Das Brückenangebot «Vorlehre plus» für spät zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene soll im Kanton Bern erweitert werden. Nach ersten positiven Erfahrungen plant die Bildungs- und Kulturdirektion zusätzliche Klassen und neue Standorte ab dem Schuljahr ...
Das Brückenangebot «Vorlehre plus» für spät zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene soll im Kanton Bern erweitert werden. Nach ersten positiven Erfahrungen plant die Bildungs- und Kulturdirektion zusätzliche Klassen und neue Standorte ab dem Schuljahr 2026/27.
Das Pilotprojekt «Vorlehre plus» an der Technischen Fachschule (TF) Bern wird ausgebaut. Dies teilen die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern, der Handels- und Industrieverein sowie der Gewerbeverband Berner KMU in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit. Geplant sind eine zusätzliche Klasse in Bern sowie weitere Angebote in Biel und am «Centre de formation professionnelle Berne francophone», sofern genügend Nachfrage besteht.
Die «Vorlehre plus» richtet sich an spät zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene. Das einjährige Angebot soll den Einstieg in eine berufliche Grundbildung oder in den Arbeitsmarkt erleichtern. Vermittelt werden praktische Fähigkeiten, schulische Grundlagen sowie Deutschkenntnisse.
Die Ausbildung erfolgt in zwei Profilen. Im gewerblichen Bereich liegen die Schwerpunkte auf Holz, Metall und Solar. Im industriellen Profil stehen ICT, Elektronik und Mechanik im Vordergrund.
Erste Zahlen deuten laut Mitteilung auf eine hohe Erfolgsquote hin. Die erste Klasse startete im August 2024 mit dem gewerblichen Profil. Acht Teilnehmende nahmen anschliessend eine Ausbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) auf, zwei eine Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ). Insgesamt hätten «die allermeisten» Teilnehmenden eine Anschlusslösung gefunden.
Seit August 2025 werden an der TF Bern zwei Klassen mit je zehn Lernenden geführt. Neben der fachlichen Ausbildung umfasst das Angebot auch Sprachunterricht und individuelles Coaching bei der Berufswahl.
Die Verantwortlichen sehen im kombinierten Ansatz aus Praxis, Schule und Betreuung einen zentralen Erfolgsfaktor. Teilnehmende erhalten zudem Einblick in verschiedene Berufsfelder und können ihre Sprachkenntnisse im Alltag anwenden.
PD/JOP