In Leserbriefen, u.a. auch im «Anzeiger von Saanen» vom 6. Februar, und anderen Publikationen wird geschrieben, die SRG-Halbierungsinitiative sei demokratiegefährdend. Der Co-Präsident der GLP Obersimmental-Saanen schreibt gar, das sei die Wahrheit. Pragmatisch und ohne die ...
In Leserbriefen, u.a. auch im «Anzeiger von Saanen» vom 6. Februar, und anderen Publikationen wird geschrieben, die SRG-Halbierungsinitiative sei demokratiegefährdend. Der Co-Präsident der GLP Obersimmental-Saanen schreibt gar, das sei die Wahrheit. Pragmatisch und ohne die Wahrheit gepachtet zu haben, gehe ich der Frage nach, inwieweit ein einzelnes Medium (SRG) in unserer vielseitigen und dynamischen Medienlandschaft der Demokratie ein Bein stellen könnte.
Unsere Regierungsform (Herrschaft des Volkes) basiert auf starken Säulen (Volkssouveränität, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und weitere mehr), die wohl kaum aufgrund einer finanzpolitischen Initiative ins Wanken gebracht werden kann. Ist es nicht so, dass der politische und gesellschaftliche Pluralismus unsere Demokratie zusammenhält, weil in unserer Verfassung die freie Meinungsäusserung und das Existenzrecht mehrerer Parteien festgeschrieben ist?
Anstelle des elenden «Räuber und Polizist»-Spiels, des Schiessens von links nach rechts (vice versa), wäre es meines Erachtens intelligenter, Fakten pro und kontra zur Halbierungsinitiative aufzutischen.
Allein die Tatsache, dass die SRG-Generaldirektorin gemäss dem Geschäftsbericht 2024 der SRG ein jährliches Gesamtgehalt von rund 518’000 Franken verdient, dürfte die soziale Gerechtigkeit in unserem Land ins Wanken und die Gemüter zahlreicher Menschen – auch im Oberland – in Wallung bringen.
EUGEN DORNBIERER-HAUSWIRTH, GSTAAD