Joana Hählen beendet nach der laufenden Saison ihre Karriere im alpinen Ski-Weltcup. Wie Swiss-Ski mitteilt, wird die 34-jährige Lenker Speedspezialistin nach 13 Jahren auf höchstem Niveau und 166 Weltcuprennen zurücktreten.
Die Schweizer ...
Joana Hählen beendet nach der laufenden Saison ihre Karriere im alpinen Ski-Weltcup. Wie Swiss-Ski mitteilt, wird die 34-jährige Lenker Speedspezialistin nach 13 Jahren auf höchstem Niveau und 166 Weltcuprennen zurücktreten.
Die Schweizer Speedspezialistin Joana Hählen tritt nach der laufenden Saison vom Skirennsport zurück, wie Swiss-Ski in einer aktuellen Medienmitteilung schreibt. Die Skifahrerin aus der Lenk wird ihre Karriere nach den letzten Weltcuprennen des Winters 2025/26 beenden.
166 Weltcuprennen bestritten
Die 34-Jährige blickt auf 13 Jahre im Weltcup zurück. Seit ihrem Debüt im November 2013 in Beaver Creek absolvierte Hählen insgesamt 166 Rennen auf höchster Stufe. Dabei fuhr sie fünfmal auf das Podest. Drei zweite und zwei dritte Plätze stehen in ihrer Bilanz. Hinzu kommen 27 Top-Ten-Ergebnisse in Abfahrt und Super-G.
Ein besonderes Weltcupergebnis erzielte Hählen 2022 mit Platz 2 in der Abfahrt beim Weltcupfinale in Courchevel/Méribel. Zu den sportlichen Höhepunkten zählt auch ein olympisches Diplom. Bei den Winterspielen 2022 belegte Hählen in der Abfahrt den sechsten Rang.
«Kein spontaner Entschluss»
Der Entscheid zum Rücktritt sei nicht kurzfristig gefallen, lässt sich Hählen in der Mitteilung von Swiss-Ski zitieren. «Mein Rücktritt war kein spontaner Entschluss, sondern das Ende eines langen Prozesses.» Nach ihrer Verletzung vor zwei Jahren habe sie sowohl mental als auch körperlich nochmals alles investiert, um an ihr Limit zu kommen. «Doch Kopf und Körper wollten das Risiko nicht immer tragen.»
Den endgültigen Entschluss fasste sie nach eigenen Angaben im Zielraum von Soldeu. Dort habe sie gewusst, «dass es richtig ist aufzuhören». Sie habe nochmals alles versucht und sei stolz darauf.
Mehrere schwere Verletzungen prägten die Karriere
In ihrer Karriere musste Hählen mehrere schwere Verletzungen verkraften. Insgesamt vier Kreuzbandrisse prägten ihren Weg im Spitzensport. Rückblickend habe sie daraus viel gelernt, sagt sie. Die Erfahrungen hätten ihr gezeigt, «wie stark Körper und Geist sein können und dass oft mehr möglich ist, als man denkt».
Mit dem Rücktritt schliesst sich für Hählen ein wichtiges Kapitel. Gleichzeitig blickt sie offen in die Zukunft. Sie sei dankbar, ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht zu haben, erklärt die Lenkerin laut Swiss-Ski. Ohne ihr Team und ihr Umfeld wäre dieser Weg nicht möglich gewesen.
Konkrete Pläne für die Zeit nach der Karriere hat Hählen noch nicht. Zunächst wolle sie die letzten Rennen ihrer Laufbahn geniessen und Zeit mit wichtigen Menschen verbringen. Danach wolle sie offen sein für das, «was das Leben noch bereithält».
PD/JOP