Der invasive Japankäfer hat sich nach Spiez auch in der Stadt Bern und in Köniz angesiedelt. Im Berner Oberland wurden ebenfalls erste Exemplare entdeckt. Der Kanton untersucht nun, ob sich dort bereits Populationen gebildet haben.
Der Japankäfer breitet ...
Der invasive Japankäfer hat sich nach Spiez auch in der Stadt Bern und in Köniz angesiedelt. Im Berner Oberland wurden ebenfalls erste Exemplare entdeckt. Der Kanton untersucht nun, ob sich dort bereits Populationen gebildet haben.
Der Japankäfer breitet sich im Kanton Bern weiter aus. Nachdem der Schädling bereits in Spiez nachgewiesen worden war, hat der Kanton nun auch in der Stadt Bern und in Köniz eine Population festgestellt. Rund um die Bundesstadt gelten deshalb ab sofort verschiedene Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Wie die Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion mitteilt, wurden Ende Juni beim Schönausteg in Bern mehrere Japankäfer in Überwachungsfallen gefangen. Zusätzliche Kontrollen bestätigten, dass sich der invasive Schädling dort angesiedelt hat. Der Japankäfer kann in Landwirtschaft und Natur erhebliche Schäden verursachen.
Einschränkungen bei Transporten
Für die betroffenen Gebiete ordnet der Kanton verschiedene Massnahmen an. Im eigentlichen Befallsherd gelten Einschränkungen für den Transport von Grüngut, Kompost und Oberboden. Zudem dürfen Grünflächen bis Ende September nicht bewässert werden. In der umliegenden Pufferzone ist der Transport von Grüngut eingeschränkt. Ab Mitte August sollen auf bewässerten Sportplätzen Nematoden eingesetzt werden. Diese Fadenwürmer bekämpfen die Larven des Japankäfers im Boden und sind laut Kanton für Menschen sowie Nutz- und Haustiere ungefährlich.
Erste Funde auch im Berner Oberland
Auch für das Berner Oberland enthält die Mitteilung neue Informationen. Seit Anfang Juli wurden zwischen Thun und Interlaken einzelne Japankäfer in Überwachungsfallen entdeckt. Die Fachstelle Pflanzenschutz hat deshalb zusätzliche Fallen aufgestellt, um abzuklären, ob sich der Käfer in der Region bereits dauerhaft angesiedelt hat. Sollte sich eine Population bestätigen, will der Kanton auch dort weitere Massnahmen anordnen.
PD/JOP
Weitere Informationen: www.be.ch/japankaefer
HABEN SIE EINEN VERDÄCHTIGEN KÄFER ENTDECKT?
Der Kanton Bern gibt folgende Anweisungen: Fotografieren Sie den Käfer von oben und von der Seite. Melden Sie den Fund mit den Bildern der Fachstelle Pflanzenschutz: schadorganismen@be.ch oder unter dem Meldeformular via QR-Code.
Fangen Sie den Käfer ein, legen Sie ihn in einen dicht verschlossenen Behälter. Bewahren Sie ihn sicher auf, bis Sie eine Rückmeldung von der Fachstelle Pflanzenschutz erhalten.
PD/JOP