Kanton Bern will sein Wasser umfassend und nachhaltig bewirtschaften
10.03.2026 KantonMit der Wasserstrategie 2040 schafft der Regierungsrat eine Gesamtsicht über den Umgang mit Wasser im Kanton Bern. Die Strategie unterstützt eine nachhaltige Bewirtschaftung des Wassers – von der Gewässerökologie über Hochwasserund Trockenheitsvorsorge bis ...
Mit der Wasserstrategie 2040 schafft der Regierungsrat eine Gesamtsicht über den Umgang mit Wasser im Kanton Bern. Die Strategie unterstützt eine nachhaltige Bewirtschaftung des Wassers – von der Gewässerökologie über Hochwasserund Trockenheitsvorsorge bis hin zu Wassernutzung, Abwasserbewirtschaftung, Energiefragen und Biodiversität. Damit reagiert der Kanton auf Herausforderungen wie den Klimawandel, neue Belastungen des Wassers und steigende Nutzungsansprüche.
Mit der kantonalen Wasserstrategie 2010 verfügte der Kanton Bern erstmals über ein übergeordnetes Steuerungsinstrument für den Umgang mit der Ressource Wasser. Sie konzentrierte sich auf die drei Themenbereiche Wasserversorgung, Siedlungswirtschaft und Wassernutzung mit entsprechenden Massnahmenprogrammen. Seit 2010 hätten sich die Herausforderungen im Umgang mit Wasser jedoch deutlich verändert, schreibt der Regierungsrat in einer Medienmitteilung. Klimawandel, neue Belastungen des Wassers durch Spurenstoffe wie Pestizide sowie steigende Nutzungsansprüche in Landwirtschaft, Siedlung und Energie prägten zunehmend den Wasserhaushalt.
Gesamtsicht zu allen Themen rund ums Wasser
Mit der Wasserstrategie 2040, die der Regierungsrat nun zur Kenntnis zuhanden des Grossen Rates verabschiedet habe, könne der Kanton Bern auf die aktuellen Herausforderungen angemessen reagieren. Die als Grundlage dienende Wasserstrategie 2010 sei umfassend überarbeitet und thematisch erweitert worden. Die Wasserstrategie 2040 biete eine Gesamtsicht über alle Themen rund ums Wasser im Kanton Bern. Sie berücksichtige ökologische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Anliegen. Damit entspreche der Regierungsrat auch verschiedenen Vorstössen im Grossen Rat.
Fachübergreifende Sichtweise
Die Wasserstrategie 2040 verknüpft fachübergreifend die Bereiche Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Hochwasser- und Trockenheitsmanagement, Gewässerökologie, Landwirtschaft, Energie, weitere Wassernutzungen und Raumplanung. Sie lege die Basis für die Zusammenarbeit, fördere die Koordination zwischen Fachstellen und Akteurinnen und Akteuren der Wasserwirtschaft, unterstütze vorausschauendes Handeln und stärke die Planungssicherheit, informiert der Regierungsrat. Die Strategie besteht aus drei Teilen:
– einem erläuternden Bericht, der Ziele, Hintergründe und Ausrichtung darlegt
– den Massnahmenblättern, welche die Umsetzung konkretisieren
– dem Vollzugskonzept Siedlungsentwässerung als Anhang
Übergeordnete Ziele in verschiedenen Bereichen
Die Wasserstrategie 2040 umfasst unter anderem die folgenden übergeordneten Stossrichtungen: den Wasserkreislauf im Klimawandel stärken, den Umgang mit Hochwasser und Trockenheit verbessern und die Einträge von schädlichen Stoffen im Grundwasser weiter reduzieren. Weiter will die Strategie die Biodiversität erhalten, die Wassernutzungen und damit auch die öffentliche Versorgung mit Trinkwasser sicherstellen und priorisieren und den Bewässerungsbedarf in der Landwirtschaft optimieren. Die Wasserkraft soll nachhaltig weiterentwickelt werden, mit Fokus auf Grosswasserkraft und Winterproduktion von Strom. Schliesslich sollen insbesondere auch die Ökologie und der sorgfältige Umgang mit der thermischen Nutzung von Grundwasser berücksichtigt werden.
Wasserstrategie 2040 breit abgestützt
Die Wasserstrategie 2040 sei in einem breit abgestützten Prozess erarbeitet worden. Gemäss dem Regierungsrat hätten unter Federführung des Amts für Wasser und Abfall das Amt für Umwelt und Energie, das Amt für Landwirtschaft und Natur sowie weitere kantonale Ämter (Tiefbauamt, Amt für Gemeinden und Raumordnung sowie Amt für Wald und Naturgefahren) eng zusammengearbeitet. Unterstützt worden sei der Prozess durch externe Fachbüros mit Expertise in den jeweiligen Kernthemen. In drei Begleitgruppenanlässen seien Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Regionen, Wirtschaft, Forschung und Umweltorganisationen einbezogen worden.
Engagement 2030: So entwickelt sich der Kanton Bern
Der Kanton Bern fördere gezielt die nachhaltige Entwicklung. Sie sei einer der Entwicklungsschwerpunkte der Richtlinien zur Regierungspolitik 2023– 2026. Darin habe der Regierungsrat fünf strategische Ziele formuliert, um seine Vision 2030 umzusetzen. So wolle der Kanton die Lebensqualität der Bevölkerung steigern, eine führende Rolle bei der Bewältigung der Herausforderungen im Umweltbereich spielen sowie seine Ressourcenstärke und Wirtschaftskraft erhöhen.
PD/AMO
