenz auf Social Media, um gemeinsam besser vernetzt zu sein. Zudem wurde an der Generalversammlung nebst den üblichen Traktanden der neue Anmeldeprozess vorgestellt.
21 Mitglieder der Gstaader Messe Genossenschaft besuchten am 21. März die ordentliche Generalversammlung im Hotel Arc-en-ciel in Gstaad. Präsident Philipp Reber warf in seinem Jahresbericht einen Blick auf die letzte Gstaader Messe, die am 27. Oktober 2022 eröffnet wurde und «mit 70 Ausstellern bis auf den letzten Quadratmeter» ausgebucht war. Mit rund 25 Prozent neuen Ausstellern sei der Mix spannend und abwechslungsreich gewesen. Und vor allem sei die Messe der «Treff für alle Einheimischen und Gäste gewesen», so Reber.
Vieles war gut, einiges nicht
Mit der 50-Jahr-Geburtstagsfeier des Sportzentrums und dem 100-Jahr-Jubiläum des Aero-Clubs, anlässlich dessen sich der Verein Segelfluglager Saanen präsentiert hatte, sei die Messe auch Plattform für lokale Themen gewesen, so Reber. «Dazu hatten wir mit ‹Madame Gstaad› von Gottfried und Andrea von Siebenthal eine Buchpremiere.» Und die Macher des gemeinnützigen Wohnbauprojektes Ebnitmatte Gstaad hätten im Rahmen der Messe ihr Projekt vorgestellt und den direkten Austausch mit der Bevölkerung gesucht – sogar der Innovationspreis, der goldene Kranich, habe noch ein Plätzchen gefunden. «Er kommt auch dieses Jahr wieder», verspricht der Präsident in seinem Bericht – im Gegensatz zum «Speakers Corner». Dieser habe leider nicht funktioniert, bedauerte Philipp Reber. «Unsere Idee, einen Ort in der Messe zu schaffen, an dem Interessierte einem Kurzvortrag oder einer Präsentation zuhören können, war nicht geglückt», resümierte er. Einerseits, weil wohl die Besucher auf ihrem Rundgang die Zeit vergessen hätten, andererseits, weil man nicht die ideale Location habe zur Verfügung stellen können. Diese Idee würde jedenfalls nicht weiterverfolgt.
Positives Fazit
Man habe an den vier Tagen jeweils «sehr hohe Besucherzahlen» verzeichnet und auch das Messerestaurant sei praktisch immer voll gewesen, heisst es im Jahresbericht. «Die Messe ist eine Institution, wo sich Gewerbler und Besucher treffen und sich austauschen. Genau das soll es sein und bleiben», sagte Reber. Die Finanzen seien im Lot. Der Vorstand sei bestrebt, mit den Mitteln massvoll umzugehen und man versuche auch künftig, den Ausstellenden gute Rahmenbedingungen zu bieten.
Höhere Preise trotz kleinem Gewinn
Kassier Patrick Staub orientierte über den Abschluss der Zweijahresrechnung 2022/2023. Die Rechnung schliesse mit einem kleinen Gewinn ab. Dennoch sollen die Preise pro Quadratmeter sehr moderat erhöht werden. Die Begründung für diese Preiserhöhungen liegen gemäss dem Sitzungsprotokoll in der allgemeinen Kostensteigerung und den höheren Energiepreisen, welche auch die Gstaader Messe betreffen.
Stefan von Grünigen neu im Vorstand
Daniela Addor hat nach vier Messen und neun Jahren ihr Vorstandsamt als Sekretärin beendet. Für sie sei Stefan von Grünigen von der gleichnamigen Drogerie als Sekretär in den Vorstand gewählt worden, heisst es im Protokoll. Ebenfalls demissioniert habe Elisabeth Jungen als Rechnungsrevisorin. Als Nachfolger wurde Bruno Zingre vom Elektrohuus von Allmen gewählt. Seinen ersten Einsatz werde er allerdings erst in zwei Jahren haben. In den Vorstand für weitere vier Jahre wiedergewählt wurden: Eliane Behrend (Marketing), Patrick Staub (Finanzen), Marc Schmid (Ton und Technik) sowie Beat Mösching (Bau) und Philipp Reber als Präsident. André Müller wurde als Revisor für weitere zwei Jahre wiedergewählt.
Mehr Präsenz auf Social Media und vereinfachte
Für die kommende Gstaader Messe, die vom 31. Oktober bis 3. November 2024 dauert, stellte Eliane Behrend – im Vorstand für das Marketing zuständig – ein neues, elektronisches Anmeldetool vor. Behrend informierte, dieser neue, webbasierte Anmeldeprozess werde die administrative Arbeit der Ausstellenden wie auch des Vorstandes «erheblich reduzieren». Alle Genossenschafter und die bisherigen Teilnehmer sollen bis spätestens Anfangs April per E-Mail den Zugang erhalten. Damit könne man sich bis am 24. Mai für die Gstaader Messe 2024 anmelden. Alle Angaben zur Messe und zur Anmeldung wie auch Kontaktdaten seien auf der Website der Gstaader Messe aufgeschaltet. Der Vorstand hoffe auf viele Anmeldungen, auch von Neuausstellern, und gebe gerne Auskunft.
Auch sei es wichtig, das man sich als Firma und auch als Messe digital präsentiere, man dürfe die neuen sozialen Medien nicht verpassen, heisst es im Jahresbericht. Darum wolle man hier mehr investieren. Philipp Reber präsentierte das geplante Social-Media-Marketing, mit dem die Gstaader Messe ab Frühling 2024 verstärkt auch diese Kanäle bespielen wolle. «Ziel ist es, dass wir uns besser vernetzen und so das regionale Netzwerk untereinander stärken», so Reber. Ausstellenden soll durch Buchung entsprechender Marketing-Pakete die Möglichkeit geboten werden, die Social-Media-Kanäle der Gstaader Messe für eigene Botschaften nutzen zu können.
Anpassung der Statuten
Apropos E-Mail: Der Vorstand beabsichtige, künftige Einladungen zur Generalversammlung per E-Mail zu versenden. Um dies zu ermöglichen brauchte es eine Anpassung der Statuten. Neu hinzugefügt wurde im entsprechenden Artikel 9 der Statuten: «Die Einladung zur Generalversammlung erfolgt unter Angabe der Verhandlungsgegenstände brieflich ‹oder elektronisch› und unter Einhaltung einer Frist ...» Die Anpassung der Statuten wurde laut Protokoll einstimmig genehmigt.
D/KMA
EINTRITTE/AUSTRITTE
Eintritte: Thoenen baut AG, Moratti Mettlen AG, Werren AG, Hefti & Domke Holzbau GmbH, Hair room Gstaad, Ledi Garage Feutersoey AG, Bergpraxis Animal.
Austritte: Moto Ambort, Jungen Baggerbetriebe und Transport AG, Beer Roland AG, Typo Druck Gstaad, Druck und Stickatelier, Strong Wear.
Namensänderungen: Ribo Treuhand AG geändert in KMU Treuhandpartner AG Gstaad.

