Zum 15. Mal stand das Saanendorf am Samstag ganz im Zeichen der Alpwirtschaft. Beim Alpkäse- und Glockenmarkt präsentierten Küherfamilien ihre Produkte aus dem vergangenen Alpsommer. Glocken wurden bestaunt, traditionelles Handwerk gezeigt und alte Landmaschinen ausgestellt. ...
Zum 15. Mal stand das Saanendorf am Samstag ganz im Zeichen der Alpwirtschaft. Beim Alpkäse- und Glockenmarkt präsentierten Küherfamilien ihre Produkte aus dem vergangenen Alpsommer. Glocken wurden bestaunt, traditionelles Handwerk gezeigt und alte Landmaschinen ausgestellt. Dazwischen sorgten Kälber und Geissen für Begeisterung bei kleinen und grossen Besucherinnen und Besuchern.
Wenn der Alpsommer ins Dorf kommt
Alpkäse, Glocken, alte Landmaschinen – und mittendrin Kälber und Geissen, die nicht nur bei den jüngsten Besucherinnen und Besuchern für Begeisterung sorgten: Zum 15. Mal verwandelte sich das Saanendorf am Samstag in einen Treffpunkt rund um Landwirtschaft, Tradition und regionale Produkte.
SUSANNE KAISER/SONJA WOLF
Eigentlich begann alles mit einem Rahmenprogramm. Den Traum von einem Alpkäse- und Glockenmarkt habe er schon lange gehabt, erzählt OK-Präsident Willi Bach im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Gelegenheit ergab sich dann vor 15 Jahren, als im Saanenland die Berner Alpkäse-Meisterschaften durchgeführt wurden. Rund um diese organisierte man erstmals einen Markt. «Der ist so gut angekommen, dass wir fanden: Jetzt müssen wir weitermachen.»
Seither gehört der Anlass zum Ende des Alpsommers. Wenn die Kühe von den Alpen zurückgekehrt sind, bietet der Markt Gelegenheit zu zeigen, was während der vergangenen Monate entstanden ist. Auch heuer präsentierten Küherfamilien ihre Alpkäseprodukte, an den Ständen hingen Glocken in unterschiedlichsten Grössen und alte Landmaschinen erinnerten daran, wie früher gearbeitet wurde.
Dass ausgerechnet Käse und Glocken gemeinsam namensgebend sind, ist für Bach nur logisch: «Die Hauptakteure sind ja die Kühe. Und die tragen Glocken.» Und so verbindet der Markt vieles, was zur Alpwirtschaft gehört – mit einem Fest, bei dem für Bach vor allem auch die Begegnung zählt: Einheimische und Gäste seien gemeinsam im Saanendorf unterwegs, «wo der Kontakt noch gepflegt werden kann».
Und dann wären da noch jene Marktbesucher, die ganz ohne Stand und Verkaufsangebot auskommen: die kleinen Kälber und Geissen. «Ich glaube, die sind gerade für die Kinder – aber auch für die grossen Kinder – ein Highlight, wie die da herumspringen und zufrieden sind», sagt Bach.