Heimfest für den Schwingklub Saanenland
12.06.2026 SportDas Oberländische Schwingfest kommt in ein Saanenland, das schwingerisch gut aufgestellt ist. Mit drei aktiven Kranzschwingern im eigenen Klub und einem hochkarätigen Teilnehmerfeld bei den Aktiven stehen die Zeichen auf ein attraktives Festwochenende.
MAXIME VÖGELE
Das Oberländische Schwingfest kommt in ein Saanenland, das schwingerisch gut aufgestellt ist. Mit drei aktiven Kranzschwingern im eigenen Klub und einem hochkarätigen Teilnehmerfeld bei den Aktiven stehen die Zeichen auf ein attraktives Festwochenende.
MAXIME VÖGELE
Aellen Florian und Annen Dominic haben sich bereits den ersten Saisonkranz gesichert. Mit Reichenbach Adrian steht ein weiterer Kranzschwinger aus dem Schwingklub Saanenland bereit, wenn am Wochenende das Oberländische Schwingfest vor heimischer Kulisse über die Bühne geht. Etwa 200 Athleten werden am Sonntag auf dem Schwingplatz stehen. Am Samstag gehört die Arena dem Nachwuchs: Dann kämpfen 340 Jungschwinger um die begehrten Zweige.
Vorbilder im Sägemehl
Jung- und Aktivschwinger an einem Wochenende in der gleichen Arena antreten zu lassen, gehöre zum Erfolgsrezept der Traditionssportart, erzählt OK-Präsident Bruno von Siebenthal im Gespräch mit dem «Anzeiger von Saanen». Für den Nachwuchs sei die Nähe zu den Aktivschwingern wichtig, da diese eine wichtige Vorbildfunktion erfüllten und die Jungschwinger motivierten. Bei einem Anlass wie diesem könnten sie stolz sagen, dass sie auf demselben Platz geschwungen hätten wie ihre Idole. Bei den Aktivschwingern, die am Sonntag antreten, zählen Staudenmann Fabian (Bern), Walther Adrian (Habstetten) und Moser Michael (Biglen) zu den prominentesten Namen. Entsprechend zufrieden zeigt sich auch OK-Präsident Bruno von Siebenthal. «Im Kanton Bern kann man heutzutage an jedes Schwingfest gehen und es ist überall eine super Besetzung», fügt von Siebenthal an.
Besonderer Gabentempel
Nachdem frühere Austragungen in Schönried oder auf dem Tennisplatz im Dorf von Gstaad stattgefunden hatten, profitiert das Organisationskomitee dieses Jahr von bestehender Infrastruktur und gleichzeitig von ausreichend Platz für Arena, Festwirtschaft und -betrieb. Die Schwingarena steht auf der Dubimatte beim Werkhof der Thönen AG. Die Festwirtschaft befindet sich in der benachbarten Tennishalle.
Eine Besonderheit ist dabei der Gabentempel, der direkt in das Gebäude der Festwirtschaft integriert wird. Dadurch rücken Besuchende und Schwinger bei der Rangverkündigung näher zusammen, was für eine besondere Stimmung sorgen dürfte. Zu den Blickfängen am Fest gehört auch der Siegermuni «Valetto». Die Wahl fiel – passend zur Region – auf eine Simmentaler Reinzucht: «Das wurde im OK sehr stark unterstützt», sagt der OK-Präsident dazu.
Hinter den Kulissen
Diesem umfangreichen Wochenende gingen zwei Jahre Vorbereitung voraus.
Besonders die bürokratischen Hürden hatten Bruno von Siebenthal schlaflose Nächte bereitet. Während das Sicherheits- und Brandschutzkonzept viel Aufwand verursacht habe, sei der eigentliche Aufbau für Bauchef Andy Mösching und ihn vertrautes Terrain gewesen. «Vom Aufbau an ging es mir schon viel ringer», meint er. Das zehnköpfige OK durfte dabei auf Unterstützung des Zivilschutzes zählen, der beim Aufbau tatkräftig mit angepackt hatte. Ausserdem konnten etwa 500 Einsätze mit freiwilligen Helfenden abgedeckt werden. Zahlreiche lokale Unternehmen engagieren sich als Sponsoren. Dass der Schwingsport im regionalen Gewerbe einen hohen Stellenwert geniesse, freut von Siebenthal besonders: «Es ist wunderschön, wie sie uns unterstützen», betont er.
Auf die Frage, worauf er sich am meisten freue, muss Bruno von Siebenthal nicht lange überlegen: «Auf den Schlussgang und den Sieger.» Auch dem Samstagabend blickt er als Bassgeiger mit Vorfreude entgegen, wenn Kollegen von ihm im Rahmen der volkstümlichen Abendunterhaltung auf der Bühne stehen werden. Wer am Ende den Festsieg holt, will er dennoch nicht vorhersagen. Auf die Frage nach seinem Favoriten antwortet er lachend: «Ein Berner.»
DREI TAGE FESTBETRIEB
Der Gabentempel wird bereits am Freitagabend beim Feierabendbier und einer Bratwurst eröffnet. Nach dem Jungschwingertag am Samstag folgen volkstümliche Unterhaltung, Barbetrieb und ein Public Viewing des WM-Spiels Schweiz gegen Katar. Am Sonntag findet mit dem Schwingfest der Aktivschwinger der Höhepunkt des Wochenendes statt.
MAV



